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Pressemeldung
Nr. 351 / 2009
04. November 2009 : Gesundheitliche Versorgungsforschung stärken - Pflegewissenschaft der Universität Osnabrück Mitglied eines multidisziplinären Graduiertenkollegs »Demenz«
Demenzen gehören zu Erkrankungen, deren Wahrscheinlichkeit mit steigendem Lebensalter zunimmt. Schon deshalb besteht ein großes Interesse am Erwerb fundierter wissenschaftlicher und praxisorientierter Erkenntnisse in Bezug auf die Entstehung, Diagnostik, Interventions- und Versorgungsansätzen bei Demenz. Ein von der Robert Bosch Stiftung gefördertes, im Netzwerk Alternsforschung der Universität Heidelberg institutionell verankertes interdisziplinäres Graduiertenkolleg »Demenz« soll durch eine besondere Qualifizierung wissenschaftlichen Nachwuchses bestehende Defizite in der Vermittlung demenzbezogener Inhalte schließen. Maßgeblich an diesem Kolleg beteiligt sind Pflegewissenschaftler der Universität Osnabrück.
Demenzen gehören zu Erkrankungen, deren Wahrscheinlichkeit mit steigendem Lebensalter zunimmt. Schon deshalb besteht ein großes Interesse am Erwerb fundierter wissenschaftlicher und praxisorientierter Erkenntnisse in Bezug auf die Entstehung, Diagnostik, Interventions- und Versorgungsansätzen bei Demenz. Ein von der Robert Bosch Stiftung gefördertes, im Netzwerk Alternsforschung der Universität Heidelberg institutionell verankertes interdisziplinäres Graduiertenkolleg »Demenz« soll durch eine besondere Qualifizierung wissenschaftlichen Nachwuchses bestehende Defizite in der Vermittlung demenzbezogener Inhalte schließen. Maßgeblich an diesem Kolleg beteiligt sind Pflegewissenschaftler der Universität Osnabrück.
Der enge Zusammenhang mit dem hohen Lebensalter verleiht dieser Erkrankung in Zukunft ein deutlich höheres Gewicht. »Da der demografische Wandel in den Altersgruppen jenseits des 80. Lebensjahres in den künftigen Jahrzehnten mit Abstand am stärksten ausfällt, ist mit einer sprunghaft ansteigenden Anzahl demenzkranker Menschen zu rechnen«, erklärt der Osnabrücker Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Hartmut Remmers. Zukunftsszenarien sind zudem durch den Umstand geprägt, dass Möglichkeiten einer kausalen Therapie von Demenzen bis heute nur sehr eingeschränkt bestehen, aber auch präventive Maßnahmen hinsichtlich einer Alzheimer Demenz drei Jahrzehnte vor möglichem Ausbruch der Krankheit einzuleiten wären. Remmers: »Selbst wenn es gelänge, Demenzen zeitlich hinaus zu schieben, besteht gegenwärtig wenig Hoffnung, sie vollständig überwinden zu können. Auch bei Verbesserung und Ausweitung kausaler Interventionsmöglichkeiten wird das Thema „Demenz“ unsere Gesellschaft in Zukunft intensiv beschäftigen.«
Da diese Erkrankungen zahlreiche Bereiche des gesellschaftlichen Lebens betreffen und deshalb auch für sehr verschiedenartige wissenschaftliche Disziplinen relevant sind, wird das Graduiertenkolleg eine Vielzahl von Fachdisziplinen vereinen. Dazu gehören neben der Gerontopsychiatrie, Gerontoneurologie, Geriatrie und Pflegewissenschaft die Biologie/Biomedizin/Genetik, Pharmakologie, Psychologie, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Architektur und Ethik. Unter insgesamt 14 beteiligten Professuren kommen zehn aus der Universität Heidelberg, weitere vier aus den Universitäten Osnabrück, Halle-Wittenberg, Nürnberg-Erlangen und Kaiserslautern. Ein Teil des Qualifizierungsprogramms besteht darin, dass sich die Kollegiaten intensiv an der Entwicklung spezifischer Lehrmodule beteiligen. Ein begleitendes Lehrprogramm wird primär internetbasiert vermittelt. Auf diese Weise werden, neben weiteren Seminaren und Ferienakademien, innovative Voraussetzungen für eine Standort übergreifende Doktorandenausbildung geschaffen und erprobt.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Hartmut Remmers, Universität Osnabrück,
Fachbereich Humanwissenschaften,
Arbeitsgruppe Pflegewissenschaft,
Albrechstraße 28, D-49076 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 2474, Fax +49 541 969 2444
remmers@uni-osnabrueck.de
