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Studieren ohne Abitur

Kunststudentin beim Anfertigen einer Skulptur

© Universität Osnabrück / Michael Münch

Rechtsgrundlage

für den Hochschulzugang ist Paragraph 18 des Niedersächsischen Hochschulgesetzes (NHG).

Weitere Informationen dazu finden Sie bei der Koordinierungsstelle für Studienberatung in Niedersachsen

An der Universität Osnabrück können Sie entsprechend dem Leitgedanken "Offene Hochschule" unter bestimmten Voraussetzungen auch ohne allgemeine Hochschulreife studieren. Sie benötigen dafür eine passende berufliche oder eine entsprechende schulische Qualifikation.

Angebote der Zentralen Studienberatung (ZSB)

Die ZSB der Universiät Osnabrück bietet allgemeine Beratung und Kurse zum Studium an der Universität Osnabrück ohne Abitur an:

  • Perspektiventage für Studieninteressierte mit Berufserfahrung
  • Brückenkurse Mathematik, Englisch und wissenschaftliches Arbeiten
  • Workshops zur Studienwahl
  • Interkulturelle Workshops
  • Workshop Work-Life-Planning
  • Gruppencoaching während des Studienstarts

Zentrale Studienberatung der Universität Osnabrück

Ansprechpartnerin

Renate Meyer

Tel.: +49 541 969-4146
Kontakt

1. Hochschulzugang in Niedersachsen aufgrund schulischer Abschlüsse

Zu den schulischen Abschlüssen mit allgemeiner Hochschulzugangsberechtigung zählen:

  • Abitur
  • Abschluss einer Berufsoberschule mit zweiter Fremdsprache

Zu den schulischen Abschlüssen mit fachgebundener Hochschulzugangsberechtigung an Universitäten gehören:

  • Abschluss der Berufsoberschule mit fachgebundener Hochschulreife
    Achtung:
    Der Abschluss einer Berufsoberschule ermöglicht zwar alle Studiengänge an Fachhochschulen, jedoch an Universitäten nur die Studiengänge, die der Fachrichtung der besuchten Berufsoberschule entsprechen. Bei einem Zwei-Fächer-Bachelor muss das Erstfach die entsprechende Fachrichtung berücksichtigen. Dies gilt auch in einem Lehramtsstudium.

  • Fachhochschulreife
    Achtung:
    Die Fachhochschulreife ermöglicht zwar alle Studiengänge an Fachhochschulen, jedoch an Universitäten nur die Studiengänge, die der Fachrichtung der Fachhochschulreife entsprechen. Sofern der schulische Teil an einer allgemeinen Schulform (z.B. Gymnasium) erworben wurde, richtet sich die Fachbindung nach dem praktischen Teil der Fachhochschulreife (Praktikum oder abgeschlossene Berufsausbildung). In einem Mehrfächer-Studiengang muss das Erstfach von der entsprechenden Fachbindung abgedeckt sein. 

Beispiele:

  • Abschluss der Fachoberschule Wirtschaft = fachbezogene Zugangsberechtigung für wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge
  • Abschluss der Fachoberschule Gesundheit/Soziales = fachbezogene Zugangsberechtigung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen in der Fachrichtung Gesundheitswissenschaft oder Kosmetologie. Bitte beachten: Ein Lehramt Grund-/Haupt-/Realschule steht mit einer Fachhochschulreife Gesundheit/Soziales an der Universität Osnabrück nicht offen.
  • Abschluss des schulischen Teils der Fachhochschulreife an einem Gymnasium + Ausbildung zur/zum Rechtsanwaltsfachangestellten = fachbezogene Zugangsberechtigung für rechtswissenschaftliche Studiengänge.

Niedersächsische Abschlüsse der Fachhochschulreife:

  1. Abschluss einer Fachoberschule
  2. Abschluss einer zweijährigen Fachschule bestimmter Fachrichtungen, soweit vorher ein Sekundarabschluss erworben wurde
  3. Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife an einem Gymnasium, Fachgymnasium, Abendgymnasium, Kolleg und Erwerb des berufsbezogenen Teils durch ein mindestens eimjähriges berufsbezogenes Praktikum oder eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung.
    Sofern Ihr Zeugnis den Vermerk trägt, dass der schulische Teil der Fachhochschulreife erfüllt ist, benötigen Sie immer einen zusätzlichen praktischen Teil. Erst wenn beide Teile vorliegen, kann die zuständige Stelle die notwendige Bescheinigung über die Fachhochschulreife ausstellen. Erst durch die Bescheinigung der zuständigen Stelle ist die Fachhochschulreife nachgewiesen. Es genügt nicht, Nachweise über den schulischen Teil der Fachhochschulreife und den praktischen Teil vorzulegen. Die Bescheinigung stellt in Niedersachsen die Schule aus, bei der der schulische Teil der Fachhochschulreife erworben wurde. Auch eine in einem anderen Bundesland erworbene Fachhochschulreife wird anerkannt. Eine Übersicht über die Zuordnung von Fachhochschulreifen zu Studiengängen an der Universität Osnabrück finden Sie hier.

