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Pressemeldung
Nr. 384 / 2011
15. November 2011 : Wie steht es um die Lesekompetenz von Auszubildenden? - Bohnenkamp-Stiftung fördert Begleitstudie an der Universität Osnabrück
Als eine der wichtigsten Schlüsselkompetenzen in unserer schriftbasierten Gesellschaft dient das Lesen unter anderem dazu, eigene Potenziale zu entwickeln, persönliche und berufliche Ziele zu erreichen und am kulturellen und politischen Leben teilnehmen zu können. Wie es um die Lesekompetenz von Auszubildenden bestellt ist, untersuchen jetzt die beiden Wissenschaftler der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Thomas Bals und Prof. Dr. Christina Noack, in einer »Begleitstudie zur Lesekompetenz von Auszubildenden« (BELkA). Die Studie, die die Initiative »Zukunft Bilden« der Neuen Osnabrücker Zeitung über einen Zeitraum von acht Monaten wissenschaftlich begleitet, wird von der Friedel und Gisela Bohnenkamp-Stiftung mit 50.000 Euro unterstützt.
Als eine der wichtigsten Schlüsselkompetenzen in unserer schriftbasierten Gesellschaft dient das Lesen unter anderem dazu, eigene Potenziale zu entwickeln, persönliche und berufliche Ziele zu erreichen und am kulturellen und politischen Leben teilnehmen zu können. Wie es um die Lesekompetenz von Auszubildenden bestellt ist, untersuchen jetzt die beiden Wissenschaftler der Universität Osnabrück, Prof. Dr. Thomas Bals und Prof. Dr. Christina Noack, in einer »Begleitstudie zur Lesekompetenz von Auszubildenden« (BELkA). Die Studie, die die Initiative »Zukunft Bilden« der Neuen Osnabrücker Zeitung über einen Zeitraum von acht Monaten wissenschaftlich begleitet, wird von der Friedel und Gisela Bohnenkamp-Stiftung mit 50.000 Euro unterstützt.
»Zukunft Bilden« ist ein Bildungsprojekt zur außerschulischen und außerbetrieblichen Förderung und Qualifizierung von Auszubildenden verschiedenster Berufe in Osnabrück, dem Landkreis sowie dem Emsland. Diese sollen durch die Lektüre einer regionalen Tageszeitung in wichtigen Kompetenzen gefördert werden: Hierzu gehören die Förderung des Allgemeinwissens in den Bereichen der Kultur, Ökonomie, Politik und den Naturwissenschaften. Darüber hinaus soll die Verbesserung der Medien- (hier vor allem Printmedien) und Lesekompetenz erreicht werden.
Der Fokus von BELkA liegt auf der Messung der Entwicklung der Lesekompetenz bzw. des Leseverständnisses durch die Förderung des Allgemein- und Weltwissens der Jugendlichen. Mit Hilfe der wissenschaftlich fundierten und dokumentierten Projektbegleitung lassen sich Daten zur Wirksamkeit eines solchen Projektes gewinnen, die wiederum als Grundlage für weiterführende Interventionsprogramme im Bereich der außerschulischen sprachlichen Bildung von Auszubildenden dienen können. »Derzeit liegen erst wenige wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse über die Wirksamkeit außerschulischer Lesefördermaßnahmen vor. Wir erhoffen uns von der Studie unter anderem auch neue Impulse für die universitäre Lehrerausbildung«, erklärt Prof. Noack vom Institut für Germanistik.
Besonders interessant für die an diesem Projekt beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist der Fokus auf die bisher in der Lesekompetenzforschung vernachlässigte Gruppe der Berufsschülerinnen und -schüler: »Auszubildende galten und gelten heute immer noch als eine wenig erforschte Gruppe, vor allem im Bereich der Lesekompetenz, da sich die meisten Untersuchungen in Folge von PISA auf jüngere Alterskohorten konzentrierten und die Förderprogramme größtenteils Schülerinnen und Schülern der Primar- bzw. Sekundarstufe I galten«, so Prof. Bals, der am Institut für Erziehungswissenschaft tätig ist. BELkA versucht, diese Lücke zu schließen und Einblicke in die Entwicklung der Lesefähigkeiten von jungen Erwachsenen zu gewähren, die nicht mehr (nur) für die Schule, sondern für das Leben, vor allem das Berufsleben, lernen. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitforschung werden aller Voraussicht nach Ende 2012 vorgestellt werden. Das Zusammenwirken der beteiligten Fachgebiete zeigt, dass sich Lesekompetenz auf unterschiedliche Lebensbereiche erstreckt und nur disziplinübergreifend in ihrer gesamten Bedeutung erfasst werden kann, meinen die beiden Wissenschaftler.
Weitere Informationen
Studienrat Jörn Heidemann, Universität Osnabrück
Institut für Informatik
Albrechtstraße 28, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2394
joern.heidemann@uni-osnabrueck.de
