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Pressemeldung

Nr. 277 / 2008

23. Oktober 2008 : Wie kann man Atome sichtbar machen? - Universität Osnabrück: Fachbereich Physik lädt zu Vortrag

Wie gelingt der »Blick in die Nano-Welt«? Dies erklärt am Donnerstag, 30. Oktober, die Physikerin Dr. Angelika Kühnle von der Universität Osnabrück im Rahmen der Reihe »Wir erklären die Nobelpreise«. Um 20 Uhr befasst sich die Wissenschaftlerin im Fachbereich Physik, Barabarastraße7, Raum 32/102 (großer Hörsaal), mit modernen Methoden, welche die Nano-Welt sichtbar machen und berichtet auch über eigene Forschungen. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen.

Wie gelingt der »Blick in die Nano-Welt«? Dies erklärt am Donnerstag, 30. Oktober, die Physikerin Dr. Angelika Kühnle von der Universität Osnabrück im Rahmen der Reihe »Wir erklären die Nobelpreise«. Um 20 Uhr befasst sich die Wissenschaftlerin im Fachbereich Physik, Barabarastraße7, Raum 32/102 (großer Hörsaal), mit modernen Methoden, welche die Nano-Welt sichtbar machen und berichtet auch über eigene Forschungen. Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich willkommen.

Zum Hintergrund: Bereits im Jahre 1959 entwickelte der Physiker und Nobelpreisträger Richard Feynman in einer heute berühmten Rede die Vision, dass wir eines Tages in der Lage sein würden, einzelne Atome und Moleküle, die Bausteine aller Materie, abzubilden und gezielt zu manipulieren. Im Jahre 1982 gelang den Physikern Gerd Binnig und Heinrich Rohrer der Durchbruch bei der Verwirklichung der ersten Schritte dieser Vision: Sie entwickelten ein Gerät, mit dem einzelne Atome von Metalloberflächen abgebildet werden können. Mit diesem sogenannten Rastertunnelmikroskop konnten sie die hohe Auflösung des von Ernst Ruska entwickelten Rasterelektronenmikroskops noch weiter verbessern. Damit war der Blick in die Nano-Welt, wie man den Bereich kleinster Strukturen von der Größe eines Milliardstel Meters nennt, eröffnet.

»Der Siegeszug des Rastertunnelmikroskops liegt vor allem darin begründet, dass diese Technik wie kaum eine andere visuelle Einblicke in den Aufbau der Materie bietet, die wertvolle Informationen über Oberflächeneigenschaften liefern und zum Verständnis der Wechselwirkungen in atomaren Größenordnungen beitragen«, so Kühnle. Diese rasante Erfolgsgeschichte zeichnete sich sehr schnell ab, weshalb Ernst Ruska, Gerd Binnig und Heinrich Rohrer bereits im Jahre 1986 den Nobelpreis in Physik verliehen bekamen.

Weitere Informationen

Apl. Prof. Dr. Heinz-Jürgen Schmidt, Universität Osnabrück,
Fachbereich Physik,
Barbarastraße 7, 49076 Osnabrück,
Telefon: +49 541 969 2693, Fax +49 541 969 2670,
hschmidt@uni-osnabrueck.de