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Pressemeldung

Nr. 191 / 2012

12. Juli 2012 : Geheimnisse in der Natur - Universität Osnabrück: Vortrag von Prof. Dr. Rosmarie Zeller

Zum Abschluss der unter großem Anklang in der Öffentlichkeit verlaufenen Vortragsreihe des Interdisziplinären Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit im Sommersemester 2012 »‚Geheimcodes‘ in der Frühen Neuzeit« spricht die Germanistin Prof. Dr. Rosmarie Zeller (Basel) zu dem Thema »Die Suche nach den Geheimnissen der Natur am Hof von Sulzbach«. Der Vortrag findet am Mittwoch, 18. Juli, um 18.15 Uhr im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek, Alte Münze 16/Kamp, statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Zum Abschluss der unter großem Anklang in der Öffentlichkeit verlaufenen Vortragsreihe des Interdisziplinären Instituts für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit im Sommersemester 2012 »‚Geheimcodes‘ in der Frühen Neuzeit« spricht die Germanistin Prof. Dr. Rosmarie Zeller (Basel) zu dem Thema »Die Suche nach den Geheimnissen der Natur am Hof von Sulzbach«. Der Vortrag findet am Mittwoch, 18. Juli, um 18.15 Uhr im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek, Alte Münze 16/Kamp, statt. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Der in der Oberpfalz gelegene Hof von Sulzbach war in den siebziger und achtziger Jahren des 17. Jahrhunderts ein Ort, an dem große Projekte auf den Weg gebracht wurden, die alle der Erforschung der Geheimnisse der Natur dienen sollten, wobei diese Geheimnisse als Ausfluss des wunderbaren Wirkens Gottes aufgefasst wurden. Man betrieb mit Eifer Studien der Kabbala und der Alchemie. Christian Knorr von Rosenroth zum Beispiel übersetzte und bearbeitete die aus dem Ende des 16. Jahrhunderts stammende »Magia naturalis« des Giambattista della Porta, Thomas Browns »Pseudodoxia epidemia« sowie die auf paracelsistischen Grundlagen beruhende »Artzneykunst« von Johan Baptist van Helmont. Prof. Dr. Wolfgang Adam betont den theologischen Aspekt dieser Unternehmungen: »In allen diesen Werken ging es auch darum, einen in der Natur wirkenden Geist nachzuweisen. Das Projekt hatte aber auch eine eschatologische Komponente. Man wollte möglichst viel Wissen, sowohl altes wie neues, versammeln, denn je kompletter das Wissen, umso eher sollte der Jüngste Tag eintreten.«

Rosmarie Zeller gehört zu den profiliertesten Frühneuzeitforscherinnen der Gegenwart. Ihre Studien zu Grimmelshausen und Harsdörffer haben den Rang von Standardwerken. Sie ist seit 2006 Präsidentin der »Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft«.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Wolfgang Adam, Universität Osnabrück
Interdisziplinäres Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN)
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 4457
wadam@uni-osnabrueck.de