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Pressemeldung
Nr. 92 / 2009
13. März 2009 : Internationale Konferenz »Mentoring and Tutoring Projects at Universities« - Uni Osnabrück lädt ein zu Diskussionen über eine sehr erfolgreiche Idee
Die langjährige Zusammenarbeit des Mentorenprojekts »Balu und Du« (Universität Osnabrück) und des Programms »Perach« (Weizmann Institute of Science, Israel) findet einen neuen Höhepunkt: Auf einer gemeinsamen internationalen Konferenz vom 30. März bis 1. April an der Universität Osnabrück sollen Fragen der Einbindung und wissenschaftlichen Begleitung von bürgerschaftlichem Engagement in universitäre Studiengänge diskutiert werden. Insgesamt werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 Staaten erwartet.
Die langjährige Zusammenarbeit des Mentorenprojekts »Balu und Du« (Universität Osnabrück) und des Programms »Perach« (Weizmann Institute of Science, Israel) findet einen neuen Höhepunkt: Auf einer gemeinsamen internationalen Konferenz vom 30. März bis 1. April an der Universität Osnabrück sollen Fragen der Einbindung und wissenschaftlichen Begleitung von bürgerschaftlichem Engagement in universitäre Studiengänge diskutiert werden. Insgesamt werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 24 Staaten erwartet.
Die Tagung wird durch Amos Carmeli als Vertreter des Weizmann Institute of Science eröffnet. Der Wissenschaftler blickt auf die erfolgreiche Geschichte einer Idee zurück, die gleichsam die Grundlage sowohl für das Balu- als auch das Perach-Programm bildet: Studierende begleiten benachteiligte Schulkinder. »Das ist ein Projekt mit vielen Gewinnern, denn sowohl die Kinder profitieren deutlich von der Begleitung wie auch die Studierenden. Als Mentorinnen oder Mentoren erwerben sie wichtige Schlüsselkompetenzen«, so die Osnabrücker Erziehungswissenschaftlerin und Diplom-Psychologin Prof. em. Dr. Hildegard Müller-Kohlenberg. Und auch die Gemeinden schätzen das Projekt als Präventionsprogramm. Darüber hinaus profitieren ebenfalls die Universitäten, denn sie verfügen zum Beispiel in den Bachelor-Studiengängen über ein praxisnahes Lehrangebot zur Erlangung professioneller Kompetenzen.
»Die besonderen Lernerfolge von Studierenden, die als Mentorinnen und Mentoren tätig waren, konnten im Vergleich zu einer Kontrollgruppe nachgewiesen werden. Auch die Kinder, die ein Jahr lang begleitet werden, blühen auf und machen deutliche Fortschritte in ihrer Entwicklung“, erklärt Hildegard Müller-Kohlenberg, die das Projekt 2002 zusammen mit ihrer inzwischen verstorbenen Kollegin Prof. Dr. Tilly Bakker-Grunwald an der Universität Osnabrück gegründet hat. Über die Osnabrücker Evaluationsergebnisse wird Müller-Kohlenberg auf der Konferenz berichten. Weitere Vorträge befassen sich unter anderem mit der optimalen wissenschaftlichen Begleitung von Studierenden an der Universität (B. Fresko und C. Wertheim, Israel), dem »mutual benefit« (C.S. Lönroth, Schweden) oder der kompensatorischen Funktion von Mentorenprogrammen im Erziehungssystem (L. Osano, Kenia). Der Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, Prof. Dr. Christian Pfeiffer, wird am Abend des 31. März die Tischrede halten. Das Galadinner wird durch die Firma apetito dankenswerterweise großzügig gesponsert.
Weitere Informationen
Prof. em. Dr. Hildegard Müller-Kohlenberg, Universität Osnabrück,
Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften,
Heger-Tor-Wall 9, 49069 Osnabrück,
Tel.: +49 541 969 4562; Fax: +49 541 969 4585,
muellerk@uni-osnabrueck.de
