Europäische Studien (Master)

Unterrichtssprache

Deutsch. Seminararbeiten und die Masterarbeit können in Englisch verfasst werden.

Abschlüsse

Master of Arts (M.A.)

Studienbeginn

Wintersemester, Sommersemester

Anmeldung bis

Bewerbungstermine entnehmen Sie bitte der Übersicht unter Termine und Fristen. (Master Europäische Studien)

Studienvoraussetzungen

Für den Masterstudiengang müssen gute Kenntnisse in Englisch und einer weiteren modernen Fremdsprache nachgewiesen werden. Als Studienvoraussetzung wird ein Bachelor Europäische Studien oder Politikwissenschaft mit Schwerpunktsetzung auf europäische Themen oder ein vergleichbarer Studienabschluss gefordert. Näheres finden Sie in der Zugangsordnung.

Regelstudienzeit

4 Semester

Adresse

Europäische Studien
Fachbereich Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33

49069 Osnabrück

Tel.: +49 541 969 4612
Fax: +49 541 969 4600

E-Mail:
Klaus Busch klaus.busch@uni-osnabrueck.de
Andrea Lenschow andrea.lenschow@uni-osnabrueck.de
Helmut Voelzkow helmut.voelzkow@uni-osnabrueck.de (Vorsitzender des Prüfungsausschusses)
Hannelore Miete hannelore.miete@uni-osnabrueck.de

Kurzbeschreibung des Faches

Ziel des Master-Studiengangs ist es, Studierenden eine inhaltliche Vertiefung in den Europäischen Studien zu bieten. Dabei geht es um die Vermittlung vertiefter und differenzierter Kenntnisse in zwei Schwerpunktbereichen, nämlich dem der europäischen Integration sowie dem der Transformation nationaler politischer Systeme im Rahmen der europäischen Integration. In beiden Themenbereichen sollen sowohl theoretische Konzepte als auch empirische Erkenntnisse vermittelt werden. Schwerpunktmäßig werden dabei aktuelle Tendenzen der europäischen Integration und der Transformation des EU-Systems sowie die Transformation nationaler politischer Systeme und ihrer Subsysteme im Zentrum des Interesses stehen. Darüber hinaus wird die Praxis wissenschaftlichen Arbeitens eingeübt bzw. vertieft; dies insbesondere im Rahmen des Besuches eines Forschungsseminars und der Erstellung der Master-Arbeit. Schließlich kann über Praktika, aber auch im Rahmen der Forschungsseminare, soweit sie praxisnahe Themen bearbeiten, sowie über Spezialkurse, die von Praktikern der EU angeboten werden, ein direkterer Bezug zu verschiedenen Berufsfeldern hergestellt werden.


Das Programm ist auf vier Semester angelegt; die ersten zwei Semester sind der inhaltlichen Vertiefung der oben genannten Themenbereiche gewidmet; wobei in jedem Schwerpunktbereich zwei Module (von je zehn Leistungspunkten) zu belegen sind. Im dritten Semester werden über arbeitsintensive Forschungsseminare ausgewählte Themen in Projektform bearbeitet, wobei (begrenzte) Forschungsphasen eingeplant sind. Studierende wählen eines der beiden angebotenen Forschungsseminare, die sich auf die beiden Schwerpunktthemen des Master-Studiengangs beziehen. Über je zwei Wahlkurse pro Semester, die aus dem Angebot des Fachbereichs, aber auch aus dem der Nebenfächer des Bachelor-Studiengangs oder verwandter Fächer gewählt werden können, besteht die Möglichkeit, einzelne Aspekte der thematischen Schwerpunkte vertiefend zu behandeln oder aber in einen breiteren Zusammenhang einzubetten. Im dritten Semester findet die mündliche Abschlussprüfung statt. Im vierten Semester wird dann mit der Master-Arbeit eine eigenständige Forschungsarbeit erstellt. Im Rahmen des Master-Studiengangs ist ein obligatorisches Auslandsjahr vorgesehen, das in der Regel im ersten Studienjahr absolviert werden soll. Auslandsstudien während der Bachelor-Phase können auf diese Verpflichtung angerechnet werden. (Studienverlaufsplan)

Fachspezifika in Osnabrück

Studieninhalte

Im Master-Studiengang Europäische Integration und Transformation nationaler politischer Systeme stehen zwei Fragenkreise im Vordergrund:


1. In welcher Weise bildet sich die EU zu einem neuartigen politischen System neben und über den nationalen Staaten heraus und welcher Formen und Muster des Regierens (modes of governance) bedient sie sich?


2. In welcher Weise werden die nationalen politischen Systeme Europas unter dem Einfluss der europäischen Integration bzw. europäischer Modi der Governance transformiert?


Im Rahmen des ersten Fragenkreises sind insbesondere die institutionellen Strukturen des EU-Systems, die aktuellen Prozesse seiner Transformation sowie die damit verbundene Transformation der Steuerungsmodi zu analysieren und die inhaltliche Einordnung dieses Systems zwischen Nationalstaat, Internationaler Organisation und Empire zu leisten. Des weiteren sind Formen, Muster, Instrumentarien und Outcomes des Policy-Makings in verschiedenen Sektoren, Funktionsbereichen und Politikfeldern zu untersuchen und im Zusammenhang mit den systemischen Strukturen der EU zu verorten. Leitfrage ist dabei, ob und inwieweit das Policy-Making der EU signifikant von dem auf nationaler Ebene abweicht und inwieweit EU-spezifische Formen des Policy-Making in ihrer Gesamtheit neue Modi der Governance konstituieren.
Im zweiten Bereich sollen Fragen der Transformation politischer Systeme auf nationalem Niveau thematisiert werden. Dabei geht es einerseits um die Frage nach der Aushöhlung der demokratischen und wohlfahrtsstaatlichen Verfasstheit der Mitgliedstaaten der EU; andererseits um Prozesse der Transformation und Modernisierung der nationalen Staaten und ihrer politischen und sozialen Systeme im Rahmen der europäischen Integration. Leitfrage ist dabei, inwieweit die europäische Integration Transformationsprozesse in den Mitgliedstaaten auslöst bzw. inwieweit diese in Form, Verlauf und Entwicklungsrichtung von Eigendynamiken beeinflusst werden, die den nationalen politischen Systemen inhärent sind.

Kooperationen

Der Fachbereich Sozialwissenschaften hat mit 27 Partner-Universitäten im Ausland Kooperationsverträge für das Auslandsstudienjahr abgeschlossen. Teilweise können an diesen Universitäten auch MA-Abschlüsse erworben werden

Berufsfelder

Der Master-Studiengang „Europäische Integration und Transformation nationaler politischer Systeme“ qualifiziert für herausgehobene Positionen in europabezogenen Praxisfeldern, z. B. in staatlichen Verwaltungen der nationalen und subnationalen Ebene, bei Parteien und Verbänden, Wirtschaftsunternehmen, Bildungseinrichtungen sowie Medien und schließlich bei den Institutionen der Europäischen Union sowie internationalen Organisationen.

weiterführende Links

Fachbereich Sozialwissenschaften

Downloads

 

letzte Änderung: 13-Jun-2005
geändert durch: Kerstin Schnieder
verantwortlich für den Inhalt: Pressestelle