Die Arbeitsgruppe 2026
Interdisziplinäre Arbeitsgruppe Konfliktlandschaften 2026
Mit der Wiederbesetzung der Professur für die Archäologie der römischen Provinzen am Historischen Seminar der Universität Osnabrück durch Prof. Dr. Marcus Zagermann verschiebt sich auch die personelle und disziplinäre Konstellation der Interdisziplinären Arbeitsgruppe Konfliktlandschaften. Die Arbeitsgruppe knüpft an den methodischen Kern der Jahre 2014 bis 2024 an: an die integrierte Analyse von Materialität, Diskurs und Vermittlung gewaltüberformter Orte. Zugleich öffnet sich das Profil in Richtung einer engeren Verschränkung von Fernerkundung, Archäologie, Geschichtswissenschaft und Politikwissenschaft.
Die folgende Aufstellung dokumentiert den Stand der Arbeitsgruppe ab 2026. Sie wird kontinuierlich fortgeschrieben, sobald weitere Kooperationen, Doktorand:innen und Postdocs hinzutreten. Der Track Record der ersten Arbeitsphase 2014–2024 bleibt unter Mitglieder und Kooperationspartner 2014–2024 sichtbar.
Fernerkundung und digitale Bildverarbeitung
- Prof. Dr. Björn Waske (Fernerkundung und digitale Bildverarbeitung)
- Dr. Thomas Jarmer
- Dr. Marcel Storch, M.Sc.
Archäologie
- Prof. Dr. Marcus Zagermann (Archäologie der römischen Provinzen)
Geschichtswissenschaft
- Prof. Dr. Christiane Kunst (Alte Geschichte)
- Prof. Dr. Christoph Mauntel (Mittelalterliche Geschichte)
- Prof. Dr. Christoph Rass (Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung) — Koordination
Politikwissenschaft
- Prof. Dr. Ulrich Schneckener (Internationale Beziehungen / Friedens- und Konfliktforschung)
Konzeptioneller Anschluss
Diese Aufstellung zeigt die Disziplinen, die in der zweiten Arbeitsphase der IAK kontinuierlich zusammenarbeiten. Mit der Fernerkundung gewinnt jenes Methodenprofil ein eigenes Standbein, das die Osnabrücker Konfliktlandschaftsforschung in den vergangenen Jahren als zentrales Instrument zerstörungsfreier Prospektion ausgebaut hat. Die Archäologie der römischen Provinzen führt die etablierte Kooperation mit dem Museum und Park Kalkriese weiter und verbindet sie mit Forschungen zu Konfliktorten anderer Epochen. Die Geschichtswissenschaft trägt die multiperspektivische Analyse von Ereignishorizont, Transformation und Erinnerung; die Politikwissenschaft öffnet das Feld in Richtung gegenwärtiger Konfliktdynamiken und einer empirisch fundierten Gewaltforschung.
Insgesamt steht die Arbeitsgruppe damit für einen integrierten Zugriff: nicht für eine additive Begegnung der Disziplinen, sondern für eine gemeinsame Arbeit an Forschungsgegenständen, die nur in dieser Verschränkung angemessen lesbar werden.