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Qualitätssicherung

Als bundesweit eine der ersten Hochschulen hat die Universität Osnabrück Mitte der 1990er Jahre einen Senatsbeschluss zur Qualitätssicherung und Profilbildung in Forschung und Lehre gefasst und alle Wissenschaftsbereiche, die zentralen Einrichtungen und die Verwaltung einer internen und externen Evaluation unterzogen.

Seither ist die Qualitätssicherung an der Universität Osnabrück in einem Mehrebenenkonzept ausgebaut worden, das mit den im Schaubild aufgeführten und weiter unten im Einzelnen erläuterten Instrumenten der Überprüfung und Förderung der Lehrkompetenz, des qualitativen sowie quantitativen Monitorings alle relevanten Ebenen berücksichtigt:

Die Qualitätssicherung ist aus Elementen des strategischen Managements zu einem Regelkreis verbunden.

Wichtigstes Instrument sind die Zielvereinbarungen zwischen Hochschulleitung und den einzelnen Fachbereichen, deren Umsetzung in Jahresgesprächen thematisiert wird. Die Vereinbarungen werden auf Grundlage der fachbereichsspezifischen Grunddaten, der aktuellen Entwicklungskonzepte der Fächer und Fachbereiche, der jährlichen Tätigkeitsberichte der Fachbereiche und der aktuellen Absolventenstudien und Evaluationsberichte entwickelt und beinhalten Maßnahmen zu Zeitplänen und Verantwortlichkeiten, zu konsensorientierten Problemlösungen und Innovationen, sowie zu Transparenz und Verbindlichkeit. Sie beziehen sich auf das gesamte Leistungsspektrum eines Fachbereichs: Studium und Lehre, Forschung und Nachwuchsförderung, Internationalisierung, Gleichstellung und ggf. Weiterbildung.

Aus diesem Maßnahmen- und Ergebniscontrolling können Folgerungen für die Haushaltsgespräche zwischen Hochschulleitung und Fachbereich sowie für die nächsten Jahresgespräche und Zielvereinbarungen gezogen werden.

Der Regelkreis kann aufgrund einer anlassbezogenen Strukturevaluation eines Fachbereichs durch die Wissenschaftliche Kommission Niedersachsen ergänzt werden:

Netzwerk Quality Audit

Die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagementsystems (QM-Systems) für Lehre und Studium erhält durch die Teilnahme der Universität Osnabrück am Verbundprojekt „Netzwerk Quality Audit“ wichtige Impulse. Es wird aus dem Qualitätspakt Lehre von 2011 bis 2016 gefördert. Ziel des Projektes ist es, im Erfahrungsaustausch der teilnehmenden acht Hochschulen Anforderungen an und Kriterien für gute QM-Systeme zu identifizieren. Auf dieser Grundlage wird ein Quality Audit-Verfahren ausgearbeitet und erprobt, das zur Optimierung des jeweiligen QM-Systems und als Vorbereitung auf eine Systemakkreditierung genutzt werden kann.

Evaluation während des Studiums

Die erste Ebene des Konzepts interner Qualitätssicherung ist die interne Lehrveranstaltungsevaluation in Form studentischer Beteiligung. Um vergleichende Aussagen zur Qualität der Lehrveranstaltungen aus studentischer Perspektive zu ermöglichen, finden seit dem Sommersemester 2006 regelmäßige, flächendeckende Lehrveranstaltungs-Evaluationen statt, bei denen jedes dritte Semester die Veranstaltungen jedes Fachbereiches evaluiert werden.

Zu diesem Zweck wurde 2005 die Servicestelle Lehrevaluation eingerichtet, die für die Entwicklung, Durchführung, Auswertung und Kommunikation von universitätsweit durchgeführten internen Evaluationsmaßnahmen zur Sicherung der Qualität von Studium und Lehre verantwortlich ist.

Evaluation des Studienerfolgs / Absolventenstudien

Die Befragung von Absolventinnen und Absolventen gibt Auskunft darüber, wie berufsbefähigend der erworbene Abschluss tatsächlich ist und wie die Studien- sowie Prüfungsorganisation in der Retrospektive empfunden wird. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Befragung liegen unter anderem auf den Studienbedingungen und dem Übergang vom Studium ins Berufsleben. Die Absolventenstudien liefern den Fächern und Fachbereichen ein wichtiges Feedback vom Arbeitsmarkt, das unter anderem konkrete Anhaltspunkte für die Studiengangsplanung beisteuern kann und deren Ergebnisse in die laufende Planung der Lehrveranstaltungen einfließen. Die Ergebnisse werden jährlich im Frühjahr vorgestellt.

