Hauptinhalt
Topinformationen
Pressemeldung
Nr. 409 / 2009
07. Dezember 2009 : Erste positive Ergebnisse - Uni Osnabrück: Forschungsprojekt zu Familienhebammen erhält zusätzliche Förderung
Im Landkreis Osnabrück ist von Januar 2007 bis Dezember 2009 der Einsatz von elf Familienhebammen über den Deutschen Kinderschutzbund koordiniert und inhaltlich begleitet worden. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation dieses Projektes wurde für einen Zeitraum von drei Jahren von der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Beate Schücking und der Mitarbeit von Dr. Katja Makowsky übernommen. Sie erfolgt im Rahmen des Aktionsprogramms Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dauert noch bis einschließlich Oktober 2010 an. Nun stellt das Ministerium weitere Mittel in Höhe von 10.000 Euro bereit.
Im Landkreis Osnabrück ist von Januar 2007 bis Dezember 2009 der Einsatz von elf Familienhebammen über den Deutschen Kinderschutzbund koordiniert und inhaltlich begleitet worden. Die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation dieses Projektes wurde für einen Zeitraum von drei Jahren von der Universität Osnabrück unter der Leitung von Prof. Dr. Beate Schücking und der Mitarbeit von Dr. Katja Makowsky übernommen. Sie erfolgt im Rahmen des Aktionsprogramms Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und dauert noch bis einschließlich Oktober 2010 an. Nun stellt das Ministerium weitere Mittel in Höhe von 10.000 Euro bereit.
Erste Ergebnisse der Evaluationsstudie wurden dem Landkreis vor Kurzem im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt. Beteiligt daran war auch der Kinderschutzbund, der das Praxisprojekt koordiniert. Die Ergebnisse bestätigen den erheblichen Nutzen von Familienhebammen für die Betreuung von Familien in psychosozial belastenden Lebenslagen auch für den Landkreis Osnabrück. Bislang wurden mit dem Angebot rund 200 Familien der angestrebten Zielgruppe erreicht. Die bereits in der Schwangerschaft und bis maximal zum ersten Geburtstag des Kindes angebotene Unterstützung wurde von den Familien weit überwiegend positiv aufgenommen. Die betreuten Frauen profitieren aus eigener Sicht sehr von der Zeit mit den Familienhebammen. So schildern sie beispielsweise, wie sich ihre Beziehung zu den Familienhebammen von Kontakten mit anderen Helfer und Helferinnen bezüglich der nahezu ständigen Erreichbarkeit, der individuellen Begleitung und der stark ausgeprägten emotionalen Nähe unterscheidet, wie Dr. Katja Makowsky berichtet. Vor dem Hintergrund dieser guten Ergebnisse gab der Landkreis positive Signale bezüglich einer Übernahme des derzeit durch Sponsoren geförderten Praxisprojektes in die Regelfinanzierung ab 2010, zumal mit den präventiven Angeboten der Familienhebammen Familien bereits frühzeitig erreicht werden können und davon auszugehen ist, dass diese Hilfe in vielen Fällen den Einsatz späterer Jugendhilfemaßnahmen unnötig machen wird. So ergeben sich auch deutliche ökonomische Vorteile, die nach Mittelung des Kinderschutzbunds für den Landkreis bereits berechenbar werden.
Mit den zusätzlichen Mitteln wird die Kooperation mit den regionalen Frauenarztpraxen ausgebaut. Dabei soll geklärt werden, weshalb die Schwangerenvorsorge bisher seltener psychosozial belastende Lebenslagen identifiziert und wie die Zusammenarbeit mit Familienhebammen intensiviert werden kann. Weiterhin stellt sich die Frage, wie eine größere Zahl von Migrantinnen mit dem Projektangebot erreicht werden könnte. »Wir sind froh über diese Aufgabenerweiterung, denn die flächendeckende Versorgung auch dieser Mütter liegt uns besonders am Herzen«, so die Projektleiterin Prof. Dr. Beate Schücking.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Beate Schücking, Universität Osnabrück,
Fachbereich Humanwissenschaften,
Albrechtstraße 28, 49069 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 2452,
beate.schuecking@uni-osnabrueck.de
