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Pressemeldung
Nr. 298 / 2010
21. Oktober 2010 : Universität Osnabrück trauert um Loki Schmidt - Große Verdienste beim Aufbau des Botanischen Gartens – Erste offizielle Genbank für Wildpflanzen trägt ihren Namen
Prof. Dr. h.c. Hannelore (Loki) Schmidt ist am Donnerstag (21.10.) im Alter von 91 Jahren gestorben. Die Ehefrau des Altkanzlers Helmut Schmidt war der Universität Osnabrück seit dem Aufbau des Botanischen Gartens in vielfacher Weise verbunden. 2003 gelang es mit ihrer Hilfe, die erste offizielle Genbank für Wildpflanzen zu eröffnen. »Wir haben die Nachricht mit großer Betroffenheit aufgenommen und danken ihr für ihr unermüdliches Engagement für den Botanischen Garten«, so Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Claus Rollinger.
Prof. Dr. h.c. Hannelore (Loki) Schmidt ist am Donnerstag (21.10.) im Alter von 91 Jahren gestorben. Die Ehefrau des Altkanzlers Helmut Schmidt war der Universität Osnabrück seit dem Aufbau des Botanischen Gartens in vielfacher Weise verbunden. 2003 gelang es mit ihrer Hilfe, die erste offizielle Genbank für Wildpflanzen zu eröffnen. »Wir haben die Nachricht von ihrem Tode mit großer Betroffenheit aufgenommen und danken ihr für ihr unermüdliches Engagement für den Botanischen Garten«, so Universitätspräsident Prof. Dr.-Ing. Claus Rollinger.
Als eine der ersten hatte Loki Schmidt bereits vor 30 Jahren die Notwendigkeit der Konservierung von Wildpflanzensaatgut erkannt. Sie rief die »Stiftung zum Schutz der gefährdeten Pflanzen« ins Leben. Seit 1980 benannte sie im Namen der Stiftung die »Blume des Jahres«. Viele Buchveröffentlichungen über botanische Themen folgten, so auch 1997 das erfolgreiche Grundlagenwerk »Die Botanischen Gärten in Deutschland«, in dem auch der Garten der Universität Osnabrück ausführlich beschrieben wird.
»Mit dem Saatgut, welches Loki Schmidt selbst gesammelt hat, wurde im Botanischen Garten 2003 der Grundstock für die ‚Loki Schmidt Genbank für Wildpflanzen’ gelegt. Der Aufbau und der Ausbau der dafür benötigten Infrastruktur schaffte die Voraussetzungen für ein weiterführendes nationales Genbankprojekt, mit denen wir ihr Ziel, gefährdete Pflanzen zu schützen und sie zu erhalten zukünftig weiter intensiv verfolgen«, erklärt Prof. Dr. Sabine Zachgo, Direktorin des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück.
»Ich träume einen Garten« war 1987 ihr Festvortrag zur Benefizveranstaltung des Freundeskreises des Botanischen Gartens überschrieben. Unvergessen sind auch ihre »Gedanken einer Freundin des Gartens« die sie 1998 zu Eröffnung des Regenwaldhauses vortrug. »Dieser Traum vom Garten ist in Osnabrück Wirklichkeit geworden. Für ihren Einsatz diesen Traum zu realisieren und ihn weiter zu entwickeln werden wir ihr immer dankbar sein«, so Zachgo.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Sabine Zachgo,
Direktorin des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück,
Albrechtstraße 29, 49076 Osnabrück,
Tel.: +49 541 969 2840, Fax +49 541 969 2724,
zachgo@biologie.uni-osnabrueck.de
