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Pressemeldung

Nr. 290 / 2010

12. Oktober 2010 : Informieren war angesagt - »Woche gegen berufsbedingte Hauterkrankungen«: Wissenschaftler der Uni Osnabrück zieht positive Bilanz

Die bundesweite »Aktionswoche gegen berufsbedingte Hauterkrankungen« hat in den Medien und in der Öffentlichkeit ein erfreuliches Echo gefunden. Zwischen dem 20. und dem 24. September suchten zahlreiche Berufstätige, die unter Hautproblemen leiden, eine Hautarztpraxis auf. »Wir sind froh, dass das Interesse an dem Thema so groß ist«, so Apl. Prof. Dr. Swen Malte John, Leiter des Fachgebietes Dermatologie der Universität Osnabrück, der die Woche initiiert hat.

Die bundesweite »Aktionswoche gegen berufsbedingte Hauterkrankungen« hat in den Medien und in der Öffentlichkeit ein erfreuliches Echo gefunden. Zwischen dem 20. und dem 24. September suchten zahlreiche Berufstätige, die unter Hautproblemen leiden, eine Hautarztpraxis auf. »Wir sind froh, dass das Interesse an dem Thema so groß ist«, so Apl. Prof. Dr. Swen Malte John, Leiter des Fachgebietes Dermatologie der Universität Osnabrück, der die Woche initiiert hat.

Begleitet wurde diese erste Aktionswoche von einer breit angelegten Informationskampagne der Träger, der führenden Organisationen in der Berufsdermatologie. Ziel war es, die hohe Dunkelziffer bei beruflich verursachten Hauterkrankungen zu verringern. »Nur wenn eine Hauterkrankung frühzeitig erkannt und behandelt wird, stehen die Chancen gut, dass die Betroffenen nicht Gefahr laufen, ihren Beruf zu verlieren«, stellt John fest. »Wir wollten mit dieser Aktion Ausbildungsabbrüche und Berufsausstiege verhindern. Denn neben dem persönlichen Leid der Betroffenen entstehen für die Wirtschaft und den Staat dadurch Folgekosten in Milliardenhöhe.« Die Kampagne hat sich deshalb ganz besonders an Auszubildende gewandt. John: »Allein in Osnabrück wurden über 400 Schüler aus hautbelastenden Berufen in den Berufsschulen beraten. Für die Unterstützung der Schulbehörden möchten wir danken.«

Wer unter Hautproblemen leidet und einen Zusammenhang mit seiner beruflichen Tätigkeit vermutet, konnte diesen Verdacht in einer der teilnehmenden Hautarztpraxen und dermatologischen Einrichtungen abklären lassen. Träger der Aktionswoche waren die führenden deutschen Organisationen in der Berufsdermatologie: Arbeitsgemeinschaft für Berufs- und Umweltdermatologie (ABD), Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG), Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD), Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) und Deutsche Kontaktallergie-Gruppe (DKG). Unterstützt wurde die Initiative von der Nationalen Arbeitsschutzkonferenz (NAK), an der auch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) beteiligt ist.

Die Aktionswoche war Teil einer gesamteuropäischen Initiative unter Federführung der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venereologie (EADV) mit dem Ziel, die Zahl der beruflich bedingten Hauterkrankungen in ganz Europa deutlich zu verringern und den Hautschutz am Arbeitsplatz zu verbessern. Auch diese Kampagne wird durch die Arbeitsgruppe von John in Osnabrück koordiniert. John: »Andere Länder beneiden uns um die Möglichkeiten, die hierzulande für Betroffene geschaffen wurden. Sie werden halt nur noch nicht von allen genutzt. Wer die Aktionswoche versäumt hat, kann die Beratung zu berufsbedingten Hautkrankheiten auch jetzt noch beim Hautarzt nachholen!«

Weitere Informationen

Apl. Prof. Dr. Swen Malte John, Universität Osnabrück
Sedanstraße 115, 49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 405 1810, Fax +49 541 969 2445
johnderm@uni-osnabrueck.de