Mit mehr als 2000 Vorträgen von Teilnehmenden aus über 60 Ländern ist der IMC die größte Mediävistik-Tagung Europas und einer der wichtigsten internationalen Treffpunkte für Mediävistinnen und Mediävisten aller Welt. Die Tage in Leeds bestanden aus einem dichten Programm mit zahlreichen Panels, Vorträgen und anregenden Diskussionen. Auch wir konnten unsere Forschung vorstellen und diskutieren. Linn Eckhof zeigte, welchen Faktoren von zeitlicher Unkalkulierbarkeit spätmittelalterliche Jerusalempilger auf ihren Reisen ins Heilige Land ausgesetzt waren und wie es um die Akzeptanz und emotionalen Effekte dieser Faktoren stand ( Session: 517 - Narrating Time in the Holy Land), Lara Jäger stellte vor, wie Vergangenheitsbezüge in der bretonischen Geschichtsschreibung zur Legitimierung der Gegenwart sowie der nahen Vergangenheit genutzt werden ( 325 - Drafting the Past) und Christoph Mauntel gab in seinem Vortrag einen Überblick über die aktuelle Forschungslage zum Thema „Warten“ und legte den Mehrwert der Erforschung des Themas dar ( Session: 227 - Temporalities of Waiting).
Mit vielen neuen Ideen und spannenden Impulsen kehrten wir zurück. Unser Fazit: Zeit ist relativ – gute Gespräche vergehen immer zu schnell, lange Konferenztage erstaunlich auch, und die Rückreise dauert grundsätzlich länger als die Hinfahrt.
Wir freuen uns darauf, die gewonnenen Anregungen in unsere weitere Arbeit einfließen zu lassen – und zählen schon die Tage bis zur nächsten Tagung.