Ein Schwerpunkt seiner Forschung ist die Geschichtskultur: Martin Schlutow untersucht, wie Geschichte in der Öffentlichkeit dargestellt, vermittelt und verhandelt wird. Besonders intensiv hat er sich mit historischen Museen beschäftigt: Mit der Darstellung von Migrationsgeschichte, der Gestaltung von Ausstellungen und mit Möglichkeiten, Besucherinnen und Besucher an musealer Geschichtsvermittlung zu beteiligen.
Ein weiterer wichtiger Forschungsbereich ist die Bedeutung von Sprache für historisches Lernen. Dazu forscht er zum sprachsensiblen und bilingualen Geschichtsunterricht sowie zum Lesen und Schreiben im Fach Geschichte.
Die Geschichtslehrer*innenbildung bildet einen dritten wichtigen Schwerpunkt seiner Arbeit. Er untersucht unter anderem, wie angehende Lehrkräfte Geschichtsunterricht wahrnehmen und wie sich ihre professionelle Entwicklung fördern lässt. Zudem hat er zahlreiche Fortbildungen für Lehrkräfte insbesondere zum sprachsensiblen Geschichtsunterricht konzipiert und durchgeführt. Damit verbindet er geschichtsdidaktische Forschung mit den Anforderungen der schulischen Praxis.
Mit seinem Forschungsprofil bereichert Martin Schlutow das Historische Seminar an Universität Osnabrück ungemein. Wir freuen uns auf neue Impulse und die Zusammenarbeit mit ihm in Forschung, Lehre und Lehrer*innenbildung. Lieber Martin Schlutow, herzlich willkommen in Osnabrück!