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109/2026
17 Studierende aus 14 Ländern

Uni Osnabrück begrüßt erste Kohorte des internationalen Masterstudiengangs MemBioMed

Sie studieren Membranbiologie an drei Standorten in Europa: Nach Stationen in Nizza und Genua folgt für die Teilnehmenden des MemBioMed-Programms nun ein Semester in Osnabrück. Den Auftakt bildet eine Summer School mit internationalem Symposium.

Ägypten, Bangladesch, Deutschland, Ecuador, Georgien, Iran, Kasachstan, Nepal, Nigeria, Philippinen, Spanien, Schweiz, Ukraine und USA: Die Vielfalt der Herkunftsländer der ersten MemBioMed-Studierenden ist beeindruckend. Die internationale Gruppe begann ihr Studium vor rund einem Jahr und hat bereits je ein Semester an der Université de Côte d'Azur in Frankreich und an der Università di Genova in Italien absolviert. Nun folgt das dritte Semester – und zwar hier an der Uni Osnabrück.

„Unser innovatives, länderübergreifendes Studienprogramm soll die Teilnehmenden darauf vorbereiten, eine führende Rolle bei der Erforschung von Zellmembranen und der Ausschöpfung ihres therapeutischen Potenzials zu übernehmen“, so Prof. Dr. Joost Holthuis, MemBioMed-Koordinator an der Universität Osnabrück. „Dabei ergänzen sich die unterschiedlichen Forschungsschwerpunkte an den drei Studienorten optimal: In Nizza liegt der Fokus auf Membranbiochemie und Biophysik, in Genua auf Neurobiologie und Biomedizin und in Osnabrück auf Bioanalytik und Imaging.“ In Osnabrück wird der Fokus also auf analytischen Methoden zur Erforschung von Membranmolekülen liegen, ebenso wie auf Verfahren, die Prozesse in Membranen sichtbar machen.

Die Zeit in Osnabrück beginnt für die Studierenden in dieser Woche mit einer Summer School. Dort erhalten sie ausführliche Informationen zu ihrem Studium, lernen den Campus und die Stadt kennen und können erste wichtige Kontakte knüpfen. Ein zentrales Element des Programms ist darüber hinaus die Orientierung für die Masterarbeit. Denn die Studierenden müssen sich bald entscheiden, in welcher Arbeitsgruppe und an welcher der drei Universitäten sie diese durchführen wollen. Um ihnen bei diesem Prozess zu helfen, stellen alle am Programm beteiligten Arbeitsgruppenleiterinnen und -leiter ihre aktuelle Forschung vor und stehen anschließend im Rahmen eines „Speed-Datings“ für Fragen bereit. Das schließt nicht nur die Osnabrücker Forschenden mit ein, sondern auch die aus Nizza und Genua, die zu diesem Anlass ebenfalls vor Ort sind.

Den wissenschaftlichen Höhepunkt der Summer School bildet Ende der Woche das internationale Symposium „Spatial-temporal interrogation of living membranes”, das in Kooperation mit der Research Training Group 2900 „nanomaterials@biomembranes“ stattfindet. Neben Fachvorträgen von internationalen Forschenden über die Biologie von Zellmembranen und ihrem therapeutischen Potential bietet das Symposium den Masterstudierenden Raum, um sich zu vernetzen.

Joost Holthuis freut sich, nach der langen Planungszeit die ersten MemBioMed-Studierenden in Osnabrück begrüßen zu dürfen: „Wir haben mit unseren Kolleginnen und Kollegen in Nizza und Genua ein Curriculum entwickelt, das die qualifiziertesten und kompetentesten internationalen Spezialisten in der Biomembranforschung ausbildet. Es ist ein besonderer Moment, nun die ersten, hochmotivierten Studierenden in Osnabrück zu empfangen, die davon profitieren.“

Der Masterstudiengang MemBioMed wird im Rahmen des Erasmus Mundus Joint Master Programms von der EU mit rund 3,8 Millionen Euro unterstützt. Die Förderung umfasst insgesamt vier Kohorten inklusive Stipendien für die Teilnehmenden. Studienbeginn ist jeweils im Herbst eines Jahres. Für Joost Holthuis bedeutet das: Kurz nach der Begrüßung der Studierenden der ersten Kohorte in Osnabrück macht er sich auf den Weg nach Nizza, um dort den Start der zweiten Kohorte zu begleiten – die dann im kommenden Jahr an der Uni Osnabrück eintreffen wird.

Weitere Informationen zum Studiengang auf der  Website der Université de Côte d’Azur.

Weitere Informationen für die Medien: 
Prof. Dr. Joos Holthuis, Universität Osnabrück
FB 5 Biologie/Chemie, Abteilung Molekulare Zellbiologie

 joos.holthuis@uni-osnabrueck.de 

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