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Pressemeldung
Nr. 131 / 2010
07. Mai 2010 : Hoffnung auf wichtige Erkenntnisse in der Krebsforschung - Wissenschaftler der Uni Osnabrück beteiligen sich an europäischem Forschungsprojekt
In dem Projekt »Molekulare Maschinen für Ionentransporte durch Biomembranen« arbeiten führende Forschungsgruppen Europas zusammen. Um die Forschung weiter zu intensivieren und zu koordinieren, sind vom 18. bis 20. März mehr als 40 Wissenschaftler in Hofheim am Taunus zusammengekommen. PD Dr. Armen Mulkidjanian vom Fachbereich Physik der Universität Osnabrück hat dort, als deutsches Mitglied des Projekt-Gremiums, zusammen mit seiner Doktorandin Katrin Jahns das Auftaktmeeting veranstaltet.
In dem Projekt »Molekulare Maschinen für Ionentransporte durch Biomembranen« arbeiten führende Forschungsgruppen Europas zusammen. Ziel ist es, einen der fundamentalsten Prozesse in lebenden Zellen in seiner ganzen Komplexität erfassen. Um die Forschung weiter zu intensivieren und zu koordinieren, sind vom 18. bis 20. März mehr als 40 Wissenschaftler in Hofheim am Taunus zusammengekommen. PD Dr. Armen Mulkidjanian vom Fachbereich Physik der Universität Osnabrück hat dort, als deutsches Mitglied des Projekt-Gremiums, zusammen mit seiner Doktorandin Katrin Jahns das Auftaktmeeting veranstaltet. Nähere Informationen unter: www.molecularmachinery.eu
Das Projekt läuft von 2010 bis 2014 und wird mit 14 Millionen Euro von den nationalen Regierungen, der EU und dem COST-Programm (European Cooperation in Science and Technology) finanziert. Es vereint Experten aus 17 europäischen Ländern. Gemeinsam wollen die Wissenschaftler herausfinden, wie Protonen und Metall-Ionen die Zellmembranen von unterschiedlichen Organismen – vom Mensch bis hin zu Bakterien – durchqueren. »Eine Zusammenarbeit von Chemikern und Biologen bei der Forschung zu Medikamenten ist von beiderseitigem Nutzen und lässt beispielsweise die Transportmechanismen und Wirkungsweise von Platin-enthaltenden Krebsmedikamenten besser verstehen«, erklärt Mulkidjanian. Auf der Tagung ist eine solche Zusammenarbeit zu Stande gekommen.
Auch in der Zellforschung haben die Wissenschaftler hohe Ziele. So untersuchen sie zum Beispiel die Funktion von protonentransportierenden Enzymen, die gekoppelt ist mit der Bildung von Sauerstoff-Radikalen. Diese schädigen die Zellen und haben Alterung und Tod zur Folge. Die Forschung möchte diese Prozesse verstehen und Wege finden, die Bildung von Sauerstoffradikalen selektiv zu mindern und die Lebensqualität zu steigern. Die gewonnenen Erkenntnisse könnten eine entscheidende Rolle spielen wenn es darum geht, Europas Zukunftsbedürfnisse in Bereichen wie Medizin, Optik, Energie und ökologische Biotechnologie voranzutreiben.
Weitere Informationen
PD Dr. Armen Mulkidjanian, Universität Osnabrück
Fachbereich Physik
Barbarastraße 7, 49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 2698, Fax +49 541 969 2656
amulkid@uni-osnabrueck.de
