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104/2026
Jahrestreffen der Deutschen Bromelien-Gesellschaft im Botanischen Garten der Universität Osnabrück

Die erstaunliche Vielfalt der Ananasgewächse

Eine Pflanzenbörse und zwei spannende Vorträge erwarten Besucher des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück am Samstag, 29. August 2026: Dann kommt hier die Deutsche Bromelien-Gesellschaft e. V. (DBG) zu ihrem Jahrestreffen zusammen. 

Ananasgewächse (Bromelien) faszinieren viele Menschen aufgrund ihrer außergewöhnlichen Formen- und Farbvielfalt. Viele Arten wachsen auf Bäumen oder an Felswänden und mussten spezielle Anpassungen an ihren extremen Lebensraum entwickeln, beispielsweise Auffangtrichter für Regenwasser oder Mechanismen, um Nebel aus der Luft zu kämmen. Auch die Blüten der Ananasgewächse sind oft spektakulär. Mit leuchtend bunten Farben locken sie Bienen, Kolibris oder Fledermäuse an, die sie bestäuben.

Nach der Pflanzenbörse von 11 bis 12 Uhr folgen am Nachmittag zwei kurzweilige Vorträge im Helikoniensaal des Bohnenkamp-Hauses: Um 15 Uhr berichtet Dr. Thorsten Rennebarth, Biologe und Bromelien-Enthusiast, über die aktuelle Forschung zur Systematik der Ananasgewächse. Titel seines Vortrags: „Gene statt Morphologie? Wie Genetik unsere Sicht auf Bromelien verändert und welche Methoden dahinterstehen“. 

Um 16 Uhr geht es um „Bromelien und andere botanische Juwelen an Naturstandorten in Ecuador“. Manfred Speckmaier, Reviergärtner und Orchideenexperte aus dem Botanischen Garten der Universität Wien, erzählt bildreich von seiner Reise nach Ecuador und gibt Einblicke in die mannigfaltige Pflanzenvielfalt dort. Die Vorträge dauern jeweils 45 Minuten. Der Eintritt ist frei. 

„Der Botanische Garten Osnabrück ist der ideale Ort für die Jahreshauptversammlung der Deutschen Bromeliengesellschaft“, findet die Direktorin des Botanischen Gartens, Prof. Dr. Sabine Zachgo. „Denn unser Garten beherbergt eine große Sammlung von mehr als 350 Bromelienarten. Viele dieser Pflanzen wurden am Naturstandort gesammelt, was die Sammlung aus wissenschaftlicher Sicht besonders wertvoll macht.“

Weitere Informationen für die Medien:
PD Dr. Stefan Abrahamczyk, Universität Osnabrück

Kustos der Botanischen Gartens

 stefan.abrahamczyk@uni-osnabrueck.de

 

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