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Pressemeldung

Nr. 104 / 2010

22. April 2010 : Filzende Jungen und tischlernde Mädchen - Zukunftstag 2010 an der Universität Osnabrück war ein voller Erfolg

Ob Filzen, Geocaching, ein Tag in der Tischlerei oder künstlerisches Drucken: Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Universität Osnabrück an der bundesweiten Initiative des »Zukunftstages« am 22. April. Ziel war es, den Mädchen einen Einblick in die »jungen-dominierten Fächer« zu geben sowie die Scheu vor der Technik abzubauen. Auf der anderen Seite sollten aber auch die Jungen zum Zuge kommen und »typisch weibliche« Studienfächer kennenlernen. 60 Mädchen und Jungen beteiligten sich auf unterschiedliche Art und Weise in einem der sieben angebotenen Workshops.

Ob Filzen, Geocaching, ein Tag in der Tischlerei oder künstlerisches Drucken: Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Universität Osnabrück an der bundesweiten Initiative des »Zukunftstages« am 22. April. Ziel war es, den Mädchen einen Einblick in die »jungen-dominierten Fächer« zu geben sowie die Scheu vor der Technik abzubauen. Auf der anderen Seite sollten aber auch die Jungen zum Zuge kommen und »typisch weibliche« Studienfächer kennenlernen. 60 Mädchen und Jungen beteiligten sich auf unterschiedliche Art und Weise in einem der sieben angebotenen Workshops.

Die Mädchen nutzten die Gelegenheit, in der Tischlerei und der Physik ihre handwerklichen und technischen Fähigkeiten zu entdecken. Sie konnten selbst Hand anlegen und waren überrascht, welche Möglichkeiten diese Bereiche bieten und vor allem, welche unentdeckten Talente in ihnen selbst schlummern. So erstellten Chiara und Juliane nach einem Rundgang und einem gemeinsamen Frühstück mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in der Tischlerei einen Holzfotorahmen. Holz zuschneiden, schleifen, bohren, schmirgeln ¬– wer denkt, das können nur Jungen, der wurde eines Besseren belehrt. Emsig bearbeiteten die beiden ihre Holzstücke mit einer chinesischen Holzsäge und waren der festen Überzeugung, dass die Arbeit als Tischlerin auch absolut für Frauen geeignet sei; insbesondere das »Schaffen eines Gegenstandes« faszinierte die 12-jährige Chiara.

Die Jungen hingegen fertigten im Workshop »Textil – Total verfilzt!« ihre eigene Handytasche. Der Filz wurde geschichtet, dann kamen Wasser und Seife dazu und los ging das Kneten, damit die Filzfasern ineinander fassen. Bei so viel Geschick mit Filz, Nadel und Faden war für Jannis, 12 Jahre, klar: »Ich filze jetzt auch zu Hause, das ist überhaupt nicht nur was für Mädchen.« Und der gleichaltrige Bjarne-Jonas ergänzte: »In der Schule lerne ich gerade den Umgang mit der Nähmaschine, mit dem Filzen habe ich aber auch eine gute Geschenkidee gefunden.«

Alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Zukunftstages waren von den Angeboten begeistert. Vor allem durch die ungezwungene Atmosphäre und das Arbeiten in reinen Mädchen- und Jungengruppen fassten alle schnell Vertrauen in ihr Können und stürzen sich mit Begeisterung in die neuartigen Aufgaben. »Das Ziel, Begeisterung für „geschlechtsuntypische“ Studien- und Ausbildungsbereiche zu wecken, wurde also erreicht«, erklärt die Gleichstellungsbeauftragte der Universität, Dr. Sabine Jösting. »Um einen solchen Zukunftstag allerdings auf die Beine stellen zu können, gebührt allen Verantwortlichen und den vielen helfenden Studierenden, die uns unterstützt haben, ein großes Dankeschön, denn ohne diese Mitarbeit wäre ein solcher Erfolg nicht möglich gewesen.«

Weitere Informationen

Dr. Sabine Jösting, Gleichstellungsbüro der Universität Osnabrück,
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4767 oder 4487, Fax +49 541 969 14487,
sabine.joesting@uni-osnabrueck.de