Ankündigungen
From Text to Archaeology and Back. Revisiting Places in Ancient Israel.
07. – 10. April 2022 Tagung
Deutsche Botschafterin besucht Ausgrabungen in Tel Moẓa
Am 23. August 2021 hat die Botschafterin der Bundesrepublik Deutschland, Frau Dr. Susanne Wasum-Rainer, die Ausgrabungen in Tel Moẓa besucht und informierte sich über die religionsgeschichtliche Bedeutung der Ausgrabung sowie den Stand der wissenschaftlichen Kooperation zwischen Osnabrück und Tel Aviv.
Ein Bericht über die Grabungskampagne in Tel Moẓa auch in der englischsprachigen Ausgabe von Haaretz vom 24. August 2021:
Studierende unterstützen die Grabungskampagne in Israel - Universität Osnabrück verstärkt ihre internationalen Austauschbeziehungen in Studium und Lehre
Wichtiger Bestandteil dieser Kooperation ist die Teilnahme von Studierenden an den archäologischen Ausgrabungen in Tel Moẓa, unweit von Jerusalem. Nach einer coronabedingten Verschiebung startete die erste Grabungskampagne mit Osnabrücker Beteiligung im August 2021. Zehn Osnabrücker Studierende nahmen an der Grabung teil.
Archäologen der israelischen Altertumsbehörde haben in Tel Moẓa Hinweise auf einen eisenzeitlichenTempel (ungefähr 1000–600 v.Chr.) gefunden, der nur sieben Kilometer nördlich von Jerusalem (City of David) stand. Der Fund wurde bereits 2012 im Rahmen einer Rettungsgrabung für den Ausbau der Schnellstraße zwischen Jerusalem und Tel Aviv gemacht. Die Ergebnisse der Rettungsgrabung konnten jedoch nicht alle Fragen beantworten. Deshalb wurden die Ausgrabungen von der Universität Tel Aviv unter der Leitung von Prof. Dr. Oded Lipschits und Shua Kisilevitz wieder aufgenommen.
„Diese Tempelanlage stellt zahlreiche Fragen an die Rekonstruktion der Religions- und Wirtschaftsgeschichte des antiken Israels in der Forschung“, so Prof. Dr. Anselm Hagedorn, Professor für Altes Testament und Antikes Judentum an der Universität Osnabrück. „Mit der Grabung wollen wir einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Geschichte des östlichen Mittelmeerraumes leisten.“
Die Studierenden der evangelischen Theologie haben zusammen mit Studierenden aus Tel Aviv, Prag und Los Angeles das Leitungsteam unterstützt und versucht, den Fragen zur Tempelanlage in Tel Moẓa nachzugehen und diese zu beantworten. Für ihr eigenes Studium stellt die Grabung sowie der Austausch mit den anderen Studierenden eine große Chance dar, erläuterte Prof. Dr. Hagedorn.
„Durch die Vermittlung eines breiten Spektrums an interkulturellen und fächerübergreifenden Kompetenzen bietet die Universität Osnabrück ihren Studierenden Anreize, im Rahmen der Ausbildung nicht nur fundierte fachwissenschaftliche Kenntnisse, sondern gleichzeitig auch ein individuelles Kompetenzprofil zu erlangen“, so Prof. Dr. Martina Blasberg-Kuhnke, Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Universität Osnabrück. Wesentliche Elemente bei der Erreichung dieser Ziele sind auch Aufenthalte im Ausland. „Die Kooperation mit der Universität Tel Aviv sowie die Grabungskampagne in Tel Moẓa sind ein wichtiger Baustein der Internationalisierungsstrategie der Universität Osnabrück.“
Im Rahmen der Kooperation gibt es eine Dissertation, die von Prof. Hagedorn an der Universität Osnabrück betreut und von der Friede-Springer-Stiftung finanziert wird. Daneben sollen weitere Vorträge und Fachartikel den Forschungsdiskurs anregen.
Weitere Informationen für die Redaktionen:
Prof. Dr. Anselm C. Hagedorn Universität Osnabrück
Institut für Evangelische Theologie, Altes Testament und Antikes Judentum
Neuer Graben/Schloss, 49069 Osnabrück
Tel.: +49 541 969-4706
E-Mail: anselm.hagedorn@uni-osnabrueck.de