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Strategische Kernziele
der Universität Osnabrück

Im Mittelpunkt der Entwicklungsplanung der Universität Osnabrück stehen die nachfolgenden zehn strategischen Kernziele, die als Leitlinien für die Weiterentwicklung der Universität in den nächsten Jahren dienen sollen. Sie wurden 2009 vom Senat, Präsidium und Hochschulrat beschlossen.

1. Stärkung vorhandener und Aufbau neuer forschungsbezogener Profilelemente

Forschungsbezogene Profilelemente sind langfristig angelegte, hochschulinterne Verbünde, in denen die Osnabrücker Wissenschaftler im Rahmen eines zumeist fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten. Neben einer Stärkung der bereits vorhandenen Profilelemente unternimmt die Universität Osnabrück verschiedene Maßnahmen, um erfolgreiche Forschungsaktivitäten von Wissenschaftlern zu neuen Profilelementen aufzubauen.

 

2. Aufbau und Ausbau der Lehrerbildung als originäres, wissenschaftliches Profilelement

Mehr als ein Viertel der Studierenden an der Universität Osnabrück studieren lehramtsbezogene Studiengänge, an denen sich der größte Teil der Fächer der Universität beteiligt. Die Universität Osnabrück hat deshalb begonnen, die erziehungswissenschaftlich und fachdidaktisch fundierte Lehrerbildung zu einem originären, forschungsbasierten Profilelement zu machen und räumt ihr eine gleichrangige Bedeutung neben der fachwissenschaftlichen Ausbildung ein.

3. Entwicklung und Ausbau des wissenschaftlichen Umfelds der Universität


Die solitäre Randlage der Universität Osnabrück hinsichtlich außeruniversitärer Forschungseinrichtungen ist ein erheblicher Wettbewerbsnachteil, insbesondere mit Blick auf die immer stärker auf Verbünde ausgerichtete nationale und internationale Forschungsförderung. Ministerium und Universität stimmen darin überein, dass im Umfeld der Universität Osnabrück und in Abstimmung mit ihr außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zu etablieren sind. Die Profilierungsbereiche der Universität bieten hier die potentiellen Anknüpfungsmöglichkeiten. Mit der Gründung einer Außenstelle des Bremer »Robotics Innovation Center (RIC)« des Deutsche Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie der Etablierung einer Fraunhofer-Arbeitsgruppe »Intelligent Media and Learning« als Außenstelle des Fraunhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme an der Universität Osnabrück sind konkrete Maßnahmen ergriffen worden.

4. Steigerung der Lehrqualität


Wie die aktuell von der Hochschulrektorenkonferenz, der Kultusministerkonferenz und dem Stifterverband geforderte »Qualitätsoffensive in der Lehre« zeigt, gerät die Qualität der Lehre nicht zuletzt wegen des Wettbewerbs der Universitäten um gute Studierende immer mehr in den Fokus. Hinzu kommt die sich aus der Erhebung von Studienbeiträgen ergebende Verpflichtung, verbesserte Bedingungen in der Lehre zu schaffen. Verbesserungen der Qualität der Lehre können sich aber auch durch die Verkürzung von Studienzeiten und Senkung von Abbrecherzahlen über die leistungsbezogene Mittelverteilung positiv auf die Hochschule auswirken. Ein wesentliches Maßnahmenbündel, das die Universität ergriffen hat, leitet sich von der führenden Position der Universität Osnabrück in Bezug auf den breiten Einsatz von E-Learning- und E-Teaching-Verfahren ab.

5. Erhöhung der Studierenden- und Absolventenzahlen in den Masterstudiengängen


Eine starke Forschungsorientierung, die sich die Universität mit dem Kernziel 1 gesetzt hat, wird auch durch einen höheren Anteil von Master- und Promotionsstudierenden gekennzeichnet und sollte hauptsächlich zur Profilierung der Studien- und Forschungsprogramme durch Maßnahmen wie Stipendienprogramme für Graduierte flankiert werden. Langfristig wird eine durchschnittliche Übergangsquote von den Bachelor-Studiengängen zu den Masterstudiengängen von 75 Prozent angestrebt.

