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Pressemeldung

Nr. 34 / 2012

06. Februar 2012 : Freier Fall - Studierende des Fachgebietes Textiles Gestalten präsentieren ihre Arbeitsergebnisse

Die Berliner Künstlerin Kati Gausmann war im Wintersemester Gastdozentin im Fachgebiet »Textiles Gestalten« an der Universität Osnabrück. Am Montag, 6. Februar, stellen die Studierenden ihre Arbeitsergebnisse des Seminars »Freier Fall - plastische Experimente mit Stoff und Körper - Metamorphosen Textiler Flächen« um 18.30 Uhr in der Seminarstraße 33-34 der Öffentlichkeit vor. Die Ausstellung ist bis zum Ende der Semesterferien zu sehen.

Die Berliner Künstlerin Kati Gausmann war im Wintersemester Gastdozentin im Fachgebiet »Textiles Gestalten« an der Universität Osnabrück. Am Montag, 6. Februar, stellen die Studierenden ihre Arbeitsergebnisse des Seminars »Freier Fall - plastische Experimente mit Stoff und Körper - Metamorphosen Textiler Flächen« um 18.30 Uhr in der Seminarstraße 33-34 der Öffentlichkeit vor. Die Ausstellung ist bis zum Ende der Semesterferien zu sehen.

Die Älteren, die noch darauf angewiesen waren, ihre Wäsche draußen auf der Wäscheleine zu trocknen, werden sich daran erinnern, dass sich bei frühen Frosttagen im November die Wäsche über Nacht verhärtet hatte. Statt zu verfliegen, war das Wasser gefroren. Das erinnert an John Cage und sein künstlerisches Gesetz des Zufalls, nach dem Töne, aber auch Objekte zufällig ausgewählt und zufällig verteilt werden. Hinter dem Interesse für die Gesetze des Zufalls, dass wir seit mehreren Jahrzehnten beobachten können, steht die Erfahrung, dass unser alltägliches Leben sehr viel stärker als durch Planung und durch eine zielstrebige Entwicklung durch den Zufall – oder wie es die Philosophen ausdrücken: durch Kontingenz – bestimmt ist.

Die Arbeiten der Studierenden, die in dem Seminar »Freier Fall - plastische Experimente mit Stoff und Körper - Metamorphosen Textiler Flächen« der Berliner Künstlerin Kati Gausmann entstanden sind, erheben diese Erkenntnis zum künstlerischen Gestaltungsprinzip. Sie setzen Textilien, die besonders leicht durch die Umstände formbar sind, zufälligen Veränderungen aus, die sie allerdings dann zu einem von ihnen bestimmten Zeitpunkt »einfrieren« oder - um ein Wort zu verwenden, dass eine sehr viel größere Dauer andeutet - zu versteinern. Die Petrifizierung von Zufällen ist das künstlerische Prinzip hinter den ausgestellten Textilobjekten.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Bärbel Schmidt, Kati Gausmann, Universität Osnabrück,
Fachbereich Kultur- und Geowissenschaften,
Fachgebiet Textiles Gestalten,
Seminarstraße 33-34, 49074 Osnabrück,
Tel.: +49 541 969 4217
baerbel.schmidt@uni-osnabrueck.de