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Pressemeldung

Nr. 54 / 2012

05. März 2012 : Kritisches Standardwerk über Wernher von Braun in Neuauflage - Osnabrücker Politologe erzielte bereits 1996 breite Resonanz

Vor anderthalb Jahrzehnten, 1996, löste der Band »Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei«, ein breites Medienecho aus. Sein Autor: Prof. Dr. Rainer Eisfeld, mittlerweile emeritierter Politologe an der Universität Osnabrück. Zum 100. Geburtstag von Brauns am 23. März 2012 erscheint der Band nunmehr in Neuauflage (einschließlich eines neuen Vor- und Nachworts) beim zu Klampen-Verlag.

Vor anderthalb Jahrzehnten, 1996, löste der Band »Mondsüchtig. Wernher von Braun und die Geburt der Raumfahrt aus dem Geist der Barbarei«, ein breites Medienecho aus. Sein Autor: Prof. Dr. Rainer Eisfeld, mittlerweile emeritierter Politologe an der Universität Osnabrück. Zum 100. Geburtstag von Brauns am 23. März 2012 erscheint der Band nunmehr in Neuauflage (einschließlich eines neuen Vor- und Nachworts) beim zu Klampen-Verlag.

Eisfelds Kommentar: »Aus Anlass der Erstveröffentlichung urteilte „Die Zeit“, das Buch leiste einen wichtigen Beitrag zur Diskussion um die Rolle wissenschaftlicher Eliten unter den Nazis. Und die „Politische Vierteljahres-schrift“ resümierte, hier werde präzise nachgewiesen, dass an Wernher von Braun keine höhere moralische Meßlatte anzulegen sei als an alle anderen Führungskräfte des sogenannten Dritten Reichs. Auch an von Brauns 100. Geburtstag sollten solche Tatsachen nicht unter den Teppich gekehrt werden. Deshalb bin ich froh, dass dieses Buch neu erscheint.«

Das Werk, ursprünglich erschienen im Rowohlt-Verlag, wurde seinerzeit an die 40mal ausführlich besprochen – unter anderem in »Parlament«, »Zeit«, „Frankfurter Allgemeine Zeitung«, »Neue Zürcher Zeitung«,»Süddeutsche Zeitung« – und 2000 von Rowohlt auch als Taschenbuch veröffentlicht. Es dokumentierte die aktive Verstrickung der leitenden Peenemünder V 2-Konstrukteure, einschließlich Wernher von Brauns, in das mörderische Zwangsarbeitsprogramm des NS-Regimes: KZ-Insassen des Lagers Mittelbau-Dora bei Nordhausen mussten die Rakete unter unmenschlichen Bedingungen montieren; die Konstrukteure selbst forderten Häftlinge an.

Weitere Informationen

Prof. em. Dr. Rainer Eisfeld, Universität Osnabrück
Fachbereich Sozialwissenschaften
Kolpingstraße 1, 49069 Osnabrück
Tel. +49 541 969 4149
rainer.eisfeld@uni-osnabrueck.de