Ansprechpartnerin

Renate Meyer

Tel.: +49 541 969-4146
Kontakt

2. Hochschulzugang in Niedersachsen aufgrund beruflicher Abschlüsse

Berufsabschlüsse, die grundsätzlich zur Aufnahme eines Studiums in jeder Fachrichtung an Universitäten berechtigen:

  • Meisterprüfung
  • Abgeschlossener Bildungsgang zum staatlich geprüften Techniker
  • Abgeschlossener Bildungsgang zum staatlich geprüften Betriebswirt
  • Fortbildungsabschluss auf Grundlage einer Fortbildungsordnung gemäß Paragraph 53 beziehungsweise Paragraph 54 des Berufsbildungsgesetzes oder Paragraph 42 beziehungsweise Paragraph 42a der Handwerksordnung (zum Beispiel Fachwirt/in oder Fachkauffrau/mann unterschiedlicher Fachrichtungen) mit einem Umfang von mindestens 400 Stunden. Eine Bescheinigung des Umfanges ist gegebenenfalls erforderlich.
  • Fachschulabschluss auf der Grundlage der Rahmenvereinbarung über Fachschulen der Kultusministerkonferenz vom 7. November 2002 (zum Beispiel Staatlich anerkannte/r Erzieher/in, Staatlich anerkannte/r Heilpädagoge/in)

Berufsabschlüsse, die zum fachgebundenen Studium an Universitäten berechtigen:

  • Abschluss einer mindestens dreijährigen Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf und anschließend mindestens dreijährige Ausübung des erlernten Berufes.
    Die berufliche Qualifikation muss eine fachliche Nähe zum angestrebten Studiengang aufweisen.

    Beispiele:
    Chemielaborant/in - Chemiestudium
    Verwaltungsfachangestellte/r - rechts- und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge
    Friseur/in - Bachelor Berufliche Bildung in der Fachrichtung Kosmetologie

    Jede beliebige dreijährige Berufsausbildung mit mindestens dreijähriger Berufspraxis ermöglicht grundsätzlich das Studium Lehramt berufsbildende Schulen in der entsprechenden Fachrichtung. Über die Einschlägigkeit entscheidet die Hochschule. Eine Übersicht über die Zuordnung von Ausbildungsberufen zu Studiengängen an der Universität Osnabrück finden Sie hier.

Nähere Informationen finden Sie auf den Seiten der Koordinierungsstelle für Studienberatung in Niedersachsen.

Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an das Studierendensekretariat der Universität Osnabrück.

3. Fachbezogener Hochschulzugang durch Prüfung (so genannte Immaturen- oder Z-Prüfung)

Wer nicht aufgrund schulischer oder beruflicher Vorbildungen direkt zum Studium zugelassen werden kann, hat die Möglichkeit, durch eine Prüfung eine fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung für ein Studium in einem gewählten Studiengang zu erwerben.

Voraussetzungen für die Zulassung:

  • Abschluss der Sekundarstufe I oder ein gleichwertiger Abschluss 
  • Abgeschlossene, mindestens zweijährige Ausbildung in einem anerkannten oder als anerkannt geltenden Ausbildungsberuf mit anschließender mindestens zweijähriger entsprechender hauptberuflichen Tätigkeit oder
  • eine mindestens fünfjährige hauptberufliche Tätigkeit in einem Berufsbereich, dessen Anforderungen denen eines entsprechenden Ausbildungsberufes vergleichbar sind
  • Nachweis der Prüfungsvorbereitung durch Gutachten einer Einrichtung der Erwachsenenbildung (zum Beispiel bei der Volkshochschule Osnabrück), einer Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie, einer Fernstudieneinrichtung oder einer bei Person, die ein Hochschulstudium in dem angestrebten Studienfach abgeschlossen hat und intensiv die Vorbereitung des Bewerbenden gefördert hat.
    Die Prüfung besteht aus dem allgemeinen Teil, dem besonderen Teil im gewählten Studiengang und einer mündlichen Prüfung.
    Eine durch Prüfung erworbene fachbezogene Hochschulzugangsberechtigung kann für einen weiteren Studienbereich oder ein weiteres Studienfach durch eine auf den besonderen Teil beschränkte Prüfung erweitert werden.

Ansprechpartner:

Thomas Hölscher

Tel.: +49 541 969-6010
thomas.hoelscher@uni-osnabrueck.de

Raum: 19/312
Neuer Graben 27
49074 Osnabrück

Sprechzeiten: Mo 13:30-15:30 Uhr
und nach Vereinbarung