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Hochschulrat

Das Niedersächsische Hochschulgesetz stellt den einzelnen Universitäten mit den Hochschulräten externe Beratungsgremien zur Seite. Der Hochschulrat der Universität Osnabrück besteht aus sieben stimmberechtigten Mitgliedern, von denen fünf im Einvernehmen mit dem Senat vom Ministerium für Wissenschaft und Kultur bestellt werden, eines vom Senat gewählt wird und eines eine Vertreterin oder ein Vertreter des Ministerium für Wissenschaft und Kultur ist. Der Hochschulrat ist ehrenamtlich tätig und an Aufträge und Weisungen nicht gebunden. Seine Amtszeit beträgt vier Jahre.

Mitglieder des Hochschulrates (2011 - 2015)

Prof. Dr. Nina Dethloff
Universitätsprofessorin für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und Europäisches Privatrecht an der Universität Bonn

Dr. Barbara Hartung
Referatsleiterin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Prof. Dr. Andrea Lenschow
Lehrstuhl für Europäische Integration an der Universität Osnabrück

Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte
Universitätsprofessorin für Neuere Allgemeine Geschichte der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main; Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Hon.-Prof. Dr. Hans-Wolf Sievert
Vorsitzender des Vorstandes Sievert AG & Co., Osnabrück

Prof. Dr. Elmar W. Weiler
Rektor der Ruhr-Universität Bochum

Prof. Dr. Axel Zeeck (Vorsitzender des Hochschulrates)
Lehrstuhl für Biomolekulare Chemie an der Universität Göttingen

Prof. Dr. Nina Dethloff

Prof. Dr. Nina Dethloff, 1958 in Hamburg geboren, studierte Rechtswissenschaften in Hamburg, Genf und Freiburg und erwarb 1983 an der Georgetown University in Washington, D.C., einen Master of Laws. 1986-87 war sie als Beraterin bei der Federal Trade Commission in Washington, D.C., tätig und wurde als Attorney at Law in New York zugelassen. Sie legte in Freiburg ihr Erstes und Zweites Staatsexamen ab, nachdem sie die Wahlstation in einer Anwaltskanzlei in Buenos Aires verbracht hatte. Sie war Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für ausländisches und internationales Privatrecht der Universität Freiburg, wo sie im Jahr 2000 habilitiert wurde. Seit Sommersemester 2001 ist sie Universitätsprofessorin für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und Europäisches Privatrecht an der Universität Bonn. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten des vergleichenden und internationalen Familienrechts.

Seit 2003 ist Dethloff in Bonn Direktorin des Instituts für Deutsches, Europäisches und Internationales Familienrecht. Sie ist Mitglied des Vorstands der Zivilrechtslehrervereinigung, des Executive Council der International Society of Family Law, der Commission on European Family Law sowie des Family Law Committee der International Law Association. Die international angesehene Wissenschaftlerin ist als Gutachterin für in- und ausländische Forschungsorganisationen tätig, unter anderem für das nationale Forschungsprogramm "Kindheit, Jugend und Generationenbeziehungen im gesellschaftlichen Wandel" des Schweizerischen Nationalfonds sowie den österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung. Als Sachverständige hat sie an zahlreichen Anhörungen des Rechtausschusses des Bundestages mitgewirkt. Von 2006 bis 2008 war sie Ad-hoc-Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Seit 2008 berät sie die EU-Kommission als Mitglied der Expertengruppe für Güterkollisionsrecht.

"Um die Position von Hochschulen im globalen Wettbewerb zu stärken, müssen internationale Forschungsnetzwerke und Kooperationen in der Lehre ausgebaut werden. Nur wenn im Übrigen Frauen in stärkerem Maße in der Wissenschaft beteiligt werden, wird das in der Forschung liegende Innovationspotenzial voll genutzt. Hierfür möchte ich mich einsetzen und hoffe, mit meinen internationalen Erfahrungen einen Beitrag zu leisten."

