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Pressemeldung
Nr. 318 / 2010
05. November 2010 : Wissenschaft zwischen Anwendungsinteressen und Forschungsfreiheit - Uni Osnabrück: Zentrum für Promovierende startet Ringvorlesung zur Wissenschaftstheorie
Wie wirkt sich die Vorherrschaft von Anwendungsinteressen auf den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess aus? Kann sich Wissenschaft unter diesen Bedingungen überhaupt noch auf Grundlagenforschung und auf Forschung mit völlig unabsehbaren Ergebnissen einlassen? Droht sie nicht, ihre Unparteilichkeit und Objektivität zu verlieren? Diese Fragen untersucht der Bielefelder Philosoph PD Dr. Torsten Wilholt anhand von Beispielen im Eröffnungsvortrag der Ringvorlesung Wissenschaftstheorie des Zentrums für Promovierende an der Universität Osnabrück (ZePrOs).
Wie wirkt sich die Vorherrschaft von Anwendungsinteressen auf den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess aus? Kann sich Wissenschaft unter diesen Bedingungen überhaupt noch auf Grundlagenforschung und auf Forschung mit völlig unabsehbaren Ergebnissen einlassen? Droht sie nicht, ihre Unparteilichkeit und Objektivität zu verlieren? Diese Fragen untersucht der Bielefelder Philosoph PD Dr. Torsten Wilholt anhand von Beispielen im Eröffnungsvortrag der Ringvorlesung Wissenschaftstheorie des Zentrums für Promovierende an der Universität Osnabrück (ZePrOs). Der Bielefelder Philosoph spricht am Mittwoch, 10. November, um 18 Uhr in der Kolpingstraße 7, Raum 01/B01; eingeladen sind alle Studierenden und alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sowie die interessierte Öffentlichkeit.
»Das Ziel unserer Ringvorlesung zur Wissenschaftstheorie ist es, Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Professoren und Studierende der Universität über die Grenzen der Fachdisziplinen hinweg über wissenschaftliche Methodik und Theoriebildung und ihre Entstehungskontexte ins Gespräch zu bringen«, so die Koordinatorin Dr. Krenzel-Zingerle. Weitere Vorträge der Reihe werden sich mit der grundlegenden Frage »Was ist Wissenschaft?«, mit der erfahrungswissenschaftlichen Methode, mit dem wissenschaftstheoretischen Strukturalismus und mit der aktuellen Debatte um den neuronalen Determinismus auseinandersetzen. PD Dr. Torsten Wilholt war Mitglied der Forschungsgruppe »Wissenschaft im Anwendungskontext« im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) an der Universität Bielefeld und hat sich im Juni 2010 mit einer Arbeit zu den philosophischen Grundlagen der Forschungsfreiheit habilitiert.
Weitere Informationen
Dr. Veronika Krenzel-Zingerle
Koordinatorin für den Fachcluster Geisteswissenschaften
Zentrum für Promovierende an der Universität Osnabrück
Neuer Graben 39, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 6222
veronika.krenzel-zingerle@uni-osnabrueck.de
