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Angebote für Tutorinnen und Tutoren
Schulungen für Tutorinnen und Tutoren
Wenn Sie als Tutorin oder Tutor Interesse an einer Tutorenschulung haben, die Sie auf Ihre Rolle und Aufgabe vorbereitet, wenden Sie sich an die Leiterin/den Leiter der entsprechenden Lehrveranstaltung und fragen Sie, ob in Ihrem Fach bisher bereits Strukturen zur Qualifizierung von Tutorinnen und Tutoren vorhanden sind. Sofern dies noch nicht der Fall ist, machen Sie Ihre Dozentinnen und Dozenten gerne auf das Tutorenprogramm an der Universität Osnabrück aufmerksam. Dieses bietet den Lehrenden Unterstützung dabei, Qualifizierungsmaßnahmen für Tutorinnen und Tutoren zu entwickeln und durchzuführen. Alternativ können Sie sich auch gerne direkt an uns wenden (tutoren@uos.de).
Die Teilnahme an einer Tutorenschulung bietet Ihnen die Möglichkeit, sich auf Ihre zukünftige Rolle vorzubereiten und bestehende Unsicherheiten zu verringern. Darüber hinaus erlangen Sie didaktisches Know-how, welches Ihnen bei der Planung und Umsetzung Ihres Tutoriums direkt zugute kommt. Je nach Schwerpunkt Ihres Fachs und Art des Tutoriums arbeiten Sie in der Schulung direkt an Ihren eigenen Präsentations- und Moderationsfähigkeiten, lernen aktivierende Methoden kennen oder erwerben Strategien, um mit schwierigen Situationen im Tutorium umzugehen. Für die Teilnahme an einer solchen Schulung erhalten Sie von der Koordinationsstelle Professionalisierungsbereich eine entsprechende Bescheinigung.
Zertifikat für Tutorinnen und Tutoren
Seit dem Wintersemesters 2011/2012 haben alle Tutorinnen und Tutoren die Möglichkeit, am Tutorenprogramm teilzunehmen. Dies soll engagierten Tutorinnen und Tutoren die Möglichkeit bieten, ein umfassendes Zertifikat über die geleistete Qualifizierung zu erhalten, welches im universitären, wie auch im außeruniversitären Bereich Vorteile schaffen kann.
FAQ's zum Tutorenprogramm
- 1. Was ist das Tutorenprogramm und wie ist es aufgebaut?
- 2. Was sind die Inhalte des Grundlagenmoduls? Wie ist es aufgebaut?
- 3. Was ist das Vertiefungsmodul I ? Wie werden die Inhalte vermittelt?
- 4. Wie wird die kollegiale Hospitation durchgeführt?
- 5. Was sind die Inhalte des Vertiefungsmoduls II?
- 6. Welche Inhalte umfasst das Portfolio? Wozu dient es?
- 7. Zusammenfassung: Welche Voraussetzungen müssen für die Ausstellung des Tutorenzertifikats erfüllt werden?
1. Was ist das Tutorenprogramm und wie ist es aufgebaut?
Das Tutorenprogramm setzt sich zusammen aus einem Grundlagenmodul sowie zwei Vertiefungsmodulen. Um das Zertifikat "hochschuldidaktische Qualifizierung als Tutor/in" zu erhalten, müssen alle drei Module mit einem Umfang von insgesamt 51 Arbeitseinheiten (1 Arbeitseinheit entspricht 45 Minuten) absolviert werden. Zudem wird ein individuelles Lernportfolio (9AE) angefertigt (siehe studIP Veranstaltung "Portfolio zum Tutorenprogramm").
2. Was sind die Inhalte des Grundlagenmoduls? Wie ist es aufgebaut?
Ziel des Grundlagenmoduls ist eine Einführung der Studierenden in die hochschuldidaktische Tätigkeit als Tutor/in an der Hochschule. Die Studierenden sollen vor allem didaktische Planungskompetenzen und methodische Grundfertigkeiten erwerben, und sich mit Fragen des Lehrens und Lernens auseinandersetzen.
2.1 2-tägiger Workshop:Die hochschuldidaktische Tätigkeit als Tutorin oder Tutor. Erwerb didaktischer Planungskompetenzen und methodischer Grundfertigkeiten.
