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International picnic der Summer Schools 2019

Studierende aus aller Welt bei International Summer Schools

Zum zehnten Mal jährten sich im Juli 2019 die internationalen Summer Schools, zu denen die Universität Osnabrück über 40 Studierende aus aller Welt begrüßen konnte. Über einen Zeitraum von mehreren Wochen nahmen diese an eigens für das Programm konzipierten Seminaren, Vorlesungen, Workshops und Übungen teil, die in den beteiligten Fachbereichen ausgerichtet wurden.

Foto: Universität Osnabrück / David Ebener

Starke Eindrücke gab es im Felix-Nussbaum-Haus.

Foto: Universität Osnabrück / Lukas Willenborg

Ein Besuch des Osnabrücker Rathauses stand auch auf dem Programm.

Foto: Universität Osnabrück / Servicestelle Costa Rica Zentrum

Der fachliche Austausch war besonders wichtig.

Die vier Summer Schools – „Biomembranes and Cellular Microcompartments“ (Fachbereich Biologie/Chemie), „Introduction to German Language and Culture“ (Sprachenzentrum), „Europe in a Nutshell: German Law and German Culture“ (Fachbereich Rechtswissenschaften) und „Facing the Future: Migration and Intercultural Dialogue in a Sustainable Society“ (Costa Rica Zentrum) – boten den Teilnehmenden eine intensive Auseinandersetzung mit ihren jeweiligen Themenkomplexen und erlaubten ihnen einen Einblick in Osnabrücker Fachkulturen.

Die elf TeilnehmerInnen der Summer School „Biomembranes and Cellular Microcompartments“ stellten sich unter der Leitung von Experten aus dem Fachbereich Biologie/Chemie etwa der Frage, wie die Mikroumgebung eines Proteins – das zelluläre Mikrokompartiment – das Leben von Organismen beeinflusst. „In unseren Fachbereichen verbinden wir eine starke Tradition der Biomembran-Forschung mit den neuesten Entwicklungen an den Schnittstellen zur Nanowissenschaft und Zellbiologie“, so Prof. Dr. Joost Holthuis, Koordinator des Programms. „Mit der Summer School wollen wir internationale Talente als Masterstudierende und Promovierende gewinnen. Außerdem möchten wir den Austausch von akademischen und kulturellen Erfahrungen zwischen lokalen und internationalen Studentinnen und Studenten anregen.“

Im Sprachenzentrum erhielten währenddessen 14 TeilnehmerInnen aus Südkorea, China, den USA, Gambia und Spanien durch einen mit Kulturveranstaltungen und einem Buddy-Programm verzahnten Sprachkurs ihren ersten Einblick in die deutsche Sprache sowie die Geschichte und Kultur der Stadt Osnabrück und der Region. Nach drei Wochen intensiven Lernens sowohl innerhalb als auch außerhalb des Seminarraums haben alle TeilnehmerInnen erfolgreich das Sprachniveau A1.1 absolviert. "Wir sind beeindruckt, was die jungen TeilnehmerInnen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt in dieser kurzen Zeit an sprachlichen Kompetenzen erworben haben. Im Gegenzug haben sie unseren Studierenden durch das Buddy-Programm ihre eigene Kultur und Sprache näherbringen können. Eine wirklich tolle Kombination!", fasst Stefan Serwe, der Geschäftsführende Leiter des Sprachenzentrums, die vergangenen drei Wochen zusammen.

Sieben Studierende der Universität Anhui, China, sind angereist für die eigens für sie konzipierte Summer School des Kompetenzclusters Chinesisches Recht im Fachbereich für Rechtswissenschaften, im Rahmen derer sich die TeilnehmerInnen mit internationalen Perspektiven auf deutsches und europäisches Recht auseinandersetzten und ihre fachliche Expertise schärfen konnten. Die Studierenden waren besonders von den Einheiten zum Handelsrecht und von rechtstheoretischen Fragestellungen fasziniert. Das Handelsrecht bestach durch seine Verknüpfung von dogmatischer Struktur und praktischer Anwendbarkeit. Die rechtstheoretischen Fragestellungen waren vor allem deshalb faszinierend, weil sie es den Studierenden erlaubten, neue Erfahrungen und Inhalte in ihr juristisches Denken einzuordnen. In der Freizeit war natürlich auch die Erkundung der Stadt Osnabrück eine sehr positive Erfahrung.

Zweieinhalb Wochen lang haben 15 Studierende von Universitäten in Costa Rica, Nicaragua, Guatemala, der Universität Bielefeld sowie der Universität Osnabrück an der interdisziplinären Summer School „Facing the Future: Migration and Intercultural Dialogue in a Sustainable Society“ des Costa Rica Zentrums teilgenommen. Neben Vorträgen, Workshops und Trainings auf dem Campus standen auch verschiedene Programmpunkte außerhalb der Universität Osnabrück an. Hierzu gehörte unter anderem ein Besuch bei der Sievert AG, bei dem die Studierenden einen Überblick über das Thema interkulturelles Management erhalten sowie das Technologiezentrum kennengelernt hatten. Des Weiteren fand eine Exkursion zum Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften in Göttingen statt. „Im Rahmen der Summer School sind viele spannende Ergebnisse entstanden. Hierzu zählt insbesondere die Feststellung, dass bei der Diskussion von Themen im Bereich Migration eine engere Verbindung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit wünschenswert ist“, so Dr. Alexandra Nitz, Leitung der Servicestelle Costa Rica Zentrum.

Die fachlichen Programme werden ergänzt durch ein breit gefächertes kulturelles Rahmenprogramm, das vom Büro für Kurzzeitprogramme im International Office organisiert und begleitet wird. Darunter fielen in diesem Jahr etwa eine Wattwanderung nach Baltrum, eine abschließende Exkursion nach Berlin inklusive Besuch des Reichstags, aber auch eine Nachtwächtertour in Osnabrück. „Es ist uns wichtig, unseren Gästen auch außerhalb ihrer fachlichen Programme Einblicke in regionale und überregionale kulturelle Kontexte zu ermöglichen“, so Rouven Brinkmann, Koordinator der internationalen Kurzzeitprogramme. „Schließlich sind auch die Fachkulturen selbst geprägt durch diese Kontexte.“

Die Summer Schools und die Kurzzeitprogramme als Gesamtkomplex, ergänzt Dr. Stephanie Schröder, Leiterin des International Office, „tragen maßgeblich zur Erhöhung der internationalen Sichtbarkeit des Standorts Osnabrück und zugleich zur Stärkung der Austauschbeziehungen mit Partneruniversitäten bei.“ Der stete Ausbau des etablierten Programms ermögliche ein zielgruppengerechtes und aktuelles Angebot in Zeiten kontinuierlichen globalen Wandels.

Die Summer Schools 2019 des Fachbereichs Biologie/Chemie sowie des Costa Rica Zentrums wurden finanziell gefördert durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst, aus Mitteln des Auswärtigen Amts sowie der Sievert Stiftung für Wissenschaft und Kultur.