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Pressemeldung

Nr. 177 / 2008

09. Juni 2008 : Europäische Rechtsgeschichte und Gemeinschaftsprivatrecht - Uni Osnabrück: Neue Abteilung am European Legal Studies Institute eingerichtet

Das European Legal Studies Institute der Universität Osnabrück wurde um eine neue Abteilung für Europäische Rechtsgeschichte und Gemeinschaftsprivatrecht verstärkt. Direktor der neuen Abteilung ist Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, der kürzlich von Bielefeld an die Universität Osnabrück berufen wurde.

Das European Legal Studies Institute der Universität Osnabrück wurde um eine neue Abteilung für Europäische Rechtsgeschichte und Gemeinschaftsprivatrecht verstärkt. Direktor der neuen Abteilung ist Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, der kürzlich von Bielefeld an die Universität Osnabrück berufen wurde. Der Rechtswissenschaftler ist Koordinator eines von der Europäischen Kommission eingesetzten und mit 4,3 Millionen Euro geförderten Wissenschaftlernetzwerks, in dem mehr als 150 Rechtswissenschaftler aus allen Mitgliedstaaten der EU an einem Entwurf für ein Europäisches Vertragsrecht arbeiten. Mit ihm kommt ein Team hochqualifizierter junger Wissenschaftler nach Osnabrück, die nun hier ihre Arbeiten weiterführen.

Die Eröffnung der neuen Abteilung fällt zusammen mit der Veröffentlichung einer Großstudie zum europäischen Verbraucherrecht, die von Prof. Schulte-Nölke zusammen mit einer Gruppe von internationalen Verbraucherrechtsexperten für die Europäische Kommission erarbeitet worden ist. Erstmalig ist es mit Hilfe einer neu entwickelten Datenbank gelungen, zu wichtigen Alltags- und Verbraucherfragen die Rechtslage in allen 27 Mitgliedstaaten zu ermitteln und darzustellen. Damit erhält die Europäische Kommission ein völlig neuartiges Hilfsmittel für ihre Rechtsetzung. Unternehmen, die in anderen EU-Mitgliedstaaten tätig werden, können nun ihre Geschäftsmodelle viel genauer auf rechtliche Besonderheiten im Ausland einstellen. Dazu Prof. Schulte-Nölke: »Unternehmen können sich nun die nötigen Informationen über die Regeln des Ziellandes leichter verschaffen und müssen weniger Sorge haben, mit den lokalen Behörden anzuecken. Dies spart Kosten und erleichtert es, in den europäischen Markt zu expandieren.« Die Datenbank und die neue Studie werden schon so stark nachgefragt, dass die Europäische Kommission eine laufende Aktualisierung plant. Für 2008 hat sie bereits einen entsprechenden Auftrag an Prof. Schulte-Nölke und sein Team erteilt.

Auch im Bereich der Lehre will die Abteilung neue Wege beschreiten. Zusammen mit dem englischen Europarechtler und Mitautor der Verbraucherrechtsstudie Dr. Christian Twigg-Flesner, Reader an der Universität Hull, hat Prof. Schulte-Nölke bei einer Stiftung Mittel für innovative Lehre eingeworben. Dr. Twigg-Flesner, der lange Zeit Studiendekan an der Rechtsfakultät in Hull war, unterrichtet in diesem Semester in Osnabrück Rechtsvergleichung und Europäisches Privatrecht mit Methoden, die er als Studiendekan für seine Universität entwickelt und erprobt hat. Die rechtswissenschaftlichen Bereiche beider Universitäten planen nun einen gemeinsamen Studiengang, der insbesondere den Studierenden aus Osnabrück einen privilegierten Zugang an die Universität Hull verschaffen würde.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Hans Schulte-Nölke, Universität Osnabrück,
Fachbereich Rechtswissenschaften,
European Legal Studies Institute,
Heger-Tor-Wall 14, 49069 Osnabrück,
Tel.: +49 541 969 4902, Fax: +49 541 969 6059,
schulte-noelke@uni-osnabrueck.de