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Pressemeldung
Nr. 68 / 2008
06. März 2008 : Gewalt hat viele Facetten - Uni Osnabrück: Netzwerk »Co-ordination Action on Human Rights Violations« legt Bericht vor
Eines der dringlichsten Probleme, mit denen europäische Bürger im Alltag konfrontiert werden, ist zwischenmenschliche Gewalt. Mit den Ursachen und möglichen Auswegen aus dieser Gewalt befasst sich das Netzwerk »Co-ordination Action on Human Rights Violations« (CAHRV). In diesem von der Universität Osnabrück koordinierten Netzwerk arbeiten 22 Partnerorganisationen aus 14 europäischen Ländern zusammen. Aus dem soeben veröffentlichten Bericht von CAHRV über die vergangenen drei Jahre geht hervor, dass bei allen Formen der Gewalt das Geschlecht der Opfer eine zentrale Rolle spielte. Die Schrift ist über http://www.cahrv.uni-osnabrueck.de zu beziehen.
Eines der dringlichsten Probleme, mit denen europäische Bürger im Alltag konfrontiert werden, ist zwischenmenschliche Gewalt. Mit den Ursachen und möglichen Auswegen aus dieser Gewalt befasst sich das Netzwerk »Co-ordination Action on Human Rights Violations« (CAHRV). In diesem von der Universität Osnabrück koordinierten Netzwerk arbeiten 22 Partnerorganisationen aus 14 europäischen Ländern zusammen. Aus dem soeben veröffentlichten Bericht von CAHRV über die vergangenen drei Jahre geht hervor, dass bei allen Formen der Gewalt das Geschlecht der Opfer eine zentrale Rolle spielte. »Im Vergleich von national repräsentativen Studien konnten wir bestätigen, dass Gewalt gegen Frauen das Leben von einem Viertel bis zu einem Drittel aller Frauen in den europäischen Ländern beeinträchtigt«, erklärt die Projektleiterin Prof. Dr. Carol Hagemann-White von der Universität Osnabrück. Die Schrift ist über www.cahrv.uni-osnabrueck.de zu beziehen.
Der Bericht versucht, ausgehend von einem integrierten Ansatz, die Gründe und das Ausmaß der Gewalt zu verstehen und eine Methode zur Problemlösung aufzuzeigen. Deutlich wird dabei, dass die verschiedenen Formen der Gewalt zu oft nebeneinander, anstatt zusammen diskutiert werden. Dies schwäche die Effektivität von präventiven Eingriffen, so Hagemann-White. »Basierend auf unserer Forschungsanalyse mehrerer Länder leisten wir einen Beitrag zu der laufenden Arbeit der Fortschrittsmessung, um Indikatoren für das Verfahren systematischer Beobachtung (monitoring) in Europa und der UN zu bestimmen. Wir können erklären, warum sowohl Untersuchungen als auch Verfahren geschlechterspezifisch und nicht geschlechtsneutral sein müssen, um effektiv zu sein.«
Durch das Heranziehen von verschiedensprachigen Quellen werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb der facettenreichen europäischen Gemeinschaft benannt. Obwohl die Zahlen von Land zu Land variieren, ist beispielsweise körperliche Gewalt in festen Beziehungen zumeist eng mit emotionaler Gewalt verbunden. Hagemann-White: »Um in der Praxis gute Strategien zu entwickeln, ist es von essentieller Bedeutung, die Unterschiede der Länder zu erkennen. Der länder- und bereichsübergreifende Diskurs stimuliert neue Debatten und vertieft und klärt wichtige Kernfragen für die Praxis.«
Weitere Informationen
Prof. Dr. Carol Hagemann-White, Universität Osnabrück,
Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften,
Heger-Tor-Wall 9, D-49069 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 4557; Fax: +49 541 969 4561,
chageman@uni-osnabrueck.de
www.cahrv.uni-osnabrueck.de
