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Pressemeldung

Nr. 18 / 2011

17. Januar 2011 : »Zum Umgang mit nicht-staatlichen Gewaltakteuren« - Uni Osnabrück lädt ein zu Workshop mit renommierten Friedensforschern

Ob nun Piraten oder Banditen, Söldner oder Kriegsherren, Rebellen oder Partisanen, Milizen oder private Sicherheitsfirmen – die heutigen Konflikt- und Krisenregionen der Welt sind in einem hohen Maße durch unterschiedliche Formen nicht-staatlicher Gewalt gekennzeichnet. Diese stellen, wie sich am Beispiel Afghanistans oder Somalias zeigen lässt, auch die internationale Politik vor erhebliche Herausforderungen. Mit der Frage nach dem geeigneten Umgang mit nicht-staatlichen Gewaltakteuren, sei es in der Forschung, sei es in der praktischen Politik, beschäftigt sich ein Workshop an der Universität Osnabrück, der von Mittwoch, 19. Januar, bis zum Freitag, 21. Januar, stattfindet.

Ob nun Piraten oder Banditen, Söldner oder Kriegsherren, Rebellen oder Partisanen, Milizen oder private Sicherheitsfirmen – die heutigen Konflikt- und Krisenregionen der Welt sind in einem hohen Maße durch unterschiedliche Formen nicht-staatlicher Gewalt gekennzeichnet. Diese stellen, wie sich am Beispiel Afghanistans oder Somalias zeigen lässt, auch die internationale Politik vor erhebliche Herausforderungen. Mit der Frage nach dem geeigneten Umgang mit nicht-staatlichen Gewaltakteuren, sei es in der Forschung, sei es in der praktischen Politik, beschäftigt sich ein Workshop an der Universität Osnabrück, der von Mittwoch, 19. Januar, bis zum Freitag, 21. Januar, stattfindet.

Organisiert wird die Tagung von dem Osnabrücker Friedens- und Konfliktforscher Prof. Dr. Ulrich Schneckener in Kooperation mit Prof. Dr. Klaus Schlichte von der Universität Bremen. Unterstützt wird der Workshop von der Deutschen Stiftung Friedensforschung, deren Geschäftsstelle ihren Sitz in Osnabrück hat. Erwartet werden über 30 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen von unterschiedlichen Universitäten und Forschungsinstituten aus Deutschland und dem europäischen Ausland.

»Unser Ziel ist es, zum einen die bestehende Forschung zu sichten und ein wenig Bilanz zu ziehen und zum anderen neue Forschungsperspektiven zu nicht-staatlichen Gewaltakteuren zu entwickeln«, so Prof. Schneckener. Der Workshop wird sich mit drei Themenbereichen beschäftigen: In einem ersten Block wollen sich die Teilnehmer mit der Verhältnis von nichtstaatlicher und staatlicher Gewalt beschäftigen und der Frage nachgehen, ob und inwieweit bewaffnete Gruppen auch als »Staatsgründer« oder »Statebuilder« fungieren. Zweitens widmet sich der Workshop der Frage, wie sich die Gewaltakteure zu ihrem gesellschaftlichen Umfeld verhalten, welche typischen Kontextbedingungen es gibt und wie die Akteure mit der Bevölkerung interagieren. Schließlich will die Tagung drittens verschiedene Ansätze und Strategien im Umgang mit bewaffneten Gruppen und deren Auswirkungen auf die internationale Politik untersuchen. Diese Punkte werden stets an Fallbeispielen illustriert: Geplant sind beispielsweise Beiträge zum Phänomen der Piraterie und der organisierten Kriminalität, zu islamistischen Bewegungen oder zu afrikanischen Konfliktkontexten.

Weitere Informationen

Prof. Dr. Ulrich Schneckener, Universität Osnabrück
Fachbereich Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33, 49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4697
ulrich.schneckener@uni-osnabrueck.de