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Pressemeldung
Nr. 123 / 2012
22. Mai 2012 : Gärprodukte als Dünger - Geographen der Uni Osnabrück kooperieren mit Göttinger Kollegen
Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) fördert eine Kooperation von Göttinger Agrarökonomen mit der Forschungsstelle »Nachhaltige Biogaserzeugung« der Universität Osnabrück. Im Mittelpunkt der neuen Zusammenarbeit steht die Gülleseparation. Ziel ist es, die Biogasproduktion zu nutzen, um nährstoffreiche Güllefeststoffe aus intensiven Milchviehregionen zu exportieren, sie in viehschwachen Regionen zu Biogas zu vergären und die Gärprodukte als Dünger zu nutzen. Anbauflächen für nachwachsende Rohstoffe können so reduziert und Mineraldünger eingespart werden.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) fördert eine Kooperation von Göttinger Agrarökonomen mit der Forschungsstelle »Nachhaltige Biogaserzeugung« der Universität Osnabrück. Im Mittelpunkt der neuen Zusammenarbeit steht die Gülleseparation. Ziel ist es, die Biogasproduktion zu nutzen, um nährstoffreiche Güllefeststoffe aus intensiven Milchviehregionen zu exportieren, sie in viehschwachen Regionen zu Biogas zu vergären und die Gärprodukte als Dünger zu nutzen. Anbauflächen für nachwachsende Rohstoffe können so reduziert und Mineraldünger eingespart werden.
Zum Hintergrund: Die Entwicklung eines überbetrieblichen landwirtschaftlichen Nährstoffmanagements steht weiterhin im Fokus der Arbeitsgruppe Agrarökologie und Bodenforschung des Instituts für Geographie. Mit dem neuen Projekt »Nutzung von separierter Rindergülle als alternatives Gärsubstrat in der Biogasproduktion: technische Möglichkeiten und ökonomische Bewertung« baut die Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Gabriele Broll ihre Kompetenzen im Bereich der Separation weiter aus. Waren in vergangenen Projekten die Schweinemastregionen im Nordwesten Deutschlands Schauplatz der Separationsversuche, sollen nun die Milchviehregionen Weser-Elbe und Allgäu / Bodensee als Modellregionen fungieren. »Die zuvor in der Schweinemast erlangten Erkenntnisse werden in die Arbeit des neuen Projektes einfließen und durch weitere Praxisversuche im Bereich der Milchviehwirtschaft ergänzt werden«, so der Projektmitarbeiter und Diplom-Umweltwissenschaftler Andreas Hothan.
Neu ist nicht nur der Wechsel von Mastschweine- zur Rindergülle, sondern auch die Einbeziehung ökonomischer Aspekte durch die Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre des Agribusiness der Fakultät für Agrarwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen. »Technische Verfahren der Rindergülleseparation sind sowohl für eine Reihe von real existierenden Betrieben mit Rinderhaltung als auch für eine Reihe von real existierenden Biogasbetrieben einzelbetrieblich und auf regionaler Ebene zu evaluieren«, sagt Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, der die Gesamtleitung des Kooperationsprojektes inne hat. Die Erfassung der technischen Kennzahlen wie Durchsatz und Nährstoffabscheidung der Separatoren sowie die Ermittlung des Biogaspotentials der Separationsprodukte fällt weiterhin in den Aufgabenbereich der Osnabrücker Arbeitsgruppe.
Weitere Informationen
Andreas Hothan, Universität Osnabrück
Institut für Geographie
Seminarstraße 19ab, 49069 Osnabrück
Tel: +49 541 969 4065
andreas.hothan@uni-osnabrueck.de
