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Pressemeldung
Nr. 219 / 2009
18. Juni 2009 : Wegbereiterin für Toleranz - Uni Osnabrück: Vortrag über die »Kirchenmutter« Katharina Schütz Zell (1497–1562)
Das Interdisziplinäre Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Universität Osnabrück lädt am Mittwoch, 24. Juni, um 18.15 Uhr im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek, Alte Münze 16, zum Vortrag in der Reihe »Frühe Neuzeit-Forschung in Niedersachsen« ein. Zu Gast ist die Oldenburger Kirchenhistorikerin Prof. Dr. Andrea Strübind, die über die Straßburger Reformatorin und streitbare »Kirchenmutter« Katharina Schütz Zell (1497–1562) sprechen wird. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.
Das Interdisziplinäre Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (IKFN) der Universität Osnabrück lädt am Mittwoch, 24. Juni, um 18.15 Uhr im Zimeliensaal der Universitätsbibliothek, Alte Münze 16, zum Vortrag in der Reihe »Frühe Neuzeit-Forschung in Niedersachsen« ein. Zu Gast ist die Oldenburger Kirchenhistorikerin Prof. Dr. Andrea Strübind, die über die Straßburger Reformatorin und streitbare »Kirchenmutter« Katharina Schütz Zell (1497–1562) sprechen wird. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.
Zell setzte sich in ihren Schriften und ihrer Korrespondenz für religiöse Toleranz ein und verurteilte ein gewaltsames Vorgehen der Obrigkeit gegen Dissidenten und jede Form des Glaubenszwangs. Vor dem Hintergrund der entstehenden reformatorischen Bewegung in Straßburg sollen ihre theologischen Argumente und ihr aktiver Einsatz für die Verfolgten sowie ihre Bedeutung für die Geschichte der Toleranz thematisiert werden. Dabei kommt auch ihre Verbindung zu dem humanistischen Gelehrten und Vorkämpfer für Gewissensfreiheit Sebastian Castellio zur Sprache, der eine für seine Zeit ungewöhnliche Haltung einnahm: »Einen Menschen töten heißt nicht, eine Lehre zu verteidigen, sondern einen Menschen töten.«
Strübind ist Professorin für Kirchengeschichte und Historische Theologie an der Universität Oldenburg. Die Reformationsgeschichte gehört seit langem zu ihren Forschungsschwerpunkten. Ihr Vortrag ist der letzte Termin im Rahmen der Reihe »Frühe Neuzeit-Forschung in Niedersachsen«, die einen Überblick über das große Forschungspotenzial in Niedersachsen gibt und vom Osnabrücker IKFN in Zusammenarbeit mit der Stiftung Niedersachsen veranstaltet wird.
Weitere Informationen
Prof. Dr. Wolfgang Adam, Universität Osnabrück,
Interdisziplinäres Institut für Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit,
Neuer Graben 19/21, 49074 Osnabrück,
Telefon +49 541 969 4457 / 4535,
wadam@uni-osnabrueck.de
