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Pressemeldung

Nr. 257 / 2010

03. September 2010 : Transformation religiöser Vorstellungen in der Antike - Internationale Konferenz »Interpretatio« an der Universität Osnabrück

Migration und der Austausch zwischen verschiedenen Religionen führt – damals wie heute – zum Entstehen neuer Glaubensvorstellungen, Kultpraktiken, neuer Philosophien und Religionen. Unter dem Titel »Interpretatio. Religiöse Kommunikation zwischen Globalisierung und Partikularisierung« lädt die Universität Osnabrück von Donnerstag, 9. September bis Samstag, 11. September zu einer internationalen Konferenz in den Zimeliensaal der Universitätsbibliothek ein, um zu einem tiefgreifenderen Verständnis der Transformation religiöser Vorstellungen im Römischen Reich beizutragen.

Migration und der Austausch zwischen verschiedenen Religionen führt – damals wie heute – zum Entstehen neuer Glaubensvorstellungen, Kultpraktiken, neuer Philosophien und Religionen. Unter dem Titel »Interpretatio. Religiöse Kommunikation zwischen Globalisierung und Partikularisierung« lädt die Universität Osnabrück von Donnerstag, 9. September bis Samstag, 11. September zu einer internationalen Konferenz in den Zimeliensaal der Universitätsbibliothek ein, um zu einem tiefgreifenderen Verständnis der Transformation religiöser Vorstellungen im Römischen Reich beizutragen.

In der Antike waren die meisten Religionen oder Kulte sehr kleinräumig organisiert und beeinflussten sich gegenseitig. »Der religiöse Diskurs führte zu ständigen religiösen Transformationen, wie die Übernahme neuer Kultpraktiken und religiöser Medien«, erläutert die Osnabrücker Kongressleiterin Prof. Dr. Christiane Kunst, vom Fachgebiet Alte Geschichte. »Wir werden auf der Tagung die Phänomene einer Transformation religiöser Vorstellungen in einer multikulturellen, globalen Welt genau anschauen, die ja nicht nur in der Antike sondern auch heute noch in den Weltreligionen hoch aktuell sind.«

In diesem Kontext ist die »interpretatio«, die jeweilige Deutung und Übersetzung, ein bedeutender Mechanismus zur Überwindung kultureller Unterschiede in der Antike. Caesar benutzte lateinische Namen für die wichtigsten Götter der Gallier: Mercur, Mars, Jupiter, Apollo und Minerva. Doch warum wählten auch die Gallier bewusst lateinische Götternamen? Verbargen sich dahinter die gleichen Gottheiten? »Wesentliches Anliegen der Konferenz wird es sein, die Prozesse des Phänomens »interpretatio« zu thematisieren, statt - wie bisher hauptsächlich geschehen - Listen griechisch-römischer Götternamen und ihrer vermutlich indigenen Entsprechung zusammenzustellen«, so der Mitorganisator der Tagung, Dr. Ralph Häussler.

Die Konferenz ist interdisziplinär angelegt, ein Forum für Historiker, Archäologen, Epigraphiker, Linguisten, Religionswissenschaftler und Anthropologen. Den Eröffnungsvortrag zum Thema »Die Riten der Anderen« hält am Donnerstag, 9. September (19 Uhr, Zimeliensaal, Universitätsbibliothek), Dr. Clifford Ando, Professor für Altertumswissenschaften an der Universität Chicago und Spezialist auf dem Gebiet der römischen Religion. Er wird die religiösen Entscheidungen in den Provinzen außerhalb Roms in ihrem politischen und kulturellen Kontext deuten. Interessierte sind zu diesem öffentlichen Vortrag willkommen.

Weitere Informationen zu der Konferenz unter www.interpretatio.uni-osnabrueck.de.

Weitere Informationen

Dr. Ralph Häussler, Universität Osnabrück,
Fachgebiet Alte Geschichte,
Schloßstraße 8, 49069 Osnabrück,
Tel. +49 541 580 75 59,
ralph.haeussler@uni-osnabrueck.de
www.interpretatio.uni-osnabrueck.de