6. Ausbau der internationalen Ausrichtung


Die Universität Osnabrück ist bestrebt, die Studierenden auf einen internationalen Arbeitsmarkt und Wissenschaftsbetrieb vorzubereiten. Um die Internationalisierung der Universität weiter voranzutreiben, werden u.a. die Einwerbung ausländischer Gastwissenschaftler, die deutliche Erhöhung des Anteils fremdsprachlicher Lehrveranstaltungen sowie die Durchführung von internationalen Summer Schools forciert.

7. Dauerhafte Sicherstellung der Promotionsfähigkeit aller Fächer


Die Aufgabe der wissenschaftlichen Reproduktion der Fächer liegt bei den Universitäten, erkenntlich an dem Promotions- und Habilitationsrecht, dem Alleinstellungsmerkmal deutscher Universitäten gegenüber allen anderen wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland. Es liegt im Kernbereich des Eigeninteresses der Universität Osnabrück, die Promotionsfähigkeit aller Fächer auch für die Zukunft dauerhaft sicherzustellen. Dies soll vor allem durch Einführung von flächendeckenden Angeboten zum strukturierten Promovieren bei gleichzeitiger Beibehaltung der Möglichkeit, nach klassischem Verfahren zu promovieren, sowie einer Erhöhung der Anzahl der Stellen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses geleistet werden.

8. Einführung und Etablierung von Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung wissenschaftsunterstützender Dienstleistungen


Die zahlreichen Veränderungen in den Hochschulen (zunehmender Wettbewerb, Profilbildung, Einführung Bachelor/Masterstudiengänge, Übernahme zusätzlicher Aufgaben, etc.) erfordern eine stetige Anpassung der Aufbau- und Ablauforganisation in den wissenschaftsunterstützenden Einrichtungen einschließlich der Dekanate. In ihrer Struktur und ihren Prozessen müssen die wissenschaftsunterstützenden Dienstleistungen darauf ausgerichtet sein, bedarfsgerecht, zeit- und kundennah erbracht zu werden. In den nächsten Jahren wird die Universität deshalb ihre Bemühungen fortsetzen, die Aufbauorganisation der wissenschaftsunterstützenden Einrichtungen weiter zu verbessern.

9. Erhöhung der Attraktivität der Universität Osnabrück insbesondere für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Studierende mit Familien bzw. in der Familiengründungsphase


Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels wird die Familienorientierung und Familienfreundlichkeit für die Hochschulen in Deutschland zu einem immer wichtigeren Argument im Wettbewerb um Studierende und wissenschaftliches Personal. An der Universität Osnabrück soll auf Dauer eine familienfreundlichere Hochschulkultur geschaffen werden. An die Stelle zahlreicher Einzelmaßnahmen tritt mit Hilfe des »Audits familiengerechte Hochschule« der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung (die Erst-Auditierung erfolgte 2008, eine Re-Auditierung erfolgte 2012) ein systematischer Maßnahmenplan, in dem die verschiedenen Aktivitäten gebündelt und sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.

10. Stärkung der Marke »Universität Osnabrück«


Die Entwicklung, nachhaltige Etablierung und Stärkung der Marke »Universität Osnabrück« ist ein zentrales Kommunikationsziel der Universität. An die Besonderheiten einer Universität angepasste Konzepte des Marketings und der Markenführung sollen die Universität unterstützen, sich auf dem Bildungsmarkt zu behaupten und im Wettbewerb um die besten Köpfe erfolgreich zu bestehen.

In der Broschüre »Hochschulentwicklungsplan Teil 1 – Institutionelle Entwicklungsziele« werden die Kernziele ausführlich dargestellt.