Dr. Barbara Hartung

Ministerialrätin Dr. Barbara Hartung, geboren 1955, ist seit 1996 Vorsitzende (von Länderseite) des Arbeitskreises "Förderung von Frauen in der Wissenschaft" der Bund-Länder-Kommission (BLK) für Bildungsplanung und Forschungsförderung. Seit 1994 ist sie als Referatsleiterin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur zuständig für den Bereich "Gleichstellung", sowie (z.Zt.) für die Betreuung der Universitäten Oldenburg und Osnabrück, der Hochschule Vechta, der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig sowie der Hochschule für Musik und Theater Hannover sowie des Bereichs Studentische Angelegenheiten. Darüber hinaus ist sie als eine von zwei Vertreterinnen der BRD in der sog. „Helsinki-Gruppe Frauen in der Wissenschaft“ der EU-Kommission tätig. Hartung absolvierte ein Studium der Rechtswissenschaft in Bonn, Freiburg und Göttingen. Nach der Promotion 1981 über das (kriminologische) Thema "Spezialpräventive Effektivitätsmessung" trat sie 1982 in den Niedersächsischen Landesdienst ein und war unter anderem im Innenministerium sowie im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten tätig.

Prof. Dr. Andrea Lenschow

Prof. Dr. Andrea Lenschow, 1965 in Kiel geboren, studierte Sozialökonomie in Kiel und Politik- und Verwaltungswissenschaft an der Pennsylvania State University in den USA, wo sie 1991 einen Master of Public Administration und 1992 einen Master of Arts in Political Science erwarb.  1996 promovierte sie an der New York University (USA) im Fach Politikwissenschaft. 1996-1997 forschte sie als Marie Curie Fellow an der Erasmus Universität in Rotterdam und als Jean Monnet Fellow am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz, bevor sie an der Paris Lodron Universität in Salzburg am Institut für Politikwissenschaft im Lehrgebiet für Vergleichende und Europäische Politik als Wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig wurde. 2003 wurde sie auf eine Juniorprofessur für Europäische Integration an die Universität Osnabrück berufen; seit Sommersemester 2007 ist sie hier Universitätsprofessorin für Europäische Politik und Integration. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf den Gebieten der institutionellen und politischen Entwicklung der Europäischen Union sowie der europäischen Umweltpolitik.

Von April 2009 bis März 2011 war Andrea Lenschow Dekanin des Fachbereichs Sozialwissenschaften an der Universität Osnabrück. Seit 2007 ist sie Inhaberin des Jean Monnet Chair "European Union Governance" und stellvertretende Direktorin im Jean Monnet Center of Excellence in European Studies an der Universität Osnabrück. Sie ist Mitglied des Vorstands der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft, sowie Sprecherin des Arbeitskreises Integrationsforschung dieser Vereinigung. Sie ist als Gutachterin für deutsche und ausländische Forschungsorganisationen sowie zahlreiche internationale Zeitschriften tätig; unter anderem war sie Mitglied des Auswahlausschusses für das TransCoop Programm der Alexander von Humboldt Stiftung und ist Mitglied der Auswahlkommission des Netzwerks Europäische Bewegung Deutschland für das Europakolleg in Brügge. Andrea Lenschow lehrt im In- und Ausland und engagiert sich für die postgraduale Forscherausbildung u.a. im Rahmen eines EU-geförderten Initial Training Network (ITN) zu "Dynamics of Institutional Cooperation in the European Union" und im Zentrum für Promovierende der Universität Osnabrück.

Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte

Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte wurde 1949 in Osnabrück geboren. Nach dem Studium der Rechts-, Geschichts-, und Politikwissenschaft an den Universitäten Göttingen, Marburg und Münster legte sie 1975 ihr Erstes Staatsexamen ab. In ihrer Promotion befasste sich die Wissenschaftlerin mit der  Geschichtsschreibung des Historikers Karl Lamprecht. 1992 folgte die Habilitation sowie mehrere Forschungsaufenthalte in England und den USA und die Verleihung der venia legendi für Mittlere und Neuere Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen (Thema: Evangelische Geistlichkeit in der Frühen Neuzeit. Deren Anteil an der Entfaltung frühmoderner Staatlichkeit und Gesellschaft). Nach Ablehnung des Rufes an die Universität Basel 1993 nahm Schorn-Schütte den gleichzeitig erfolgten Ruf an die neugegründete Universität Potsdam an, um den Aufbau ihres Faches in den neuen Bundesländern zu begleiten. Seit 1998 ist sie Lehrstuhlinhaberin für Neuere Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Frühen Neuzeit an der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt am Main. Seit 1999 ist Schorn-Schütte Mitglied des Kuratoriums der Volkswagen Stiftung, seit 1996 Mitglied des Senats der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Als Vizepräsidentin der DFG von 2004 bis 2010 befasste sich die anerkannte Expertin für die Geschichte der europäischen Neuzeit und der Theorie der Geschichtswissenschaft mit Arbeiten zur historischen Politikforschung.
"Als Mitglied des Hochschulrates der Universität Osnabrück möchte ich mich besonders der legitimen Stärkung der Geistes- und Sozialwissenschaften am Standort widmen".

Hon.-Prof. Dr. Hans-Wolf Sievert

Honorarprofessor Dr. Hans-Wolf Sievert, geboren 1941, ist seit 2006 Vorsitzender des Aufsichtsrates Sievert AG & Co. Von 1961 bis 1969 studierte er Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Sinologie. 1971 folgte die Promotion. 1997 wurde er zum Honorarprofessur der Universität Osnabrück ernannt und war von 1997 bis 2001 Präsident der Universitätsgesellschaft Osnabrück, deren Ehrenmitglied des Vorstands er jetzt ist. Prof. Sievert ist seit 2004 Lehrbeauftragter an der Warsaw School of Economics (SGH) und seit 2007 Gastprofessor der University of Science and Technology of China, Hefei Campus. Der Unternehmer ist Mitglied des Beirats der Deutschen Bank AG und Mitglied des Senats sowie Verwaltungsrates und Schatzmeister der Stiftung Niedersachsen. Seit 2003 gehört Sievert dem Hochschulrat der Universität Osnabrück an.
"Für mich ist es besonders wichtig, auch künftig durch meine Mitarbeit im Hochschulrat die Geschicke der Universität mit gestalten und dabei insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Universität und Wirtschaft in der Region Osnabrück weiter fördern zu können."

Prof. Dr. Elmar W. Weiler

Elmar Wilhelm Weiler wurde am 13. Juni 1949 in Bochum geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach dem Abitur 1968 studierte er ab 1970 Biologie und Chemie an der Ruhr-Universität Bochum. Dem Examen im Oktober 1974 folgte die Arbeit an einer experimentellen Dissertation über die "Radioimmunologische Bestimmung von Digoxin und verwandten Verbindungen in Digitalis lanata EHRH", mit der er im Februar 1977 promoviert wurde. In den Jahren 1978/ 1979 hatte er mehrere Forschungsaufenthalte am Biology Department der University South Florida in Tampa. 1982 habilitierte sich Elmar W. Weiler an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) für das Fach Botanik mit einer Arbeit über "Hormonspiegel und deren Veränderungen bei pflanzlichen Entwicklungs- und Bewegungsvorgängen".

Von 1975 bis 1982 war er Wissenschaftlicher Assistent, von 1983 bis 1985 Privatdozent und Akademischer Rat am Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie an der Ruhr-Universität Bochum. 1985 folgte er einem Ruf der Universität Osnabrück auf den Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie (C4). 1987 lehnte Elmar W. Weiler einen Ruf auf den Lehrstuhl für Molekular – und Zellbiologie an der FU Berlin ab. Den Ruf der Ruhr-Universität Bochum auf den Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie nahm er zum 01.10.1988 an. 1992 lehnte er den Ruf auf den Lehrstuhl für Botanik an der Technischen Universität München ebenso ab wie 1993 den Ruf der Max-Planck-Gesellschaft als Direktor an das MPI für Molekulare Pflanzenphysiologie in Potsdam.

