Unterrichtssprache
Deutsch
Abschlüsse
Ab WS 2006/07 nur noch Bachelor/Master.
Angewandte Systemwissenschaft kann als grundständiger Studiengang oder als Ergänzungsstudiengang (kostenpflichtig) studiert werden.
Studienbeginn
Wintersemester
Anmeldung bis
Bewerbungstermine entnehmen Sie bitte der Übersicht
unter Termine und Fristen.
Studienvoraussetzungen
Für den grundständigen Studiengang:
Allgemeine Hochschulreife
Für den Ergänzungsstudiengang:
Diplom-, Master- oder Bachelorprüfung eines universitären Studienganges in einem fachlich einschlägigen Studiengang oder in einem verwandten Fach mit mindestens der Note „befriedigend“.
Abgeschlossenes gleichwertiges Studium an einer vergleichbaren ausländischen Hochschule.
Kann kein Abschluss eines universitären Studienganges nachgewiesen werden, dann muss der Abschluss eines fachlich einschlägigen Hochschulstudiums mit dem Prädikat 2,5 oder besser erfolgt sein.
Einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung können stellen:
Bewerber und Bewerberinnen mit Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien
Bewerber und Bewerberinnen mit Magisterexamen.
Zulassungsbeschränkung: Maximal 13 Personen pro Zulassungstermin.
Regelstudienzeit
Grundständiger Studiengang: 9 Semester
Ergänzungsstudiengang: 4 Semester
Adresse
Ansprechpartner: Prof. Dr. Horst Malchow
Straße: Artilleriestraße 34
PLZ: 49076 Osnabrück
Tel: 0541 969-2499
Fax: 0541 969-2599
E-Mail: horst.malchow@usf.uni-osnabrueck.de
Kurzbeschreibung des Faches
Den Studiengang Angewandte Systemwissenschaft gibt es nur an der Universität Osnabrück. Charakteristika des Studiengangs sind:
- Die interdisziplinäre Analyse auf der Basis der Systemwissenschaft.
- Die Verwendung von mathematischen Methoden wie Modellbildung und Simulation,
- Rechnereinsatz zur Entwicklung und Anwendung moderner Software,
- Einbezug einer breiten Palette von Anwendungsfächern (s.u.).
Zusätzlich werden für den grundständigen Studiengang sowie für den Ergänzungsstudiengang folgende Vertiefungs- und Spezialisierungsrichtungen angeboten.
- Umweltsystemanalyse, u.a. regionale Stoffflussanalyse und Umweltrisikoanalyse,
- Mathematische Modellbildung, unter anderem Strukturbildung und Dynamik in ökologischen Systemen,
- Numerische Lösungsmethoden für gewöhnliche und partielle Differentialgleichungen,
- Stoffstrom-Management und agentenbasierte Modellierung,
- Soziale und ökonomische Systeme, insbesondere Umweltökonomie und ökologische Betriebsführung.
Ein besonderes Charakteristikum ist das Studienprojekt im Umfange von 9 Wochen (grundständiger Studiengang, Hauptstudium) bwz. 6-9 Wochen (Ergänzungsstudiengang), das außerhalb der Universität durchzuführen ist. Dadurch sollen die Studierenden die Anwendung der Systemwissenschaft in der Praxis kennen lernen und spätere Arbeitsmöglichkeiten erfahren. Das Studienprojekt kann in Firmen, Forschungsinstituten, Planungsbüros oder Gebietskörperschaften im In- und Ausland durchgeführt werden. Einige Projekte wurden im Rahmen von Forschungsvorhaben des
Instituts für Umweltsystemforschung betreut.
Fachspezifika in Osnabrück
Grundständiger Studiengang:
Studierende wählen entweder ein oder zwei Anwendungsfächer. Sie umfassen etwa 25% der Lehrveranstaltungen im grundständigen Studiengang.
Als Anwendungsfächer können derzeit gewählt werden:
- Physik
- Chemie
- Biologie
- Volkswirtschaftslehre
- Betriebswirtschaftslehre
- Sozialwissenschaften
- Geographie
- Psychologie
Zu Studienbeginn entscheidet sich der Studierende für eine von zwei Möglichkeiten:
Entweder ein A-Fach und ein B-Fach oder ein vertieftes A-Fach (und dann kein B-Fach).
