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Pressemeldung
Nr. 20 / 2011
18. Januar 2011 : Große Ehre - Uni Osnabrück: Prof. Pahl-Wostl in Leitungsfunktion des globalen Wasserprogramms berufen
Große Ehre für Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl von der Universität Osnabrück: Zum 1. Dezember 2010 wurde die Professorin für Ressourcenmanagement am Institut für Umweltsystemforschung zur Leiterin der wissenschaftlichen Steuerungsgruppe des »Global Water System Project« (GWSP) ernannt. Sie leitet das GWSP zusammen mit Prof. Charles Vorösmarty aus den USA, dessen Schwerpunkt die globale Modellierung von Wasserkreisläufen ist.
Große Ehre für Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl von der Universität Osnabrück: Zum 1. Dezember 2010 wurde die Professorin für Ressourcenmanagement am Institut für Umweltsystemforschung zur Leiterin der wissenschaftlichen Steuerungsgruppe des »Global Water System Project« (GWSP) ernannt. Sie leitet das GWSP zusammen mit Prof. Charles Vorösmarty aus den USA, dessen Schwerpunkt die globale Modellierung von Wasserkreisläufen ist.
»Eine große Herausforderung ist die Integration der gesellschaftlichen Aspekte«, erklärt Pahl-Wostl. Dazu bedarf es neben der Entwicklung von neuen Konzepten und Methoden inbesondere der Nachwuchsförderung. Obwohl schon seit Jahren die Notwendigkeit der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Natur- und Sozialwissenschaften und eine bessere Gestaltung der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft betont wird, sind die Fortschritte in dieser Hinsicht nicht zufriedenstellend. Zu dieser Schlussfolgerung kam auch eine breit angelegte Studie des International Council of Science zum Stand der internationalen Global Change Forschung, deren wesentliche Empfehlungen kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift Science veröffentlich wurden. »Wir stehen wirklich vor einem Umbruch in der internationalen Nachhaltigkeitsforschung«, so Pahl-Wostl. Das GWSP wird mit seinen Arbeiten einen wesentlichen Beitrag dazu leisten.
Zum Hintergrund: Die nachhaltige Bewirtschaftung von Wasserressourcen ist inzwischen ein Problem mit globalen Dimensionen. Die immer knapper werdenden Süßwasserressourcen sind ungleich verteilt zwischen Weltregionen, zwischen Ländern und gesellschaftlichen Gruppen. Wasserressourcen werden übernutzt, und es kommt zu Nutzungskonflikten. Die Abholzung von Wäldern in einer Region kann weitreichende Folgen für die Niederschläge in weit entfernten Gebieten haben. Ökologisch motivierte Gesetzesvorgaben in Industrieländern, wie die EU-Verordnung zu Biosprit, können durch den erhöhten Bedarf an nachwachsenden Rohstoffen zu Veränderungen der Landnutzung und einer Verschärfung von Wassernutzungskonflikten in Entwicklungsländern führen. Der zu erwartende Klimawandel und die erwartete Zunahme von Dürreperioden und Flutkatastrophen werden die bereits bestehenden Probleme noch verschärfen. Solche globalen Herausforderungen erfordern globale Antworten von Politik und Gesellschaft. Die Untersuchung dieser komplexen Zusammenhänge hat sich das GWSP zum Ziel gesetzt. Das GWSP ist ein interdisziplinäres Projekt und Netzwerk der internationalen Global Change Programme. Das internationale Projektbüro in Bonn wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Claudia Pahl-Wostl, Universität Osnabrück
Institut für Umweltsystemforschung
Telefon +49 541 969 2536
claudia.pahl-wostl@uni-osnabrueck.de
www.gwsp.org
