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Pressemeldung
Nr. 268 / 2011
01. Juli 2011 : Sprachpolitik und Frieden - Internationales Symposium an der Universität Osnabrück
Im Rahmen der diesjährigen »Gastprofessur für Frieden und Globale Gerechtigkeit« findet ab Donnerstag, 7. Juli, ein zweitägiges internationales Symposium zum Thema »Sprachenpolitik und Frieden« an der Universität Osnabrück statt. Wissenschaftler aus Südafrika, Mali, Kamerun, Österreich, Spanien, Irland und Deutschland werden unterschiedliche Politikmodelle aus Afrika und dem regionalisierten Europa, die auf die Förderung von Vielsprachigkeit zielen, miteinander vergleichen und auf ihre Toleranz und Frieden stiftendes Potenzial hin untersuchen.
Im Rahmen der diesjährigen »Gastprofessur für Frieden und Globale Gerechtigkeit« findet ab Donnerstag, 7. Juli, ein zweitägiges internationales Symposium zum Thema »Sprachenpolitik und Frieden« an der Universität Osnabrück statt. Wissenschaftler aus Südafrika, Mali, Kamerun, Österreich, Spanien, Irland und Deutschland werden unterschiedliche Politikmodelle aus Afrika und dem regionalisierten Europa, die auf die Förderung von Vielsprachigkeit zielen, miteinander vergleichen und auf ihre Toleranz und Frieden stiftendes Potenzial hin untersuchen.
Friedensgastprofessor Dr. Neville Edward Alexander aus Kapstadt, einer der bekanntesten intellektuellen Vordenker des »Neuen Südafrika«, ist der Initiator des Osnabrücker Symposiums. »Sprachenpolitik kann einerseits dafür eingesetzt werden, soziale Konflikte zu schüren, sie kann andererseits auch Mittel zum Aufbau einer toleranten und friedlichen Koexistenz von Gemeinschaften unterschiedlicher Sprachen in einem politischen Gebilde sein«, erläutert Prof. Alexander. Mit beiden Seiten von Sprachenpolitik wurden in Südafrika, der Europäischen Union, der Afrikanischen Union, in Irland, Spanien, Belgien, den Balitischen Staaten und den Staaten des ehemaligen Jugoslawien Erfahrungen gesammelt. In der Europäischen Union hat man sich politisch auf den Schutz und die Förderung von Regional- und Minderheitensprachen festgelegt.
»Insbesondere die Erfahrungen von Friedensgastprofessor Dr. Alexander in dem von ihm maßgeblich initiierten afrikanischen Modellprojekt bilingualer und frühkindlicher Spracherziehung können für die EU, Deutschland und die Region Westfalens wertvolle Impulse geben, insbesondere bei der Frage der Integration von Migranten, die künftig immer mehr Gewicht haben wird«, so Prof. Dr. Arnulf von Scheliha, Koordinator der Friedensgastprofessuren an der Universität Osnabrück.
Prof. Alexander hat an der Universität Tübingen in deutscher Literaturwissenschaft promoviert und ist derzeit Professor an den südafrikanischen Universitäten Kapstadt und Stellenbosch. Der Lehrschwerpunkt liegt im Bereich innergesellschaftlicher Konfliktregelung und Verständigung insbesondere auf dem Gebiet der Sprachenpolitik.
Das Symposium wird durch die Stiftung Westfalen-Initiative gefördert. Weitere Informationen zu der Veranstaltung: Institut für Evangelische Theologie der Universität Osnabrück, Tel. 0541-969-4285, E-Mail: evantheo@uni-osnabrueck.de
Weitere Informationen
Prof. Dr. Arnulf von Scheliha, Universität Osnabrück,
Institut für Evangelische Theologie,
Neuer Graben 29 / Schloss, 49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 969 4336, Fax +49 541 969 4772,
arnulf.von.scheliha@uni-osnabrueck.de