Unterschiede bestehen nur bis zum Vordiplom. Werden ein A-Fach und ein B-Fach gewählt, so entfallen im Grundstudium auf das A-Fach 12 -14 SWS und auf das B-Fach 8 -10 SWS (je nach gewähltem Anwendungsgebiet).
Wird ein vertieftes A-Fach gewählt, so entfallen auf dieses 18 -21 SWS im Grundstudium.
Während des Hauptstudiums wird nur noch das A-Fach studiert, der Umfang beträgt 18 -22 SWS.
Die Gesamtbelastung durch die Anwendungsfächer oder durch das Anwendungsfach während des Studiums beträgt im Mittel 40 SWS.
Eine weitere Schwerpunktsetzung im Hauptstudium erfolgt in Mathematik oder in Informatik.
Wird Mathematik als Schwerpunktfach gewählt, dann sind mindestens 20 SWS in diesem Fach zu absolvieren und mindestens 12 SWS in der Informatik.
Bei Wahl der Informatik als Schwerpunktfach sind die Zahlenverhältnisse genau umgekehrt.
Durch diese verschiedenen Wahlmöglichkeiten kann der Studierende seine Interessen optimal und flexibel verwirklichen und bis zur Abschlussprüfung ein sehr fortgeschrittenes Niveau erreichen.
Ergänzungsstudiengang:
Es ist ein Anwendungsfach zu wählen. Mögliche Fächer sind:
- Physik
- Chemie
- Biologie
- Volkswirtschaftslehre
- Betriebswirtschaftslehre
- Sozialwissenschaften
- Geographie
- Psychologie
Studieninhalte
Grundständiger Studiengang
Neben der Wahl von einem oder zwei aus acht möglichen Anwendungsfächern gibt es zwei Varianten:
- Variante I: Mathematik (38 SWS), Informatik (30 SWS), Systemwissenschaft (48 SWS), Anwendungsfach (ca. 40 SWS).
- Variante II: Mathematik (30 SWS), Informatik (38 SWS), Systemwissenschaft (48 SWS),Anwendungsfach (ca. 40 SWS).
Ergänzungsstudiengang
Je nach vorher abgeschlossener Ausbildung müssen folgende Fächer kombiniert werden:
Systemwissenschaft (A), Mathematik (B), Informatik (C), Biologie, Chemie, Physik (D), BWL,VWL, Sozialwissenschaften, Geographie/Raumplanung, Psychologie (E)
Dipl.-Math. mit Informatik: A, je ein Fach aus D und E
Dipl.-Math. ohne Informatik: A; C, ein Fach aus D oder E
Dipl.-Inf.: A, je ein Fach aus D und E
Dipl.-Phys.: A, je ein Fach aus D und E oder 2 Fächer aus E
Dipl.-Biol.: A, B und/oder C, ein Fach aus E
Dipl.-Chem.: A, B und/oder C, ein Fach aus E
Dipl.-Volksw.: A, B und/oder C, ein Fach aus D
Dipl.-Kfm.: A, B und/oder C, ein Fach aus D
Dipl.-Geogr.: A, B und/oder C, ein Fach aus D
Dipl.-Ing. (Raumplanung): A, B und/oder C, ein Fach aus D
Kooperationen
Träger des Studienganges ist der Fachbereich Mathematik/Informatik
Innerhalb der Universität Osnabrück findet Kooperation statt mit den Fachbereichen
Physik, Biologie/Chemie, Wirtschaftswissenschaften, Kultur- und Geowissenschaften, Sozialwissenschaften, Humanwissenschaften.
Außerhalb der Universität Kooperation (insbesondere während des Studienprojekts) mit diversen in- und ausländischen wissenschaftlichen Einrichtungen, z.B.: GSF-Forschungszentrum München-Neuherberg, Institut für Klimafolgenforschung Potsdam oder das Umweltforschungszentrum Halle-Leipzig
Berufsfelder
Wesentliche Einsatzgebiete:
• Erstellung und Anwendung mathematischer Modelle
• Interdisziplinäre Systemanalyse und Management im Umweltbereich
Bisherige Absolventen sind tätig (beispielhafte Aufzählung):
• In Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen
• Bei Softwarefirmen
• In der Marktforschung
• In der Energieberatung
• Als Selbständige in der Umweltberatung und der Erwachsenenbildung.
weiterführende Links
Institut für Umweltsystemforschung
Homepage des Studienganges
Downloads
Prüfungsordnung
Studienordnung
Studienplan bez. Nebenfächer
Folien zur Angewandten Systemwissenschaft