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Pressemeldung
Nr. 256 / 2010
02. September 2010 : Kaiserschnitt - Entscheidungshilfe per Internet - Uni Osnabrück: Forschungsschwerpunkt Maternal Health wirbt Auftrag des AOK-Bundesverbandes ein
Obwohl die Entscheidung für einen Kaiserschnitt meist bereits vor dem Geburtstermin getroffen wird, sind viele werdende Mütter über mögliche Risiken nur unzureichend informiert. Der AOK-Bundesverband hat jetzt den Forschungsschwerpunkt Maternal and Child Health der Universität Osnabrück unter Leitung von Prof. Dr. Beate Schücking damit beauftragt, eine Entscheidungshilfe für werdende Mütter zur Kaiserschnitt-Entbindung zu entwickeln, die im Internet präsentiert werden kann.
Obwohl die Entscheidung für einen Kaiserschnitt meist bereits vor dem Geburtstermin getroffen wird, sind viele werdende Mütter über mögliche Risiken nur unzureichend informiert. Der AOK-Bundesverband hat jetzt den Forschungsschwerpunkt Maternal and Child Health der Universität Osnabrück unter Leitung von Prof. Dr. Beate Schücking damit beauftragt, eine Entscheidungshilfe für werdende Mütter zur Kaiserschnitt-Entbindung zu entwickeln, die im Internet präsentiert werden kann.
Bis Ende des Jahres sollen unter Mitarbeit von Dr. Karin von Moeller und Diplom-Sozialwirtin Claudia Berger auf der AOK-Internetseite aktuelle evidenzbasierte Informationen für schwangere Frauen und interessierte Ärzte bereitgestellt werden, die unter kritischer Betrachtung der Geburtsmodi den Prozess der Entscheidungsfindung begleiten. »Gerade bei einem geplanten Kaiserschnitt oder Wunschkaiserschnitt sollten Schwangere die Vorteile und Risiken eines solchen operativen Eingriffs im Vergleich zur vaginalen Geburt sorgfältig abwiegen können, um gemeinsam mit den Geburtshelfern eine informierte Entscheidung hinsichtlich des Entbindungsmodus treffen zu können.«, so von Moeller.
Die Zahl der Geburten durch einen Kaiserschnitt lag in Deutschland 1991 bei 15,3 Prozent und ist seitdem kontinuierlich angestiegen. 2008 kamen 31,6 Prozent aller Neugeborenen in Deutschland per Kaiserschnitt zur Welt. Eine absolute medizinische Notwendigkeit - um die Gesundheit von Mutter beziehungsweise Kind zu erhalten - besteht lediglich bei etwa zehn Prozent der Schwangerschaften. Zunehmend werden aus wirtschaftlichen, juristischen oder organisatorischen Gründen, aber auch aufgrund von gesellschaftlichen Trends geplante Kaiserschnitte mit relativer Indikation oder Wunschkaiserschnitte durchgeführt.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Beate Schücking, Universität Osnabrück,
Fachbereich Humanwissenschaften,
Albrechtstraße 28, 49069 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 2452,
beate.schuecking@uni-osnabrueck.de
