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Hörsaalkino "Holt – Der Windkraft-Schwindler"

Am Dienstag, den 19. Mai, luden die Lehrstühle Wolff und Sinn zum Hörsaalkino “Holt – Der Windkraft-Schwindler” mit anschließender Podiumsdiskussion im großen Hörsaal 22/B01 ein. 

Über 100 Studierende und andere Interessierte verfolgten gespannt den Dokumentarfilm, der das Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem aus Haselünne stammenden Scheinunternehmer Hendrik Holt – ehemals als Visionär und „Wunderkind“ der Windkraftbranche gefeiert – und der Staatsanwaltschaft Osnabrück nachzeichnet, das 2020 schließlich in einer Festnahme in einer Luxussuite des Hotel Adlon und mit einer Verurteilung vor dem Landgericht Osnabrück endete.

Anschließend wurde mit zwei Protagonisten des Falls sowie mit weiteren Experten unter Moderation von Prof. Dr. Johanna Wolff als Dekanin des Fachbereichs Rechtswissenschaften und „True Crime-Fan“ diskutiert: Oberstaatsanwalt Dr. Nils Leimbrock (im Fall ermittelnder Leiter der „Zentralstelle zur Bekämpfung krimineller Clanstrukturen“; Staatsanwaltschaft Osnabrück) und Staatsanwalt Michael Tschochohei (im Fall für die Vermögensabschöpfung zuständige Staatsanwalt; heute: Niedersächsisches Justizministerium) erzählten von den Besonderheiten der Ermittlungsmaßnahmen und des Verfahrens gegen Holt sowie von Ihrer Mitwirkung an der Produktion des Dokumentarfilms. Prof. Dr. Prof. h.c. Arndt Sinn gab Einblicke in den aktuellen Stand der Forschung zu Organisierter Kriminalität. Schließlich berichtete Said Schendel (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) von seiner Tätigkeit als Gutachter in Gerichtsverfahren und ergänzte die juristischen Ausführungen der Diskussionsteilnehmer um medizinische Hintergrundinformationen.

Ein besonderer Dank gilt auch der Fachschaft Jura Osnabrück, die mit dem Verkauf von Getränken und Popcorn für ein „echtes“ Kinogefühl sorgten.

Praxisabend "Vom Hörsaal in die Strafverteidigung"

Im Rahmen des Praxisabends "Vom Hörsaal in die Strafverteidigung" am 10. April 2026 berichteten Lars Bojen, Dr. Yari Dennhardt und Dr. Patrick Pörtner interessierten Studierenden und Referendaren aus erster Hand von ihren Karrierewegen im Wirtschaftsstrafrecht. Dabei ging es vor allem um die Fragen, wie der Einstieg in das Berufsleben gelingen kann, welche Mandate den Arbeitsalltag prägen und welche Spezialisierungsmöglichkeiten innerhalb des Wirtschaftsstrafrechts bestehen. Im Anschluss an die Erfahrungsberichte gab es die Gelegenheit für Fragen, fachlichen Austausch und Networking.

Gastvortrag "Die Todesstrafe in Japan"

Das Institut für Wirtschaftsstrafrecht und das Zentrum für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS) luden am 10. Dezember 2025 zum Vortrag „Die Todesstrafe in Japan“ von Prof. Dr. Dres. h.c. Makoto Ida ein.

In Japan besteht die Todesstrafe weiterhin; sie wird zwar nicht häufig, aber in regelmäßigen Abständen verhängt und vollstreckt. Ihr Nutzen und ihre Legitimität sind auch dort Gegenstand intensiver Diskussionen – wenngleich Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung an ihrer Beibehaltung festhält.

Professor Makoto Ida, einer der führenden Strafrechtswissenschaftler Japans, hat sich in seinem gleichnamigen Buch – dem Ausgangspunkt seines Vortrags – eingehend mit der Todesstrafe aus der Perspektive der Straftheorie auseinandergesetzt. Darin stellt er die in Japan dominierende Vorstellung von Strafe als Vergeltung grundlegend infrage. Diese Theorie bildet bislang die gemeinsame argumentative Basis sowohl für Befürworter als auch für Gegner der Todesstrafe. Indem Professor Ida diese theoretische Grundlage kritisch analysiert, legt er die vorausgesetzten Denkmuster und Widersprüche der japanischen Strafrechtsdebatte offen und eröffnet neue Perspektiven für eine sachlichere Diskussion.

Das Werk hat in Japan große Resonanz gefunden und der festgefahrenen öffentlichen wie wissenschaftlichen Auseinandersetzung neue Impulse gegeben. Dank der Übersetzung von Prof. Dr. Matthias K. Scheer liegt das Buch auch in deutscher Sprache vor und macht die japanische Debatte erstmals einem deutschsprachigen Publikum zugänglich.

Sinn, Strafrecht Allgemeiner Teil in der 6. Auflage erschienen!

