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Pressemeldung

Nr. 65 / 2009

12. Februar 2009 : Migration und die nationalsozialistische »Volksgemeinschaft« - Uni Osnabrück: Neues Forschungsprojekt zum Nationalsozialismus

Stellte die Migration eine Bedrohung für die nationalsozialistische »Volksgemeinschaft« dar? Diese und andere Fragen stehen im Vordergrund eines Forschungsprojekts der Historiker Apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer und Prof. Dr. Hans-Werner Niemann von der Universität Osnabrück. Das Fachgebiet Neueste Geschichte beteiligt sich mit dieser Arbeit an dem niedersächsischen Forschungsverbundprojekt »Nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“? Konstruktion, gesellschaftliche Wirkungsmacht und Erinnerung vor Ort«. Gefördert werden die Forschungen mit 176.000 Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung.

Stellte die Migration eine Bedrohung für die nationalsozialistische »Volksgemeinschaft« dar? Diese und andere Fragen stehen im Vordergrund eines Forschungsprojekts der Historiker Apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer und Prof. Dr. Hans-Werner Niemann von der Universität Osnabrück. Das Fachgebiet Neueste Geschichte beteiligt sich mit dieser Arbeit an dem niedersächsischen Forschungsverbundprojekt »Nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“? Konstruktion, gesellschaftliche Wirkungsmacht und Erinnerung vor Ort«. Gefördert werden die Forschungen mit 176.000 Euro aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung.

Zur Erklärung: Einen Teil der jährlichen Fördermittel der Stiftung erhält das Land Niedersachsen »vorab«. Das Bundesland unterbreitet dem Kuratorium der VolkswagenStiftung sodann zweimal pro Jahr Vorschläge über die zusätzliche Förderung der niedersächsischen Wissenschaftslandschaft. Die verfügbaren Mittel sind abhängig von der Höhe der Dividendenausschüttungen der Volkswagen AG.

Die Osnabrücker Historiker möchten mit dem Projekt vor allem die Konstruktion von »Volksgemeinschaft« unter den Bedingungen von Migration und Zuwanderung erforschen. »Wir wollen überprüfen, ob und inwieweit die Migration die Vorstellungen der Nationalsozialisten von einer „Volksgemeinschaft“ unterlief und eine Bedrohung für diese darstellte«, erläutert Oltmer. Im Vordergrund stehen dabei die unterschiedlichen Regionen Oberharz mit seiner geographisch wenig mobilen Bevölkerung und Salzgitter als Gesellschaft von Zuwanderern. »Der Vergleich dieser unterschiedlichen Gebiete bietet weitreichende Einsichten in die Hintergründe, Formen und Folgen der Komposition von „Volksgemeinschaft“ in der Auseinandersetzung mit den Herausforderungen durch Migration«, so Oltmer zur Bedeutung des Osnabrücker Forschungsprojekts.

Das Forschungsverbundprojekt stellt eine Kooperation zwischen den Universitäten Osnabrück, Oldenburg, Hannover und Göttingen dar. Die Zusammenarbeit soll größtenteils mithilfe eines überregionalen Forschungskollegs erfolgen. Am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück wird für den Forschungsbereich »Migration als Herausforderung für die nationalsozialistische Vergemeinschaftung« eine Postdoktorandenstelle eingerichtet.

Weitere Informationen

Apl. Prof. Dr. Jochen Oltmer, Universität Osnabrück,
Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS),
Neuer Graben 19/21, 49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4384, Fax +49 541 969 4380,
jochen.oltmer@uni-osnabrueck.de