Von 1990 bis 2000 war Weiler Sprecher des Graduiertenkollegs "Biogenese und Mechanismen komplexer Zellfunktionen" der DFG, von 1998 bis 2001 Sprecher des SFB 480 "Molekulare Biologie komplexer Leistungen von botanischen Systemen". Von 1993 bis 1995 war er Dekan der Fakultät der Biologie der RUB, von 1991 bis 2003 war er Direktor des Zentralen Isotopenlaboratoriums der RUB. Weiler ist u. a. Mitglied der Deutschen Botanischen Gesellschaft, der Gesellschaft für Biologische Chemie, der American Society of Plant Physiologists, der Skandinavischen und der Japanischen Gesellschaften der Pflanzenphysiologen. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift PLANTA. 

Elmar W. Weiler ist mehrfach für seine Forschungen hoch ausgezeichnet worden. 1983 erhielt er den Tate and Lyle Award der Phytochemical Society of Europe, 1989 die Grüne Rosette der Europäischen Wissenschaft und den Förderpreis für die Europäische Wissenschaft der Körber-Stiftung, 1995 den Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG und 1997 die Carus-Medaille der Deutschen Gesellschaft der Naturforscher Leopoldina. Seit 1995 ist er ordentliches, seit 1996 außerordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Akademie der Wissenschaften des Landes Nordrhein-Westfalen, seit 2002 ordentliches Mitglied der Gesellschaft Deutscher Naturforscher Leopoldina sowie seit 2006 korrespondierendes Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Weiler war von 2000 bis 2006 Mitglied im Senat, von 2003 bis 2006 im Hauptausschuss sowie im Bewilligungsausschuss für die Allgemeine Forschungsförderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und von 2003 bis 2008 Mitglied im Kuratorium des Max-Planck-Instituts für Molekulare Physiologie Dortmund.

Von 2003 bis 2006 war er Prorektor für Planung, Struktur und Finanzen der Ruhr-Universität Bochum. Seit 1.12.2006 ist er Rektor der RUB (Beginn der zweiten Amtszeit: 1.12.2010).

Elmar Weiler wurde vom Deutschen Hochschulverband (DHV) als „Rektor des Jahres“ 2009 ausgezeichnet. Im Jahr 2010 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Universität Tours, seit 2011 ist er Mitglied des Hochschulrats der Universität Osnabrück

Prof. Dr. Axel Zeeck

Prof. Dr. Axel Zeeck, geboren 1939 in Rummelsburg, studierte von 1958 bis 1964 Chemie an der Universität Göttingen. 1966 promovierte er zu einem Thema aus der Heterocyclenchemie. Nach der Habilitation lehrte er seit 1980 als Professor für Organische Chemie und ist seit 1999 Inhaber des Lehrstuhls für Biomolekulare Chemie. Darüber hinaus hat sich der renommierte Wissenschaftler mit seinen Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Naturstoffforschung international einen Ruf erarbeitet, u. a. war er am SFB 416 und mehreren Schwerpunktprogrammen der DFG beteiligt, war Sprecher des Niedersächsischen Forschungsverbundes „Marine Biotechnologie“ und hat die Marine Naturstoffforschung beim BMBF initiiert und als Gutachter begleitet. Er ist Träger des Max-Planck-Forschungspreises 1994 (zusammen mit Prof. Dr. Karlheinz Altendorf aus Osnabrück). In Göttingen war Zeeck Dekan, Vizepräsident und über ein Jahrzehnt gewähltes Mitglied im Senat seiner Universität. Heute ist er zugleich Geschäftsführer der von ihm als Spin-off-Unternehmen gegründeten BioViotica Naturstoffe GmbH.

"Ich freue mich sehr, im Hochschulrat mitarbeiten zu können und hoffe, dass ich mit meinen Erfahrungen einen konstruktiven Beitrag zur zukünftigen Entwicklung und zur Stärkung der Universität Osnabrück leisten kann."