In der 6. Auflage wurde die bewährte Konzeption fortgeführt und die Rechtsprechung sowie Literatur umfassend eingearbeitet. Der Band enthält insbesondere Aktualisierungen zur Vorsatzproblematik (§ 4), zum übergesetzlichen entschuldigenden Notstand (§ 6), zur Beteiligung und mittelbaren Täterschaft (§ 10) sowie zum Sanktionenrecht (§ 15). Neue Akzente setzt die Auseinandersetzung mit einer machttheoretisch fundierten Verbrechenslehre.

eBook ISBN: 978-3-662-71556-7

Softcover ISBN: 978-3-662-71555-0

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Sinn et al., Organisierte Kriminalität erschienen!

Das Werk befasst sich mit dem Phänomen der "Organisierte Kriminalität" (OK). Obwohl die OK neben politisch motivierter Kriminalität und dem Terrorismus ein beherrschendes Thema in der deutschen und europäischen Kriminalpolitik und im öffentlichen Diskurs ist, ist es der (Rechts-) Wissenschaft bislang nur unzureichend gelungen, das Gefahrenpotenzial der organisierten Gruppierungen ganzheitlich darzustellen und die sich daraus ergebenden Herausforderungen für die Strafverfolgungsbehörden hinreichend zu beschreibend. Das Buch verfolgt das Ziel, diese Forschungslücke zur Organisierten Kriminalität zu schließen, indem eine ganzheitliche und umfassene Analyse des Phänomenbereichs „OK“ unter Einbeziehung von Polizei- und Justizpraxis unternommen wird.

eBook ISBN: 978-3-662-69382-7 

Hardcover ISBN: 978-3-662-69381-0 

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Vortragsveranstaltung "Digitalen Beweismitteln im taiwanesischen Strafprozessrecht"

Der renommierte taiwanesische Strafrechtswissenschaftler Herr Prof. Dr. Jiuan-Yih Wu von der Staatlichen Universität Kaohsiung hat sich im Juni anlässlich eines Forschungsaufenthalts am Fachbereich aufgehalten. In diesem Rahmen hielt er einen Vortrag zu den „Digitalen Beweismitteln im taiwanesischen Strafprozessrecht“.

Meilenstein der Sicherheitsforschung: Deutschlandweit umfangreichstes Forschungsprojekt zur Organisierten Kriminalität (OK) präsentiert am 13./14.09.2023 seine Forschungsergebnisse

Das Forschungsprojekt „Systematische und umfassende Analyse sowie Bekämpfungsperspektiven der Organisierten Kriminalität“ (OK 3.0), unter der Projektkoordination von Prof. Dr. Prof. h.c. Arndt Sinn, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Forschung für zivile Sicherheit“ mit einer Gesamtzuwendung von 3,0 Mio. Euro gefördert. Damit stellt das dreijährige Forschungsprojekt als umfangreichstes seiner Art einen Meilenstein der Sicherheitsforschung dar.

Die Forschungsergebnisse des interdisziplinären Gesamtverbundes werden am 13. und 14. September 2023 im Rahmen einer Fachtagung der Öffentlichkeit präsentiert. Der Veranstalter, das Zentrum für Europäische und Internationale Strafrechtsstudien (ZEIS) der UOS, erwartet zahlreiche Teilnehmer und OK-Experten. Das Fachprogramm wird durch Vorträge der Verbundpartner des Projektes (IfK der Universität Tübingen, IWStR der UOS, ZEIS der UOS, DHPol aus Münster und des SIT des Fraunhofer Instituts aus Darmstadt) bestimmt. Eröffnet wird die zweitägige Veranstaltung mit einem Vortrag des Vorsitzenden des 3. Strafsenats am Bundesgerichtshof (BGH), Herrn Prof. Dr. Jürgen Schäfer.

Gastprofessur an der Chuo Universität in Tokio

Vom 5. Juni 2023 bis zum 1. Juli 2023 hat Professor Sinn eine Gastprofessur an der renommierten Chuo Universität in Tokio wahrgenommen. Auf Einladung von Professor Dr. Dres. h.c. Makoto Ida hielt er Vorträge zu verschiedenen aktuellen Themen zum Straf- und Strafprozessrecht.

 

Vortragsprogramm

An der Chuo Universität Tokio:

"Grenzen des Strafrechts: Rechtstheoretische und interdisziplinär geprägte Überlegungen zu einer machttheoretisch fundierten Rechtslehre"

 https://www.chuo-u.ac.jp/research/institutes/comparative_law/event/2023/06/66427/

"Argumente gegen die Todesstrafe und Alternativen zur Todesstrafe bei schweren Straftaten - die lebenslange Freiheitsstrafe"

 https://www.chuo-u.ac.jp/research/institutes/comparative_law/event/2023/06/66428/

"Zur Reform der Suizidhilfe in Deutschland”

"Das strafrechtliche Verfolgungskonzept gegen Organisierte Kriminalität in Deutschland"

 

An der Kansai Universität Osaka:

"Das Konzept der Sicherungsverwahrung in Deutschland"

  https://www.kansai-u.ac.jp/ILS/news/2023/06/-159-2023620.html

 

An der Keio Universität Tokyo:

"Compliance-Maßnahmen als Grund für eine Straffreistellung?”