Zentrale Themenfelder sind:
- Aufgabe und Rolle als Tutor (Rollenverständnis und Selbstbild)
- Reflexion eigener Lehr-/Lernerfahrungen
- Förderung von Motivation
- Didaktische Planung und methodische Gestaltung von Lehr-Lern-Einheiten
- Überfachliche Qualifikationen (Kommunikation/Präsentation etc.)
- Gruppenleitung und Gruppenprozesse
- Umgang mit heterogenen Lernvoraussetzungen
- Umgang mit herausfordernden Situationen/Konflikten
- Grundlagen der Gesprächsführung
- Feedback geben/nehmen
- Evaluation des Tutoriums
Einführung in das Tutorencurriculum
Durchführung: Die Gewichtung und konkrete Ausgestaltung der einzelnen Themenschwerpunkte geschieht in Zusammenarbeit mit den Leiter/innen der Schulung. Die schriftliche Auseinandersetzung mit dem geplanten Transfer der Inhalte des Grundlagenworkshops in das eigene Tutorium ist Bestandteil des Portfolios.
Hierfür existiert ein spezieller Leitfaden (siehe Anlage A).Workload: 16 AE (8 AE pro Workshoptag)
2.2 Reflexionstreffen
Das Reflexionstreffen dient der Reflexion von:
- Erfolgen und Schwierigkeiten
- Unterstützungsbedarfen
- Persönlichen Entwicklungsprozessen
Durchführung: Das Reflexionstreffen findet im Laufe des Semesters statt. Die Termine erfahren Sie von der Leiterin / dem Leiter der Grundlagenschulung oder von der Koordinationsstelle Professionalisierungsbereich.Die Ergebnisse des Reflexionstreffens werden schriftlich im Portfolio festgehalten.
Hierzu existiert ein spezieller Leitfaden (siehe: Anlage B).
Workload: 4 AE
Worklaod Grundlagenmodul insgesamt ( inklusive schriftlicher Reflexion des Transfers) : 25 AE
3. Was ist das Vertiefungsmodul I ? Wie werden die Inhalte vermittelt?
Kollegiale Hospitation in Form von Peer-Tandems
Die kollegiale Hospitation wir in Form von Peer- Tandems durchgeführt. Die kollegiale Hospitation umfasst die didaktische Planung einer Tutoriumssitzung, die wechselseitige Hospitation und Rückmeldung sowie einen anschließenden Reflexionsbericht, welcher Teil des Portfolios ist.
Die kollegiale Hospitation beinhaltet:
- Didaktische Planung einer Sitzung (4 AE)
- Vorbesprechung mit der/dem Hospitationspartner/in (jeweils 2, insgesamt 4 AE)
- Hospitation bei dem eigenen Tandempartner (2AE)
- Gegenseitige Rückmeldung (jeweils 2, insgesamt 4 AE)
Durchführung:
- Die Anleitung zur kollegialen Hospitation geschieht auf dem Grundlagenworkshop.
- Die Tutoren planen bestenfalls bereits auf dem Workshop die Termine für die Hospitation, um die Verbindlichkeit zu erhöhen.
- Die Tutorien, in denen aus bestimmten Gründen (z.B. parallele Durchführung) keine wechselseitigen Hospitationen der Tutor/innen möglich sind, werden alternative Vorgehensweisen akzeptiert, z.B. Hospitation durch den/die Multiplikator/in oder durch Kommilitonen/innen.
- Die Planung, Durchführung und Reflexion der kollegialen Hospitation wird schriftlich im Portfolio festgehalten. Hierzu existiert ein spezieller Leitfaden (siehe: Anlage C).
Workload Vertiefungsmodul I (inklusive schriftlicher Reflexion): 16 AE
4. Wie wird die kollegiale Hospitation durchgefuehrt?
Hospitationen in Tutorien sind Tutoriumsbesuche, bei denen in der Regel ein Tutor/ eine Tutorin eine Tutoriumssitzung eines weiteren Tutors/ einer weiteren Tutorin besucht und beobachtet. Die Beobachtung wird mithilfe von Leitfragen durchgeführt. Nach der Veranstaltung setzt sich das Hospitationsteam für ein erstes Feedback zusammen. In dieser Besprechung gibt die Besucherin/der Besucher dem/der Hospitierten Feedback zum Tutorium.
Ablauf
- Bildung der Hospitationsteams mit Terminabsprache: Wann werde ich hospitiert und wann hospitiere ich?
- Information der Teilnehemer/innen des Tutoriums über die Hospitation (den Studierenden wird erklärt, dass der Hospitation das Ziel der Optimierung der eigenen Lehrtätigkeit als Tutor im Rahmen des Tutorenzertifikats zu Grunde liegt).
