DAM-SN-iSeal2
Integrierte sozial-ökologische Netzwerkanalyse für die transdisziplinäre Entwicklung von Indikatoren und Handlungsempfehlungen zur Reduktion anthropogener Stressoren
Das Projekt iSeal2 ist Teil der Forschungsmission der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) SustainMare: “Schutz und nachhaltige Nutzung mariner Räume” .
Das Wattenmeer ist ein einzigartiger Lebensraum und spielt eine bedeutende Rolle für Mensch und Natur. Die Auswirkungen komplexer Stressoren wie Klimawandel, Fischerei und invasive Arten gefährden jedoch einen guten Zustand der marinen Küstenökosysteme. Insbesondere Meeresschutzgebiete haben daher eine große Bedeutung für den Erhalt der Vielfalt von Arten, ökologischen Prozessen und Lebensräumen sowie der daraus resultierenden Ökosystemleistungen.
Das Projekt iSeal2 ist Teil der Forschungsmission der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) SustainMare: “Schutz und nachhaltige Nutzung mariner Räume”. iSeal2 erarbeitet in einem ganzheitlichen transdisziplinären Forschungsansatz Wissensgrundlagen und Handlungsempfehlungen, um die Auswirkungen multipler Stressoren auf Biodiversität, Funktionalität und auf das Nahrungsnetz entlang der deutschen Nordseeküste zu minimieren. Die Nationalparks Schleswig-Holsteinisches und Niedersächsisches Wattenmeer sowie die angrenzende Küstenregion dienen in dem Projekt als Reallabore. Zusammen mit Schlüsselakteuren aus der Verwaltung, Ökosystemnutzern und Nichtregierungsorganisationen erweitert das Projekt die Grundlagen für die Umsetzung eines ökosystembasierten Managements.
Das Vorhaben der Universität Osnabrück konzentriert sich auf die organisatorische Umsetzung des ökosystembasierten Managements. Ökosystembasierter Meeresschutz erfordert integrierte und partizipative Managementansätze. Die Umsetzung solcher Ansätze stellt jedoch aufgrund vielfältiger sozial-ökologischer Zusammenhänge und der hohen Anzahl unterschiedlicher Stakeholder eine komplexe Herausforderung dar. In dem Vorhaben werden Visionen und Handlungsempfehlungen für die Gestaltung von integrativen Governance-Strukturen in den Wattenmeer-Nationalparks in einem interaktiven Prozess transdisziplinär entwickelt. Ferner werden Toolkits auf der Grundlage einer semi-quantitativen Analyse zur Bewertung sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Netzwerke unter verschiedenen Stressfaktoren und Szenarien für die marine Raumplanung entwickelt und angewendet. Damit trägt das Vorhaben passgenau zu den Zielen der Forschungsmission bei und fördert den Schutz der biologischen Vielfalt in den deutschen Meeren.