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Pressemeldung

Nr. 284 / 2009

10. September 2009 : Friedensideal im antiken Rom - Historiker Prof. Dr. Raaflaub spricht am Mittwoch, 16. September in der Marienkirche

Über das »Friedensideal im antiken Rom« spricht am Mittwoch, 16. September, der bekannte amerikanische Historiker Prof. Dr. Kurt Raaflaub (Brown University) um 20 Uhr in der Marienkirche Osnabrück. Die öffentliche Veranstaltung findet im Rahmen des internationalen Kongresses »Fines imperii – imperium sine fine? Rom – Imperium zwischen Widerstand und Integration« statt, den die Universität und Stadt Osnabrück in Kooperation mit der Göttinger Akademie der Wissenschaften ausrichtet. Der Eintritt ist frei. Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten.

Über das »Friedensideal im antiken Rom« spricht am Mittwoch, 16. September, der bekannte amerikanische Historiker Prof. Dr. Kurt Raaflaub (Brown University) um 20 Uhr in der Marienkirche Osnabrück. Die öffentliche Veranstaltung findet im Rahmen des internationalen Kongresses »Fines imperii - imperium sine fine? Rom - Imperium zwischen Widerstand und Integration« statt, den die Universität und Stadt Osnabrück in Kooperation mit der Göttinger Akademie der Wissenschaften ausrichtet. Der Eintritt ist frei. Der Vortrag wird in deutscher Sprache gehalten.

Im Jahre 39 v. Chr., in einer Zeit der Krisen und Bürgerkriege, schrieb der römische Gelehrte Marcus Terentius Varro einen Traktat mit dem Titel »Pius oder über den Frieden«. Das Werk - soweit bekannt - ist das einzige in der ganzen Antike, das ausschließlich dem Thema des Friedens gewidmet war. Leider ist es nicht erhalten, aber in seinem »Gottesstaat« hat Augustin es ausführlich benutzt. Manche der dort geäußerten Ideen lassen sich bis ins Zeitalter der griechischen Sophistik (5. Jh. v. Chr.) zurückverfolgen.

Augustins und Varros Ausführungen über den Frieden bilden in diesem Vortrag den Ausgangspunkt für eine Diskussion römischer Gedanken zum Friedensideal, wie sie sich in Schriften der späten Republik und frühen Kaiserzeit widerspiegeln. Ein Vergleich mit griechischen Friedenskonzeptionen dürfte ergeben, dass die Römer insgesamt weniger theoretisch sondern von einer realistischen Einschätzung der politischen Praxis her argumentierten: »si vis pacem, para bellum« (wer den Frieden will, muss auf den Krieg vorbereitet sein).

Weitere Informationen

PD Dr. Günther Moosbauer, Universität Osnabrück,
Alte Geschichte: Archäologie der Römischen Provinzen,
Schloßstraße 8, D-49069 Osnabrück,
Telefon: + 49 541 969 4395 / 4387; Fax: +49 541 969 4397,
guenther.moosbauer@uni-osnabrueck.de