- Planung der Sitzung: Erstellung eines didaktischen Planungsrasters für die Sitzung sowie schriftliche Erläuterung der Lehr-/Lernziele, der Arbeitsformen und der Auswahl der Medien (siehe "Vorbereitung der Kollegialen Hospitation" als .pdf oder .doc und "Planungsraster: Beispiel" als .pdf oder .doc)
- Vorbesprechung mit der/dem Hospitationspartner/in (mehrere Tage vor Durchführung der Hospitation): Aushändigung und Erläuterung der Vorbereitungsmaterialien und Besprechung der Rahmenbedingungen
Die Informationen aus diesem Vorbereitungsgespräch werden notiert und bei der Auswertung der Hospitation berücksichtigt. - Durchführung:
Die Beobachtung umfasst folgende Leitfragen
- Veranstaltungsaufbau: Wird der "rote Faden" in der Tutoriumssitzung erkennbar? Woran macht ihr das fest?
- Methodisches Vorgehen: Welche Lehr-/Lernformen werden verwendet? Findet ihr das methodische Vorgehen stimmig? Passen die Lehr-/Lernformen und der Inhalt zusammen?
- Einsatz von Medien: Mit welchen Medien arbeiten die Studierenden? Passen für euch Medien und Inhalte zusammen?
- Vortragsstil: Stimmen Gestik, Mimik, Körperhaltung und Inhalt miteinander überein?
- Gesprächsführung: Werden Diskussionen angeleitet? Wie wird moderiert?
Verschiedene Feedbackbögen können zur Dokumentation verwendet werden (Feedbackbogen Variante 1 und Feedbackbogen Variante 2).
6. Nachgespräch/Feedback
Selbstbild abfragen, das heißt, den Tutor fragen, wie er das Tutorium selbst erlebt hat.
- Was ist gelungen?
- Hier nur die Rolle des Zuhörers spielen; evtl. Fragen stellen um das Verhalten noch präziser zu reflektieren: "Hast du eine Erklärung warum das so war?"
Fremdbild liefern, das heißt Rückmeldung geben anhand der Beobachtungsnotizen, Stärken betonen, Übereinstimmungen mit Selbstbild bestätigen und unterschiedliche Wahrnehmungen erläutern- mit Beispielen erklären.
Feedbackregeln beachten: Wichtig für beide = Wertschätzender Umgang!
Feedbackgeber/in:
- "Ich Aussagen", diese sind weniger urteilsbehaftet als "Du-Botschaften", Bsp.: "Ich finde du hast ein wenig schüchtern gewirkt"
- Sandwich-Methode: Positives-Negatives-Positives
- Verbesserungsvorschläge bringen
Feedbacknehmer/in:
- ausreden lassen
- nicht rechtfertigen
- später entscheiden was davon angenommen wird
- keine Verpflichtung zur Änderung
(siehe: Bogen zum Nachgespräch der kollegialen Hospiation .doc oder .pdf)
Im Rahmen des Portfolios werden die Erfahrungen aus der Kollegialen Hospitation reflektiert (Anlage C). Die Aufzeichnungen zur Vorbereitung der Kollegialen Hospitation und das didaktische Planungsraster werden im Anhang des Portfolios abgebildet. Die Aufzeichnungen zur Vorbereitung und das didaktische Planungsraster müssen nicht vorab an die Leiterin des Tutorenprogramms geschickt werden.
5. Was sind die Inhalte des Vertiefungsmoduls II?
Das Vertiefungsmodul II dient der Ausdifferenzierung spezieller Themenfelder und einer vertieften inhaltlichen Auseinandersetzung mit Aufgaben von Tutor/innen.
Neben speziellen Veranstaltungen des Tutorenprogramms können hier auch Veranstaltungen in einschlägigen Themengebieten angerechnet werden, die nicht explizit vom Tutorenprogramm angeboten werden.
Angebote aus dem Vertiefungsmodul II finden Sie hier.
Durchführung
- Die Anmeldung zu den Workshops erfolgt über Stud.IP und über das Tutorenprogramm (formlos per Mail: tutoren@uos.de)
- Transfermöglichkeiten der Themen und Inhalte des Vertiefungsmoduls in das eigene Tutorium werden schriftlich im Portfolio festgehalten. Hierzu existiert ein spezieller Leitfaden (siehe: Anlage D).