Die Durchführung der Absolventenbefragung erfolgt seit 2008 durch die Servicestelle Lehrevaluation in Kooperation mit dem "Internationalen Zentrum für Hochschulforschung Kassel (INCHER)". Die Befragung wird im Rahmen des von INCHER verantworteten und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten wissenschaftlichen Projekts "Studienbedingungen und Berufserfolg – Kooperation deutscher Hochschulen beim Aufbau und der Durchführung von Absolventenstudien" durchgeführt, dem sich bundesweit circa 60 Hochschulen angeschlossen haben.

Einige Fächer und Fachbereiche verfügen zudem über weitere institutionalisierte Formen zur Studierendenbindung: So hat sich zum Beispiel im Fachgebiet Geografie aus dem Forum der Ehemaligen ein Verein der "Freunde der Osnabrücker Geografie" (FrOG) entwickelt, der seit seiner Gründung in regelmäßigen Abständen jährlich verschiedene Workshops zu den Themenbereichen Bewerbung, Bewerbungsgespräch, Schule in der Praxis usw. für Studierende höherer Semester veranstaltet.

Evaluation von Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren

Die an der Universität Osnabrück tätigen Juniorprofessoren werden nach Ablauf einer ersten Beschäftigungsphase von drei Jahren bezüglich ihrer Lehr- und Forschungsleistungen überprüft und bewertet. Eine positive Bewertung ist die Voraussetzung für die Verlängerung um weitere drei Jahre. Das nähere Verfahren dieser Qualitätssicherungsmaßnahme ist in der Ordnung zur Verlängerung der Juniorprofessuren geregelt.

Zentrum für Informationsmanagement und virtuelle Lehre

Das Zentrum für Informationsmanagement und virtuelle Lehre der Universität Osnabrück (virtUOS) ist eine zentrale Forschungs- und Serviceeinrichtung der Universität. Es ist deren Aufgabe, innovative Technologien im Umfeld von Lehre und Hochschulorganisation zu erforschen bzw. zu entwickeln und in Kooperation mit anderen Institutionen der Hochschule prozessbasiert einzuführen.

Im Geschäftsbereich Virtuelle Lehre konzeptioniert, entwickelt und erprobt virtUOS medienbasierte Werkzeuge für die Qualitätsverbesserung der Hochschullehre. Wichtiger Schwerpunkt ist dabei auch die Kompetenzvermittlung und didaktische Beratung für Lehrende der Universität Osnabrück (sowie anderer niedersächsischer Hochschulen), um eine Rezeption neuester Technologien im Regelbetrieb der Hochschule zu ermöglichen. Dabei arbeitet virtUOS eng mit anderen mediendidaktisch ausgerichteten Einrichtungen in Niedersachsen zusammen.

Ein weiteres wichtiges Themenfeld des Geschäftsbereichs virtuelle Lehre ist die Qualitätssicherung. Hier sind Kompetenzen und Aktivitäten zu den Schwerpunkten Qualitätssicherung in der medienbasierten Lehre, E-Prü­fungen, Softwareergonomie & Accessibility, Change Management sowie die technologiebasierte Weiterent­wicklung organisatorischer Abläufe verortet.

Externe Evaluation von Lehre, Studium und Forschung in Niedersachsen

In regelmäßigen Zeitabständen wurden seit 1998 bzw. 2000 in Niedersachsen die Bereiche Lehre und Studium sowie Forschung in den einzelnen Fächern auf der Grundlage eines umfangreichen Selbstberichts des Fachs und einer Vor-Ort-Begutachtung niedersachsenweit vergleichend durch nationale und internationale Fachkolleginnen bzw. Fachkollegen evaluiert. Die Umsetzung der gutachterlichen Empfehlungen wurde in Zwischenberichten und Folgeevaluationen sorgfältig kontrolliert. Die Durchführung der Evaluation lag im Bereich Lehre und Studium bei der Zentralen Evaluations- und Akkreditierungsagentur (ZEvA) Hannover und im Bereich Forschung bei der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen. Nach dem Wegfall der Regelevaluationen 2008 bzw. 2009 und im Zusammenhang mit dem Abschluss von leistungsorientierten Zielvereinbarungen zwischen der Hochschulleitung und den Fächern gibt die Universität Osnabrück anlassbezogen Evaluationen und Strukturberatungen bei der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen in Auftrag. Erste positive Erfahrungen konnten bereits im Bereich der Gesundheitswissenschaften, der Philologien sowie der Physik gesammelt werden.