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100/2026
Körperbild über alle Sinne wahrgenommen

Uni sucht Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer

Eine negative Bewertung des eigenen Körpers stellt einen Risikofaktor für die Entwicklung von Essstörungen dar. Betroffene erleben häufig unangenehme Gefühle wie Scham, Angst oder negative Gedanken. Damit befasst sich das Forschungsprojekt „sensED“.

Gesucht für das Projekt unter der Leitung von Prof. Dr. Silja Vocks an der Uni Osnabrück werden Personen ab 16 Jahren mit einer diagnostizierten Essstörung oder psychisch gesunde Personen als Kontrollgruppe. Die Studie ist als reine Online-Erhebung konzipiert und umfasst mehrere Fragebögen. Die Gesamtlänge der Studie beträgt etwa 45 Minuten und wird bei vollständiger Teilnahme mit einem Wunschgutschein in Höhe von 10 Euro vergütet. 

In der bisherigen Essstörungsforschung wurde bislang zumeist die Wahrnehmung und Bewertung des eigenen Körpers über den visuellen Sinn, d. h. das Sehen, untersucht. So sollten Betroffene sich selbst auf Bildern oder ihr Spiegelbild betrachten und einschätzen. Während der visuelle Sinn unumstritten eine große Rolle in der Wahrnehmung des eigenen Körpers spielt, stehen andere Sinne bisher weniger im Fokus der Forschung. „Gleichzeitig wissen wir, dass Menschen ihren eigenen Körper im Alltag unumgänglich und permanent über alle weiteren Sinne wahrnehmen: Wir hören wie sich unsere Schritte auf dem Flur anhören, wie unsere Stimme klingt, wie unsere Gelenke knacken und unser Bauch grummelt“, erklärt die Psychologin Linda Sadowski. „Auch riechen wir möglicherweisen unseren Schweißgeruch, unsere frisch gewaschenen Haare oder unsere Haut, wenn wir nachdenklich mit unserer Hand ins Gesicht fassen. Nicht zuletzt spüren wir unseren Körper auch mit unserem Tast-Sinn. Wir nehmen unsere Oberschenkel auf dem Stuhl wahr, bemerken, dass sich unsere Haut heute trocken anfühlt oder unsere Hose am Bein kratzt“, fügt die Psychologin Lea Faesing hinzu. Unklar ist bislang allerdings, ob all diese Sinneseindrücke, die wir wahrnehmen auch einen Einfluss auf die Bewertung unseres eigenen Körpers haben und ob diese möglicherweise einen Einfluss auf die negative Körperbewertung bei Personen mit Essstörungen darstellen. 

Interessierte können über folgenden Link an der Umfrage teilnehmen:  https://kpp-limesurvey.psy.uni-osnabrueck.de/index.php?r=survey/index&sid=459825&lang=de

Weitere Informationen für die Medien: 
Linda Sadowski, M. Sc. Psych. und Lea Faesing, M. Sc. Psych. 
Universität Osnabrück, Institut für Psychologie, Fachgebiet Klinische Psychologie und Psychotherapie
 kpp-sensed@uni-osnabrueck.de
Instagram Klinische Psychologie Osnabrück: koerperbildforschung

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