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Pressemeldung

Nr. 132 / 2010

11. Mai 2010 : Osnabrücker Genbank findet bundesweites Interesse - Besuch von Umweltminister Sander und MdB Dr. Happach-Kasan im Botanischen Garten der Universität Osnabrück

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2010 zum Internationalen Jahr der Biodiversität erklärt. Die Vielfalt des Lebens auf der Erde besser kennen zu lernen und zu erhalten, ist Ziel dieser weltweiten Initiative. Der Botanische Garten der Universität Osnabrück leistet mit der Etablierung und Koordinierung der Genbank für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (WEL) einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt. Davon konnten sich heute (11. Mai) der Niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander und die Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan, Sprecherin der FDP-Bundestags-fraktion für Ernährung und Landwirtschaft, bei einem Informationsbesuch überzeugen.

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2010 zum Internationalen Jahr der Biodiversität erklärt. Die Vielfalt des Lebens auf der Erde besser kennen zu lernen und zu erhalten, ist Ziel dieser weltweiten Initiative. Der Botanische Garten der Universität Osnabrück leistet mit der Etablierung und Koordinierung der Genbank für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft (WEL) einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt. Davon konnten sich heute (11. Mai) der Niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander und die Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan, Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion für Ernährung und Landwirtschaft, bei einem Informationsbesuch überzeugen.

»Fest steht, der Botanische Garten der Universität Osnabrück ergänzt die niedersächsische Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt in hervorragender Weise«, erklärte Umweltminister Sander. »Wir entwickeln zurzeit das Schutzkonzept „Arche Niedersachsen“. Wichtig ist dabei auch der Erhalt bedrohter oder in Niedersachsen bereits ausgestorbener Pflanzenarten. Hierbei sind die Experten der Saatgutgenbank für bedrohte Wildpflanzenarten wichtige Ansprechpartner.«

Zahlreiche Wildpflanzenarten haben wirtschaftlich bedeutsame Nutzungspotentiale zum Beispiel für die Medizin oder Pollen- und Nektarpflanzen für die Landwirtschaft und Ernährung. Auch für die Züchtungsforschung sind die Träger von Resistenzgenen gegen schädigende Mikroorganismen von wachsendem Interesse. Wildpflanzenarten sind jedoch zunehmend gefährdet. Die Ausweisung von Naturschutzgebieten reicht nicht aus, um diesen Trend gegenwärtig aufzuhalten. »Genbanken, in denen die Samen von Wildpflanzen wie im Botanischen Garten der Universität Osnabrück gesammelt und für lange Zeiträume unter Kühlbedingungen gelagert werden können, sind ein effizientes Mittel, um vielfältige Pflanzenressourcen zu bewahren und nicht zuletzt für gezielte Erhaltungsmaßnahmen des Naturschutzes bereitzustellen«, so Umweltminister Sander.«

Die langjährigen Bemühungen Botanischer Gärten zum Schutz pflanzengenetischer Ressourcen fanden erfreulicherweise erstmals Eingang in einen Koalitionsvertrag. Darin heißt es: »Die wichtige Rolle der Botanischen Gärten und Sammlungen werden wir stärken«. »Wir wollen, dass Deutschland seinen internationalen Verpflichtungen beim Artenschutz gerecht wird und den Schutz der vom Aussterben bedrohten Arten stärkt, beispielsweise durch ihren Erhalt in Botanischen Gärten und in Genbanken«, erklärt die FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Happach-Kasan nach dem Rundgang. »Hier im Botanischen Garten in Osnabrück wird dabei gute Arbeit geleistet. Das ist eine sehr positive Entwicklung, insbesondere im Jahr der Biodiversität.«

Der Botanische Garten der Universität Osnabrück koordiniert seit Juli 2009 die »Genbank für Wildpflanzen für Ernährung und Landwirtschaft« (WEL). Die Genbank ist in das Nationale Fachprogramm zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eingegliedert. Für dieses Projekt stehen insgesamt über 820.000 Euro von der Bundesanstalt für Ernährung und Landwirtschaft zur Verfügung.

»Mit dem zunehmenden Verlust der Wildpflanzenvielfalt bzw. der stetigen Abnahme ihrer Populationsgröße und -anzahl ist damit auch deren genetische Variabilität zunehmend eingeschränkt«, so Prof. Dr. Sabine Zachgo, Direktorin des Botanischen Gartens. »Dieses nationale Projekt dient dazu, heimische Pflanzenressourcen zur Anpassung an veränderte Klimabedingungen und Landschaftsstrukturen für Züchtungs- und Forschungszwecke zu erhalten.«

Weitere Informationen

Botanischer Garten der Universität Osnabrück,
Dr. Peter Borgmann, Koordinator Genbank WEL,
Tel: +49 541 969-2701,
borgmann@biologie.uni-osnabrueck.de