Nachdem wir, trotz Schnee und Eis, pünktlich mit der Bahn in Hamburg ankamen und die letzten Studierenden zur Gruppe dazustoßen konnten, hat Marcel Lewerentz mit der Stadtführung begonnen. Dabei besichtigten wir einige historische Orte der Hamburger Innenstadt, wobei der Fokus auch auf historischen Gebäuden oder Orten lag, die (zumindest in dieser Form) heute nicht mehr existieren. Ein Beispiel hierfür ist das Gelände neben der ehemaligen Hammaburg, die auch Namensgeberin der Hansestadt ist. Besonders interessant ist, dass nicht nur die Hammaburg, sondern nach ihr im Hochmittelalter auch der Mariendom an diesen geschichtsträchtigen Ort stand. Auch das Rathaus sowie die alte Börse wurden eingehend besprochen. Besonders dadurch, dass Herr Lewerentz auch zeitgenössische Abbildungen der Sehenswürdigkeiten zum Anschauen mitgebracht hat, konnte die Veränderung der Stadt gut nachvollzogen werden.
Im Anschluss an die Stadtführung besuchten wir die Ausstellung "Kinder, Kinder! Zwischen Repräsentation und Wirklichkeit" im Bucerius Kunst Forum. Zunächst bekamen wir eine Führung durch einen Kunstvermittler, der uns durch gewählte Werke der Ausstellung führte und dabei Hintergründe sowie seine Interpretation zu den Werken erläuterte. Diese Einordnungen waren sehr nützlich, da die Ausstellung weder chronologisch noch nach Kunststilen, sondern nach Themenfeldern wie "Kindheit und Armut" oder "Erziehung" strukturiert war. Als unser Kunstvermittler in einem thematischen Exkurs zum Westfälischen Friedenskongress jedoch vergaß, dass Osnabrück eine der Verhandlungsstädte war und dabei noch die wichtigere, für die reichsinternen Angelegenheiten, waren wir als Osnabrücker Studierende etwas schockiert, behielten aber unsere Contenance.
Nach der Führung hatten wir noch Zeit, die Ausstellung selbst zu besichtigen. Dabei war für viele besonders die Darstellungen zum Tod von Kindern interessant, die unser Kunstvermittler mit dem passenden Fingerspitzengefühl und der angemessenen Rücksicht für solch ein emotionales Thema ausgelassen hat.
Ich persönlich finde besonders erwähnenswert und spannend, wie häufig Kinder mit Hunden, und in geringerem Umfang auch mit anderen Tieren, in den Werken dargestellt wurden. Dabei fanden sich solche Darstellungen von Kindern mit Hunden in allen verschiedenen Themenbereichen und in den verschiedenen Kunststilen wieder. Generell war die Ausstellung sehr zu empfehlen, besonders mit einem Guide, der einen durch die verschiedenen Themenbereiche führen kann.