 

Vortragsreise nach Ungarn

Vom 21. März bis zum 24. März 2023 reist Prof. Sinn auf Einladung des renommierten Deutsch-Ungarischen Instituts für Europäische Zusammenarbeit nach Budapest und an die Universität Szeged. Er wird dort Vorträge zu Cybercrime und zur Organisierten Kriminalität halten und zahlreiche wissenschaftliche Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen führen.

  Hier gelangen Sie zu dem Bericht über die Vortragsreise

Professor Sinn im Video-Interview bei der UNODC über SHERLOC

Das SHERLOC-Portal ist eine Initiative zur Erleichterung der Verbreitung von Informationen über die Umsetzung des Übereinkommens der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte Kriminalität, der drei dazugehörigen Protokolle und des internationalen Rechtsrahmens gegen den Terrorismus.

Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums des SHERLOC-Portals erklärt Professor Dr. Sinn, wie SHERLOC zur Prävention und Bekämpfung von Organisierter Kriminalität beiträgt. Insbesondere sorgt das Portal dafür, dass das Wissen weiter wächst. Im Rahmen der OK-Vorlesung des strafrechtlichen Schwerpunktes der Universität Osnabrück werden regelmäßig Fallstudien von den Studenten durchgeführt und veröffentlicht. 

Video auf  Twitter

 Weitere Informationen zu UNODC und SHERLOC

Informationsveranstaltung: administrativer Ansatz und Gesetzesentwurf GdP

Das Konzept des administrativen Ansatzes fokussiert sich auf die Einbeziehung der Verwaltungsbehörden in die Bewältigung der organisierten Kriminalität, um auf diese Weise zu verhindern, dass Kriminelle die legale Infrastruktur zur Begehung von Straftaten ausnutzen. Dieser Ansatz wurde zunächst auf europäischer Ebene entwickelt, er gewinnt nunmehr jedoch auch auf nationaler Ebene verstärkt an Bedeutung. Die Gewerkschaft der Polizei – Bezirksgruppe Zoll – hat kürzlich einen Entwurf zur Neufassung des Zollfahndungsdienstgesetzes vorgelegt. Der Entwurf verfolgt das Ziel der Bündelung aller polizeilichen Kontroll-, Fahndungs- und Ermittlungsdienste im Zoll und er enthält auch Rechtsgrundlagen zu präventiven Finanzermittlungen.

Die beiden Themen sind von großer Bedeutung für die Verfolgung von organisierter Kriminalität. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen diskutieren, inwieweit diese Konzepte zu einer effektiveren Bewältigung der organisierten Kriminalität in Deutschland beitragen können. Neben dem ZEIS werden auch das Euregionale Informations- und Expertisezentrum (EURIEC) und der Vorsitzende der GDP Zoll, Herr Frank Buckenhofer, mit Beiträgen vertreten sein. 

Die Veranstaltung wird am 10.08.2022 im Helikoniensaal des Botanischen Gartens der Universität Osnabrück im Zeitraum von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr stattfinden. Gleichzeitig wird auch eine Möglichkeit zur virtuellen Teilnahme zur Verfügung stehen. Anmelden können Sie sich  hier

Professor Sinn mit Vortrag zu "OK 3.0" im George C. Marshall Centre

Im Rahmen einer Veranstaltung des George C. Marshall European Centre for Security Studies in Garmisch-Partenkirchen hielt Professor Dr. Sinn am 10.03.2022 einen Vortrag zu Fakten, Trends und Handlungsempfehlungen ("Organisierte Kriminalität 3.0") im Zusammenhang mit der Bekämpfung Organisierter Kriminalität.

Professor Sinn im Portrait in der NOZ

Am 17.02.2021 erschien ein Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) zu den Herausforderungen für die Forschung durch Organisierte Kriminalität. Anlässlich des kürzlich begonnenen drittmittelgeförderten Forschungsprojektes " Organisierte Kriminalität 3.0" wird Professor Sinns bisherige und anstehende Forschungstätigkeit skizziert.

 Zum Artikel in der NOZ gelangen Sie hier

Gropp/Sinn, Strafrecht Allgemeiner Teil in der 5. Auflage erschienen!

Das von Walter Gropp begründete und von Arndt Sinn fortgeführte Lehrbuch ist nun in der 5. Auflage erschienen.

Eine klare Struktur, viele Fälle, neueste examensrelevante Rechtsprechung und Kontrollfragen sichern den Lernerfolg zu den Grundlagen des Strafrechts.

eBook ISBN: 978-3-662-62076-2

Softcover ISBN: 978-3-662-62075-5

 Weitere Informationen finden Sie hier

Buchcover