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044/2026
Universität Osnabrück begleitet Einführung

Neues Schulfach „Christlicher Religionsunterricht“

Die Universität Osnabrück begleitet die Einführung des neuen Schulfachs „Christlicher Religionsunterricht“ in Niedersachsen wissenschaftlich und untersucht dessen Potenzial für eine zukunftsorientierte, ökumenische Bildung.

Mit der Einführung des neuen Schulfaches „Christliche Religion nach evangelischen und katholischen Grundsätzen“ (CRU) zum Schuljahr 2026/27 in Niedersachsen wird ein innovativer Schritt in der religiösen Bildung gegangen. Die Universität Osnabrück begleitet diesen Prozess wissenschaftlich mit einem Forschungsprojekt, das die ersten beiden Jahre der Implementierung in den Blick nimmt.

„Mit dem CRU betreten wir tatsächlich Neuland“, sagt Prof. Dr. Jan Woppowa von der Uni Osnabrück. Der Religionspädagoge leitet gemeinsam mit Prof Dr. Bernd Schröder und Prof. Dr. Kerstin Rabenstein von der Uni Göttingen eine interkonfessionelle und interdisziplinäre Studie, die von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit rund 227.000 Euro gefördert wird.

In Deutschland und ganz Europa gebe es bereits seit Längerem eine Entwicklung hin zu einer Unterrichtsform, die für möglichst viele Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Bekenntnisse ein passendes Lernangebot im Bereich der religiösen Bildung und Wertorientierung darstellt; doch fehlten für das neue Schulfach-Modell konkrete Vorbilder. „Der CRU knüpft zwar an den bestehenden und in Niedersachsen schon lange etablierten konfessionell-kooperativen Religionsunterricht an. Allerdings verfolgt er neue Ziele wie etwa eine stärker ausgeprägte und unterrichtlich sichtbare konfessionelle Differenzsensibilität einerseits und Ökumenizität andererseits, bis hin zu einer völlig neuen Lehrplanentwicklung“, erläutert Woppowa. An das Fach würden also durchaus einige Erwartungen gestellt.

„Die ersten beiden Jahre nach der Einführung sind für uns besonders spannend“, sagt der Wissenschaftler. „Wir wollen untersuchen, wie sich das neue Fach vom bisherigen Religionsunterricht in Niedersachsen unterscheidet und wie es im Schulalltag eingeführt und umgesetzt wird.“

Im Mittelpunkt der Studie steht daher die in Schulen zu beobachtende Praxis sowie deren Auswirkungen auf den Unterricht und das Fachverständnis. Zudem wird untersucht, welches Potenzial der CRU für die Förderung der Ökumene in der Schule und darüber hinaus bietet. Dafür begleitet das Forschungsteam Schulen unterschiedlicher Schulformen und führt Interviews mit Lehrkräften sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

 

Weitere Informationen für die Medien:
Prof. Dr. Jan Woppowa, Universität Osnabrück
Institut für Katholische Theologie

E-Mail:  jan.woppowa@uni-osnabrueck.de

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