Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt islamische Wohlfahrtspflege
Forschungsprofil Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt islamische Wohlfahrt
Die Professur für Soziale Arbeit mit dem Schwerpunkt Muslimische Wohlfahrtspflege befasst sich in Forschung und Lehre mit Fragestellungen an der Schnittstelle von Sozialer Arbeit, muslimischer Wohlfahrtspflege, Zivilgesellschaft und gesellschaftlichen Transformationsprozessen.
Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf der muslimischen Wohlfahrtspflege, ihrer Entwicklung, Implementierung und institutionellen Verankerung. Untersucht werden insbesondere die Strukturen und Handlungsfelder muslimischer Gemeinden und Organisationen sowie ihre Rolle innerhalb der Zivilgesellschaft. Dabei stehen sowohl bestehende Formen sozialen Engagements als auch die Entwicklung professioneller Strukturen muslimischer Wohlfahrtspflege im Fokus.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Kinder- und Jugendarbeit in gemeindlichen und außergemeindlichen Kontexten. Im Mittelpunkt stehen die Lebenswelten und Bedarfe junger Menschen sowie die Frage, wie Angebote professionell und zielgruppenorientiert gestaltet werden können. Berücksichtigt werden dabei auch institutionelle Rahmenbedingungen und die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Akteure.
Darüber hinaus beschäftigt sich die Professur mit Methoden und Handlungskonzepten der Sozialen Arbeit, insbesondere mit Ansätzen der systemischen Sozialen Arbeit. Von Interesse ist dabei, wie individuelle Lebenslagen im Zusammenhang mit familiären, sozialen und institutionellen Kontexten verstanden und professionelle Unterstützungsprozesse gestaltet werden können.
Ein weiteres Forschungsfeld umfasst die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Radikalisierung, Fundamentalismus, Islamismus und Antisemitismus. Im Mittelpunkt steht die Frage, unter welchen individuellen, sozialen und gesellschaftlichen Bedingungen Radikalisierungsprozesse entstehen und welche Faktoren ihre Entwicklung beeinflussen. Berücksichtigt werden unter anderem biografische und psychosoziale Aspekte, soziale Beziehungen, Gruppendynamiken sowie Erfahrungen von Zugehörigkeit, Ausgrenzung und Anerkennung.
Daran anknüpfend bildet die Radikalisierungsprävention einen weiteren Schwerpunkt. Untersucht werden Ansätze und Handlungskonzepte der Präventionsarbeit sowie deren Bedeutung für die Soziale Arbeit. Im Fokus stehen lebensweltorientierte und systemische Zugänge sowie die Zusammenarbeit mit jungen Menschen und Familien, Gemeinden, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Ziel ist es, Radikalisierungsprozesse differenziert zu verstehen und daraus wissenschaftlich fundierte Ansätze für Prävention, Beratung und Soziale