Workload Vertiefungsmodul II (inklusive schriftlicher Reflexion): 10 AE
6. Welche Inhalte umfasst das Portfolio? Wozu dient es?
Lernergebnisse, Erkenntnisse und Reflexionen werden in Form eines Portfolios schriftlich festgehalten. Ziel ist die Schaffung einer individualisierten und nachhaltigen Lerngelegenheit.
Ab dem WS 13/14 funktioniert dies online über die studIP Veranstaltung "Portfolio zum Tutorenprogramm". Die folgenden Schritte werden dort auch nochmal erklärt.
Inhalt:
- Reflexion des Transfers der Inhalte der einzelnen Module in das eigene Tutorium (Aufgabe A-D)
- Gesamtreflexion des persönlichen Lern- und Entwicklungsprozesses (Aufgabe E)
- Anhang (wichtig):
Vorbereitung der kollegialen Hospitation
Didaktisches Planungsraster der kollegialen Hospitation
Teilnahmebescheinigung über den Workshop im Vertiefungsmodul II
Eigenes Geburtsdatum (notwendig, um das Zertifikat zu erstellen)
Durchführung:
- Das Portfolio wird begleitet zur Absolvierung der einzelnen Module angefertigt.
- Der Umfang der Dokumentation liegt bei ca. 4-5 Seiten plus Anhang.
- Formal zu beachten sind: Deckblatt und Inhaltsverzeichnis einfügen; Zeilenabstand von 1,5 Zeilen einhalten; Rand: links 3 cm und rechts 4 cm, unten und oben 2,5 cm; Seitenzahlen einfügen.
- Das Portfolio wird in in studIP erstellt.
- Erst wenn das Portfolio in vollständiger Form vorliegt und die unter 7. angegebenen Voraussetzungen erfüllt, kann das Zertifikat ausgehändigt werden.
Workload Portfolio: 9 AE
7. Zusammenfassung: Welche Voraussetzungen müssen für die Ausstellung des Tutorenzertifikats erfüllt werden?
Für die Ausstellung des Tutorenzertifikats müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt werden:
- Teilnahme am Grundlagenworkshop und Reflexionstreffen sowie schriftliche Reflexion (Aufgabe A+B) : 25 AE
- Durchführung einer kollegialen Hospitation und schriftliche Reflexion (Aufgabe C): 12 AE
- Teilnahme an einem zusätzlichen Workshop zur inhaltlichen Vertiefung und schriftliche Reflexion (Aufgabe D): 10 AE
- Vorbereitung und Durchführung eines Tutoriums
- Verfassen des Portfolios (bestehend aus den Reflexionen der einzelnen Module [Aufgabe A-D], der Reflexion des eigenen Lern- und Entwicklungsprozesses [Anlage E] sowie dem Anhang und Angabe des Geburtsdatums)
- Schriftliche Evaluation des Tutoriums:
Evaluationsbogen für Tutorien [FETUT] erhältlich bei der Leitung des Tutorenprogramms. Dieser Fragebogen soll verwendet werden, sofern nicht bereits durch den verantwortlichen Dozenten der Veranstaltung ein anderer Fragebogen aus der Kategorie der offiziellen Lehrevaluation zur Verfügung gestellt wird.
Folgender Punkt ist optional (nur dann sinnvoll, wenn brauchbare Materialien vorhanden sind, die Sie gerne weitergeben möchten):
- Einstellung eines didaktischen Ablaufplans sowie zugehöriger Materialien zu einer Sitzung, die von Ihnen als Tutor/in geleitet wurde, in die Stud.IP-Veranstaltung „Materialbörse für Tutorinnen und Tutoren“.
Der Ablaufplan für die Sitzung und die zugehörigen Materialien werden zukünftig als EIN Dokument eingestellt, z. B. unter dem Titel „Didaktischer Ablaufplan und Materialien zum Thema Literaturrecherche im Fach Biologie“. Achten Sie darauf, dass das Dokument sinnvoll in die Struktur der Veranstaltung integriert wird. Eine Sitzung zu einem Tutorium im Bereich des wissenschaftlichen Arbeitens legen Sie unter „Materialien für Tutorien zu Wissenschaftlichem Arbeiten“ ab. Es erfolgt damit keine Trennung der Planungsraster und der zugehörigen Materialien mehr. Dieses Vorgehen verbessert die Nutzbarkeit und Zuordnung der Planungsraster zu den Materialien. (siehe Abbildung)
