Buchreihe | Konfliktlandschaften
Konfliktlandschaften
Seit 2014 forscht an der Universität Osnabrück die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Konfliktlandschaften zu Geschichte und Gegenwart gewaltüberformter Orte. Ihr Ziel ist eine multiperspektivische Annäherung an die materielle und diskursive Transformation historischer Schauplätze mit einem Methodenspektrum, das von Geschichts- und Kulturwissenschaften über die Archäologie bis zur Geoarchäologie, der Geophysik und der Fernerkundung reicht.
Seit 2014 forscht an der Universität Osnabrück die Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Konfliktlandschaften (IAK) zu Geschichte und Gegenwart gewaltüberformter Orte. Ihr Anspruch ist eine multiperspektivische Annäherung an die materielle und diskursive Transformation historischer Schauplätze: mit einem Methodenspektrum, das von den Geschichts- und Kulturwissenschaften über die Archäologie und Geoarchäologie bis zur Geophysik und Fernerkundung reicht.
Mit dem Erscheinen der ersten beiden Bände im Juli 2022 hat die von Christiane Kunst, Christoph Rass, Thomas Vogtherr und Lale Yildirim herausgegebene Reihe »Konfliktlandschaften« einen eigenen Publikationsort für Forschungsergebnisse aus dem Feld der interdisziplinären conflict landscape studies etabliert. Die Reihe erscheint im Universitätsverlag Osnabrück bei V&R/Brill. Band 3 ist für 2026 angekündigt.
Die Reihe verbindet zwei Funktionen. Sie sammelt empirische und konzeptionelle Beiträge der IAK und ihrer Kooperationspartner; zugleich versteht sie sich als offene Plattform für anschlussfähige Arbeiten zur Konfliktlandschaftsforschung im deutschsprachigen und internationalen Raum.
- Band 1: Christoph Rass & Mirjam Adam (Hg.): Konfliktlandschaften interdisziplinär lesen, Paderborn 2022.
In Band 1, herausgegeben von Mirjam Adam und Christoph Rass, diskutieren 16 Beiträge Gewaltorte von der Antike bis in die Gegenwart aus archäologischer, geschichtswissenschaftlicher, kulturwissenschaftlicher, didaktischer, museologischer, künstlerischer und literarischer Perspektive. Dabei präsentieren vier Beiträge zum “Schlachtfeld Hürtgenwald” in der Nordeifel erste und wesentliche Forschungsergebnisse eines Projekts der IAK. - Band 2: Frank Möller: "Einer gewaltigen Übermacht ehrenvoll unterlegen...?" Militaria-Literatur über den Zweiten Weltkrieg am Beispiel des Kriegsschauplatzes Nordeifel/ 'Hürtgenwald', Paderborn 2022.
Mit Band 2 erscheint die erste Monographie der Reihe, ein Text von Frank Möller über die Herstellung revisionistischer Geschichtsbilder und Erzählungen zur “Schlacht im Hürtgenwald” im Genre der Militaria-Literatur. Rekonstruktion und Analyse zeigen nicht nur den Kanon inhaltlicher Versatzstücke und problematischer Deutungen mit Blick auf deren Entstehen und Persistenz auf. Vielmehr wird auch die Bedeutung regionaler Akteure und ihrer Netzwerke für diese Art der Geschichtsproduktion deutlich. - Band 3 wird die “Schlacht im Hürtgenwald” und deren museale Verankerung vor Ort in den Kontext der regionalen NS-Geschichte einordnen.