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Pressemeldung
Nr. 97 / 2011
16. März 2011 : Wie wirkt sich Landnutzung auf ein Ökosystem aus? - Uni Osnabrück: Neues Forschungsprojekt am Institut für Umweltsystemforschung
»Mikrobielle Gemeinschaften im Boden sind entscheidend für das Funktionieren von Ökosystemen. Deshalb ist es wichtig zu erforschen, wodurch ihre Aktivität gesteuert und beeinflusst wird«, erklärt Prof. Dr. Michael Matthies vom Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück. In dem Projekt »Interaction of biogeochemical interfaces and microbial function in different soils« soll die Beschaffenheit mikrobieller Gemeinschaften in Abhängigkeit von unterschiedlichen biotischen und abiotischen Bedingungen untersucht werden.
»Mikrobielle Gemeinschaften im Boden sind entscheidend für das Funktionieren von Ökosystemen. Deshalb ist es wichtig zu erforschen, wodurch ihre Aktivität gesteuert und beeinflusst wird«, erklärt Prof. Dr. Michael Matthies vom Institut für Umweltsystemforschung der Universität Osnabrück. In dem Projekt »Interaction of biogeochemical interfaces and microbial function in different soils« soll die Beschaffenheit mikrobieller Gemeinschaften in Abhängigkeit von unterschiedlichen biotischen und abiotischen Bedingungen untersucht werden. Das im April beginnende Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Rahmen des Schwerpunktprogramms »Biodiversitäts-Exploratorien« mit 153.000 Euro gefördert.
Das Leben in Ökosystemen wird unter anderem durch unterschiedliche Intensitäten der Landnutzung bedingt. In dem Projekt soll daher der Zusammenhang zwischen pflanzlicher Diversität und mikrobiellen Gemeinschaften unter dem Einfluss verschiedener Landnutzungsintensitäten in Grünlandstandorten ermittelt werden. Dabei sollen zum einen Stickstoff-fixerende und zum anderen Ammonium-oxidierende Mikroorganismen untersucht werden, da beide Organismengruppen essentiell für den mikrobiellen Stickstoffumsatz in Böden sind. Hierfür werden molekulare Methoden angewendet und mit isotopischen Verfahren verknüpft.
»Zusammenfassend hoffen wir, zu erfahren, wie letztendlich die Nutzung von Ökosystemen deren mikrobielle Diversität und damit Leistungsfähigkeit beeinflusst«, so Matthies. Neben der Universität Osnabrück sind auch das Helmholtz-Zentrum und die TU München an dem Projekt beteiligt.
Weitere Informationen
Prof. Dr. rer. nat. Michael Matthies
Universität Osnabrück, Institut für Umweltsystemforschung
Barbarastraße 12, 49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 2576
matthies@uni-osnabrueck.de
