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Pressemeldung
Nr. 94 / 2009
17. März 2009 : »Musik und Liebe in der Frühen Neuzeit« - Uni Osnabrück lädt ein zu internationalem Kongress
Was hat Musik mit Liebe zu tun? Die Geschichte der weltlichen Musik – und zum Teil auch der religiösen – ist eine Geschichte des Liebesliedes. Seit den Troubadours im Südfrankreich des 12. Jahrhunderts, die als erste ihre Liebeslieder aufschrieben, wird in der Musik die Geliebte angefleht, angeschmachtet, angebetet. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Warum ausgerechnet Liebe und Musik in der Geschichte unserer Gesellschaft eine so wichtige Rolle gespielt haben, ist eine der Fragen, die auf einem Internationalen Kongress erörtert werden, den das Fach Musikwissenschaft an der Universität Osnabrück vom 26. bis zum 28. März veranstaltet. Ein öffentliches Konzert sowie ein Vortrag für die Allgemeinheit runden das Programm ab.
Was hat Musik mit Liebe zu tun? Die Geschichte der weltlichen Musik – und zum Teil auch der religiösen – ist eine Geschichte des Liebesliedes. Seit den Troubadours im Südfrankreich des 12. Jahrhunderts, die als erste ihre Liebeslieder aufschrieben, wird in der Musik die Geliebte angefleht, angeschmachtet, angebetet. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Warum ausgerechnet Liebe und Musik in der Geschichte unserer Gesellschaft eine so wichtige Rolle gespielt haben, ist eine der Fragen, die auf einem Internationalen Kongress erörtert werden, den das Fach Musikwissenschaft an der Universität Osnabrück vom 26. bis zum 28. März veranstaltet. Ein öffentliches Konzert sowie ein Vortrag für die Allgemeinheit runden das Programm ab.
Organisatoren der Veranstaltung sind Prof. Dr. Dietrich Helms vom Fach Musik/Musikwissenschaft der Universität Osnabrück und PD Dr. Sabine Meine von der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Unter dem Titel »Amor docet musicam – musica docet amorem. Musik und Liebe in der Frühen Neuzeit« untersuchen Wissenschaftler aus fünf Ländern das besondere Verhältnis von Musik und Liebe für die Zeitspanne von der Renaissance bis zur Aufklärung. »Die Liebe lehrt die Musik, die Musik lehrt die Liebe«, so die Übersetzung des lateinischen Titels. Aus dem Überschwang der Gefühle entstehen die besten Liebeslieder, allerdings können umgekehrt Liebeslieder auch das Lieben lehren. Ihre Texte führen in die Kunst des Flirtens ein, liefern Worte für die Werbung um die Geliebte. Ihre Musik schafft Möglichkeiten des Ausprobierens, wenn man sich beim Tanz oder gemeinsamen Musizieren unverbindlich näher kommen kann. So kann die Musik auch Auskunft geben über das Liebesverständnis einer Epoche.
Der Kongress nähert sich dem Thema aus den Perspektiven verschiedener Wissenschaften. Neben Musikwissenschaftlerinnen und Musikwissenschaftlern stellen Historiker, Kulturwissenschaftler, Philosophinnen und Literaturwissenschaftlerinnen ihre Forschungen zur Diskussion.
Abgerundet wird der erste Tag des Kongresses durch ein öffentliches Konzert am Donnerstag, 26. März, 19.30 Uhr im Musiksaal des Schlosses, in dem der Kammerchor der Universität unter der Leitung von Joachim Siegel und die Sopranistin Sigrid Heidemann mit ihrem Klavierbegleiter Christopher Wasmuth Lieder der Liebe von der Renaissance bis zur Moderne vortragen werden. Am Freitag, 27. März, findet um 19.30 Uhr ebenfalls im Musiksaal, ein öffentlicher Interpretationsworkshop mit Markus Jans und Dominique Muller, statt. Die beiden Professoren der Schola Cantorum Basiliensis werden gemeinsam mit Studierenden und dem Publikum mögliche Interpretationen des (Liebes-)Tods in Liedern der Zeit um 1600 erarbeiten. Titel des Workshops ist »Tod, neues Leben und Ekstase«.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Dietrich Helms, Universität Osnabrück,<br<Fach Musik/Musikwissenschaft,<br>Schloss / Neuer Graben, 49069 Osnabrück,
Tel.: +49 541 969 4510,
dhelms@uni-osnabrueck.de
www.amor-docet-musicam.uni-osnabrueck.de
