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Pressemeldung
Nr. 120 / 2009
08. April 2009 : Fremde in der Vormoderne - Uni Osnabrück: Münchner Literaturwissenschaftler referiert
In der Geschichte gesellschaftlicher Selbst- und Fremdbezeichnungen spielen Gegenbegriffe wie »Hellenen-Barbaren«, »Christen-Heiden« oder »Menschen-Un(ter)menschen« eine prominente Rolle. Der Münchner Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Peter Strohschneider wird in einem Gastvortrag an der Universität Osnabrück darlegen, wie die Relationen zwischen einer normativistisch-wertenden und einer kognitiv-neugierigen Einstellung zum Fremden organisiert sind und welche Verschiebungen in der Frühen Neuzeit beobachtet werden können.
In der Geschichte gesellschaftlicher Selbst- und Fremdbezeichnungen spielen Gegenbegriffe wie »Hellenen-Barbaren«, »Christen-Heiden« oder »Menschen-Un(ter)menschen« eine prominente Rolle. Der Münchner Literaturwissenschaftler Prof. Dr. Peter Strohschneider wird in einem Gastvortrag an der Universität Osnabrück darlegen, wie die Relationen zwischen einer normativistisch-wertenden und einer kognitiv-neugierigen Einstellung zum Fremden organisiert sind und welche Verschiebungen in der Frühen Neuzeit beobachtet werden können. Ziel der Vortrages ist es, die Entstehung eines spezifisch modernen Begriffs von »Kultur« im 18. Jahrhundert im Zusammenhang der Geschichte jener Gegenbegriffe zu diskutieren. Die systematisch-übergreifenden Überlegungen sollen exemplarisch an mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Texten, wie beispielsweise dem Rolandslied und Montaignes Essais, überprüft werden. Der Vortrag findet statt am Montag, 20. April, um 18.15 im Zimiliensaal der Universitätsbibliothek Osnabrück, Alte Münze 16/Kamp. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.
Strohschneider hat einen Lehrstuhl für »Germanistische Mediävistik« an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne; er ist durch zahlreiche Veröffentlichungen als Experte der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Literatur und Texttheorie ausgewiesen. Seit 2006 ist er Vorsitzender des Wissenschaftsrats.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Wolfgang Adam, Universität Osnabrück,
Interdisziplinäres Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit,
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück,
Telefon +49 541 969 4457 / 4535,
wolfgang.adam@uni-osnabrueck.de
