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Pressemeldung

Nr. 63 / 2011

08. Februar 2011 : Olympische Spiele in Hamburg? - Sportwissenschaftler der Universität Osnabrück legt Sportentwicklungsplan für die Hansestadt vor

Nach mehr als eineinhalbjähriger Tätigkeit hat ein Team unter der Leitung des Osnabrücker Sportwissenschaftlers Prof. Dr. Christian Wopp die Sportentwicklungsplanung für die Freie und Hansestadt Hamburg abgeschlossen. Dabei ging es auch um die Beantwortung der Frage, ob sich Hamburg in den kommenden Jahren um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele bewerben soll.

Nach mehr als eineinhalbjähriger Tätigkeit hat ein Team unter der Leitung des Osnabrücker Sportwissenschaftlers Prof. Dr. Christian Wopp die Sportentwicklungsplanung für die Freie und Hansestadt Hamburg abgeschlossen. Dabei ging es auch um die Beantwortung der Frage, ob sich Hamburg in den kommenden Jahren um die Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele bewerben soll.

Durchgeführt wurden Stärken- und Schwächenanalysen des Hamburger Sports. Mit Hilfe von Bevölkerungs- und Vereinsbefragungen, Analysen des Kinder-, Jugend, Freizeit- und Spitzensports sowie der Sportanlagen wurde ermittelt, dass der Hamburger Sport große Potentiale nicht nur für eine Olympiabewerbung, sondern vor allem für die Sportaktivitäten der Bevölkerung bietet. So gehören die Hamburgerinnen und Hamburger zu den sportaktivsten Großstadtbewohnern in Europa. Die im Vergleich zu vielen anderen Städten jungen und qualifizierten Bewohner ebenso wie die prognostizierte Bevölkerungszunahme bieten neben den vielen Sportmöglichkeiten an und auf dem Wasser gute Voraussetzungen, dass Hamburg in den kommenden Jahren in Europa im Sport eine Spitzenposition einnehmen kann.

In dem Gutachten, das jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, werden aber nicht nur die Stärken, sondern auch Hamburgs Schwächen im Sport benannt. Dazu gehören Uneinigkeiten zwischen den Sportakteuren, eine verbesserungsbedürftige Sportinfrastruktur und eine gewisse Orientierungslosigkeit, nachdem Hamburg schon einmal im Jahr 2002 mit einer Olympiabewerbung scheiterte. Obwohl die Hamburger Handelskammer eine erneute Bewerbung auch mit Blick auf die dadurch entstehenden wirtschaftlichen Impulse sehr befürwortet, kommen die Osnabrücker Gutachter zu einer eher zurückhaltenden Einschätzung. Prof. Wopp: »Wir empfehlen, dass Hamburg im Sport in den kommenden Jahren zunächst eine europäische Spitzenposition einnimmt, und danach eine Entscheidung über eine erneute Bewerbung fällt.« Vor 2028 wird eine erfolgreiche Bewerbung als nicht realistisch erachtet.

Das vollständige Gutachten ist nachzulesen unter: www.hamburg.de/sportentwicklungsplanung

Weitere Informationen

Prof. Dr. Christian Wopp,
Fachgebiet Sportwissenschaft,
Sportzentrum Jahnstr. 75, 49080 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4242,
christian.woop@uni-osnabrueck.de